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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fernwärmenetz

Kai Ingmar Link,

terra infrastructure und Kassecker sichern Leitungsgraben

EnBW Energie Baden-Württemberg stellt das Fernwärmenetz in Heilbronn von Dampf- auf Heißwasserbetrieb um.

Im Rahmen dieser Modernisierung werden die bisherigen Dampf- und Kondensatleitungen entfernt und durch neue, direkt im Erdreich verlegte Heißwasserleitungen ersetzt. © terra infrastructure

Im Rahmen dieser Modernisierung werden die bisherigen Dampf- und Kondensatleitungen entfernt und durch neue, direkt im Erdreich verlegte Heißwasserleitungen ersetzt. Den Auftrag für das erste Baulos mit einer Länge von 3,8 Kilometern erhielt Franz Kassecker. Zur Absicherung der Bauarbeiten wurden der Leicht-Verbau LBR von E+S und die Verbaubox KS 60 von Krings Verbausysteme aus dem Hause Terra Infrastructure eingesetzt.

Die Umstellung ist Teil eines langfristigen Projekts zur nachhaltigen Energieversorgung. EnBW plant, das bestehende Kohlekraftwerk durch ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk zu ersetzen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Langfristig soll CO2-armer Wasserstoff eingesetzt werden.

Im ersten Bauabschnitt im Sommer 2025 werden Kunststoffmantelrohre für Vor- und Rücklauf direkt ins Erdreich verlegt, während die alten Leitungen und Betontrogkanäle zurückgebaut werden. Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise. "Danach haben wir Verbaueinheiten eingestellt und den Rohrgraben auf die finale Einbautiefe von 1,42 Meter bis 3,56 Meter ausgehoben", erklärt Nico Maschewski, Bauleiter bei Franz Kassecker.

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Die eingesetzten Verbausysteme sind leicht, aber belastbar: "Beim Leicht-Verbau LBR handelt es sich um die kleinste und leichteste Verbaubox im E+S Programm, die sich besonders für die Verwendung in innerstädtischen Bereichen eignet – so etwa beim Kabel- und Rohrleitungsbau für Strom, Gas und Wasser – bei denen in der Regel auch nur kleinere Baumaschinen zum Einsatz kommen", erläutert Fritjof Heiland, Fachberater bei Terra Infrastructure. Auch die Verbaubox KS 60 bietet hohe Stabilität und ist mit bestehenden Systemen kompatibel.

Vor der Verlegung der Rohrleitungen wurde im Boden eine tragfähige Schicht eingebracht. Anschließend wurden 12 Meter lange Kunststoffmantelrohre für Vor- und Rücklauf eingezogen und verschweißt. "Neben einer traditionellen Verlegeweise von Fernwärmeleitungen, bei denen U- oder Z-Dehner eingebaut werden, um die thermische Längenausdehnung der Rohrleitungen auszugleichen, wurden die Kunststoffmantelrohre in Heilbronn abschnittsweise auch thermisch vorgespannt", so Maschewski. Eine Besonderheit stellt die von EnBW geforderte vollständige Durchstrahlungsprüfung der Schweißnähte dar. Daher wurden alle Schweißnähte mittels Röntgenaufnahmen überprüft, um Sicherheit zu gewährleisten.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 03_2025.

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