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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ein Werk schreibt Geschichte

Kai Ingmar Link,

70 Jahre MAN: Zwischen Legende und Zukunft

Wenn ein Unternehmen ein Jubiläum feiert, geht es meist um Zahlen, Jahresringe und Rückblicke.

Der erste Lkw im Werk München lief am 15.11.1955 vom Band. © MAN Truck

Doch im Fall des MAN-Werks München beginnt die Geschichte nicht mit der Vergangenheit – sondern mit der Zukunft. Im Jubiläumsjahr 2025, exakt 70 Jahre nach Produktionsstart, markiert die Serienfertigung des vollelektrischen eTrucks einen echten Wendepunkt. Es ist nicht nur der Beginn einer neuen Antriebsgeneration, sondern auch der greifbare Ausdruck eines Werks, das sich immer wieder neu erfunden hat – und das gleichzeitig stolz auf seine Herkunft blickt.

„Wir alle können stolz sein auf die Geschichte des Standorts. Die Entwicklung und Serienproduktion unseres eTrucks ‚made in München‘ ist der jüngste Beleg für die Innovationskraft und Wandlungsfähigkeit des Werkes sowie ein historischer Meilenstein für MAN und den Standort“, sagt Alexander Vlaskamp, CEO von MAN. Das Fundament dieser Transformation: sieben Jahrzehnte Erfahrung, rund 1,25 Millionen gebaute Lkw, zwei Millionen gefertigte Fahrerhäuser – und ein Team von rund 8.000 Beschäftigten, das den Wandel aktiv mitgestaltet.

Technologie im Wandel – Kontinuität als Stärke

Seit 1955 ist das MAN-Werk München der industrielle Herzschlag der Marke – eingebettet in eine Fläche von einer Million Quadratmetern. Wo früher konventionelle Dieselaggregate entstanden, arbeiten heute modernste Karosseriebauten, ein zukunftsweisendes Engineering Center und eine Lackieranlage auf dem neuesten Stand der Technik. Der Wandel ist sichtbar, greifbar – und emissionsärmer denn je: Bereits bis Ende 2024 konnte MAN die CO₂-Emissionen an seinen Standorten um fast 60 Prozent senken. Bis 2030 sollen es 70 Prozent sein.

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Ein Bild der MAN-Produktion aus dem Jahr 1962. © MAN Truck & Bus

Auch an das Heizsystem wird gedacht – mit dem Geothermie-Projekt in München-Karlsfeld schafft MAN eine Verbindung von industriellem Anspruch und regionaler Verantwortung. Ab 2028 wird das Projekt nicht nur die Produktion, sondern auch das Fernwärmenetz der Gemeinde versorgen – ein Statement für nachhaltige Nutzfahrzeugproduktion im urbanen Raum.

Ein Fest als Spiegelbild der Marke

Bereits 1960 wurde der 30.000ste Lkw des Münchner MAN-Werks gefeiert. © MAN Truck & Bus

Am 28. Juni 2025 verwandelt sich das Werk für einen Tag in eine lebendige Zeitreise – mit rund 20.000 Gästen, Mitarbeitenden und Familien. Riesenrad, Blaskapelle, historische Buden und die legendären Mannschaftsbusse von Bayern und 1860 München treffen auf Digitalisierung und Mitmachstationen. Auch die jüngsten Gäste kommen auf ihre Kosten – etwa beim interaktiven KI-Stand, an dem sie ihr eigenes Fahrzeug der Zukunft gestalten.

Dabei wird nicht nur gefeiert, sondern auch ein Bogen gespannt: vom nostalgischen Pferdegespann, das Bierfässer liefert, bis zum neuen MAN eTruck, der elektrifiziert für Nachschub sorgt. Paulaner ist mit dabei – und liefert stilecht mit dem vollelektrischen Transporter, den die Brauerei direkt nach dem Serienstart in München geordert hatte. Tradition und Technik fahren hier auf derselben Linie.

70 Jahre Nutzfahrzeugkompetenz – made in München

In den vergangenen sieben Jahrzehnten wurde das MAN-Werk in München stetig erweitert – nicht nur in der Fläche, sondern auch in der technologischen Tiefe. 2008 kamen die neuen Verwaltungsgebäude, später das Truck Forum und Bus Forum als Erlebnis- und Übergabeorte für Kunden. Die fortlaufende Investition in Infrastruktur, Innovation und Nachhaltigkeit hat das Werk zum Dreh- und Angelpunkt der Marke MAN gemacht – weit über Deutschland hinaus.

MAN E-Lkw: Vor dem Start der Serienproduktion hat MAN bereits knapp 200 elektrische Vorserien-Lkw hergestellt und an Kunden übergeben. Diese Fahrzeuge waren bereits rund zwei Millionen Kilometer im realen Kundeneinsatz auf Europas Straßen unterwegs. © MAN Truck & Bus

Mit seinem historischen Schloss, einer werkseigenen Teststrecke und einem integrierten Blockheizkraftwerk steht das Werk sinnbildlich für das, was die Marke MAN ausmacht: die Fähigkeit, sich zu wandeln, ohne die Identität zu verlieren. Die 70-jährige Geschichte von MAN ist eine Geschichte der Nutzfahrzeuge, des technologischen Fortschritts und der engen Bindung zum Standort München.

Ausblick mit Antrieb

MAN verfolgt das Ziel, schon 2025 mehr als 1000 eTrucks an seine Kunden zu übergeben. © MAN Truck & Bus

Während das Riesenrad sich an diesem Jubiläumstag langsam über das Werk und die Alpen dreht, wird klar: MAN feiert nicht nur sich selbst, sondern auch eine Zukunft, die längst begonnen hat. Mit dem Serienstart des Elektro-Lkw setzt das Unternehmen ein sichtbares Zeichen. Nicht nur für die eigene Belegschaft – sondern für eine ganze Branche.

Zum 70-jährigen Jubiläum des Werks München sind am Samstag, den 28. Juni 2025 die rund 8.000 Beschäftigten mit ihren Familien zu einem großen Fest auf dem Werksgelände eingeladen. Insgesamt werden rund 20.000 Gäste erwartet. Die Vorbereitungen laufen bereits an, hier wird das Riesenrad aufgebaut. © MAN Truck & Bus

Denn was hier entstanden ist, ist mehr als nur ein Produktionsstandort. Es ist ein Ort, an dem Geschichte und Fortschritt gemeinsam auf die Straße gebracht werden – zuverlässig, kraftvoll und immer in Bewegung.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

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