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Artikel und Hintergründe zum Thema

Kleihues-Betonfertigteile im Einsatz:

Kai Ingmar Link,

Präzision für den SüdOstLink und die Energieversorgung der Zukunft

Die europäische Energieversorgung steht vor einer Jahrhundertaufgabe: Das Stromnetz muss modernisiert und erweitert werden, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu ermöglichen.

Für en Abschnitt D3b hat das Betonwerk Kleihues spezielle Muffengruben aus Stahlbeton-Fertigteilen konzipiert, in denen die Hochspannungs-Gleichstromkabelsegmente elektrisch und mechanisch miteinander verbunden werden können. © Alexander Mehne

Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei der SüdOstLink – eine geplante Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ), die Windstrom aus Nord- und Ostdeutschland effizient in den Süden transportiert. Mit rund 540 Kilometern Länge zählt das Projekt zu den größten Energieinfrastrukturvorhaben Europas.

Um die Energiewende sicher und nachhaltig umzusetzen, verläuft der SüdOstLink größtenteils im Untergrund. Hier treffen Tiefbau und Tunnelbau auf höchste technische Anforderungen – und auf Lösungen des Betonfertigteilspezialisten Kleihues, der mit innovativen Produkten entscheidend zur Bauausführung beiträgt.

Muffengruben als Herzstück der Stromtrasse

Die Montage der bis zu 35 Tonnen schweren Betonelemente erfolgte passgenau vom Montageteam der Firma Kleihues mit Mobilkran © Fahrner Bauunternehmung

Ein zentrales Element des Projekts sind die Verbindungsstellen der Kabelstränge. Dafür entwickelte Kleihues aus seinem Werk in Sennfeld maßgeschneiderte Muffengruben aus Stahlbeton-Fertigteilen. Sie schaffen kontrollierte Arbeitsräume, in denen die Stromkabel gespleißt, isoliert und abgeschirmt werden – frei von Feuchtigkeit, Schmutz oder anderen Umwelteinflüssen, die die Funktionssicherheit gefährden könnten.

„Für diesen Abschnitt haben wir spezielle Muffengruben aus Stahlbeton-Fertigteilen konzipiert, in denen die Hochspannungs-Gleichstromkabelsegmente elektrisch und mechanisch miteinander verbunden werden können“, erklärt Alexander Mehne, Gebietsvertreter von Kleihues in Süddeutschland. „Die vorproduzierten Elemente ermöglichen einen sehr schnellen Einbau auf der Baustelle, sind passgenau und zuverlässig und bieten schnell einen guten Schutz gegen das Eindringen von Wasser.“

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Die Montage erfolgte auch Nachts. © Fahrner Bauunternehmung

Präzision, Nachhaltigkeit und Schutz

Die Fertigteilkonstruktionen bringen entscheidende Vorteile: Dank modularer Bauweise konnten die bis zu 35 Tonnen schweren Elemente mit Mobilkran präzise montiert werden. Integrierte Auftriebssicherungen und Kabeldurchführungen erhöhen die Funktionssicherheit. Ergänzt wurden sie durch bauseitige Hochwasserschutzsysteme, die später wieder entfernt werden, sodass die Flächen rekultiviert und landwirtschaftlich genutzt werden können.

Damit beweist Kleihues, dass Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau nicht nur durch erneuerbare Energien, sondern auch durch smarte Bauverfahren möglich ist. Der Einsatz von Betonfertigteilen verkürzt Bauzeiten, senkt Risiken und macht die Baustelle effizienter – ein klarer Vorteil für Großprojekte wie den SüdOstLink.

Abschnitt D3b: Schnittstelle zum Stromnetz im Süden

Die vorproduzierten Elemente ermöglichen einen sehr schnellen Einbau auf der Baustelle, sind passgenau und zuverlässig und bieten schnell einen guten Schutz gegen das Eindringen von Wasser. © Fahrner Bauunternehmung

Besonders wichtig ist der Abschnitt D3b, der vom Raum München–Deggendorf bis zur Schaltanlage Isar im Landkreis Landshut führt. Hier entsteht das finale Bindeglied zum bestehenden Stromnetz, inklusive leistungsstarker Konverteranlagen mit einer Einspeisekapazität von bis zu 4 Gigawatt. Kleihues trägt mit seinen Fertigteil-Muffengruben dazu bei, dass dieser Knotenpunkt zuverlässig funktioniert und die Energieversorgung des Südens gesichert ist.

Blick nach vorn: 2027 ans Netz

Die eingezogenen Dammbalken aus Alu bieten einen guten Schutz gegen Hochwasser. © Fahrner Bauunternehmung

Der SüdOstLink soll im Jahr 2027 erstmals ans Netz gehen. Die Erweiterung (Vorhaben 5a) wird bis 2030 folgen. Bis dahin leisten spezialisierte Partner aus dem Tiefbau wie Kleihues einen unverzichtbaren Beitrag, um die Infrastruktur für die Energiewende zu schaffen – präzise, nachhaltig und zukunftssicher.

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