Baumaschinen
Kleemann Anlagenzug ergänzt mobile Ciber Asphaltmischanlage in Brasilien
Im brasilianischen Passo Fundo zeigt sich, wie moderne, mobile Anlagentechnik die Wertschöpfung im Bauwesen neu organisiert. Ein Kleemann Anlagenzug ergänzt dort eine mobile Ciber Asphaltmischanlage und bildet gemeinsam mit ihr eine durchgängige, flexibel verfahrbare Produktionslösung für mineralische Baustoffe und Asphalt. Für Bauunternehmer und Entscheider entsteht damit ein praxisnahes Beispiel, wie sich Effizienz, Mobilität und Wirtschaftlichkeit in einem integrierten Anlagenkonzept verbinden lassen.
Leistungsstarke Gesteinsaufbereitung im Basaltsteinbruch
Im Steinbruch in Passo Fundo wird Basalt gewonnen, ein fragmentiertes und splitterndes Material, das hohe Anforderungen an Brech- und Siebtechnik stellt. Der eingesetzte Kleemann Anlagenzug besteht aus dem mobilen Backenbrecher MOBICAT MC 110 EVO2, dem mobilen Kegelbrecher MOBICONE MCO 90 EVO2 sowie der mobilen Siebanlage MOBISCREEN MSC 953 EVO.
Der Backenbrecher übernimmt das Vorbrechen des Materials, während der Kegelbrecher in der zweiten Brechstufe für eine optimierte Kornform sorgt. Die anschließende Klassifizierung erfolgt über die Siebanlage. Verarbeitet wird Basalt mit einer Aufgabegröße von bis zu 80 Millimetern. Die Anlagen erreichen eine Stundenleistung von 200 bis 240 Tonnen. Im Acht-Stunden-Betrieb sind damit Produktionsmengen von über 2.000 Tonnen pro Tag realisierbar, wobei die Anlage nicht an ihrer Leistungsgrenze betrieben wird.
Für Bauunternehmen bedeutet diese Konfiguration eine hohe Prozessstabilität bei gleichzeitig flexibler Anpassung an unterschiedliche Korngrößenanforderungen, wie sie im Straßen- und Asphaltbau üblich sind.
Wirtschaftlichkeit durch Mobilität und reduzierten Kraftstoffverbrauch
Ein entscheidender Faktor für die Investitionsentscheidung war neben der Leistungsfähigkeit die Wirtschaftlichkeit. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch des kompletten Kleemann Anlagenzugs liegt bei rund 50 Litern pro Stunde. Im Verhältnis zur erzielten Stundenleistung ergibt sich daraus eine wirtschaftlich tragfähige Kostenstruktur pro Tonne aufbereitetem Material.
Die Mobilität der einzelnen Komponenten ermöglicht es, die Anlagen ohne großen logistischen Aufwand zu versetzen und kurzfristig in Betrieb zu nehmen. Für Unternehmen mit wechselnden Einsatzorten reduziert dies Transportaufwand, Stillstandszeiten und interne Logistikkosten deutlich. Gerade in großen Flächenländern wie Brasilien wird die Fähigkeit, Aufbereitungstechnik direkt an den Bedarfspunkt zu bringen, zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil.
Integration mit der mobilen Ciber Asphaltmischanlage
Die Besonderheit des Projekts liegt im Zusammenspiel mit der bereits etablierten mobilen Ciber Asphaltmischanlage. Seit mehreren Jahren wird bei Matt/MPX die Ciber iNOVA 1500 eingesetzt, die eine Produktionsleistung von 75 bis 150 Tonnen Asphalt pro Stunde erreicht. Die Anlage ist auf zwei Transportfahrzeugen montiert und dadurch kompakt sowie vergleichsweise leicht zu verfahren.
Durch die Kombination aus Kleemann Anlagenzug und mobiler Ciber Asphaltmischanlage entsteht eine nahezu geschlossene, mobile Produktionskette: Rohmaterial wird im Steinbruch aufbereitet, klassifiziert und kann anschließend unmittelbar in die Asphaltproduktion überführt werden. Innovative Technologien in der Trocknung des Minerals sorgen für einen sparsamen Brennstoffeinsatz. Das integrierte Steuerungs- und Diagnosesystem mit Fernwartungsfunktion unterstützt eine hohe Anlagenverfügbarkeit.
Für Projektleiter und Geschäftsführer ergibt sich daraus ein klarer Mehrwert. Die Verfügbarkeit von Gesteinsaufbereitung und Asphaltproduktion am selben oder kurzfristig verlegbaren Standort verkürzt Entscheidungswege und erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit bei neuen Bauprojekten.
Bedienerfreundlichkeit und digitale Prozesskontrolle
Ein weiterer praxisrelevanter Aspekt ist die Bedien- und Wartungsfreundlichkeit der Anlagen. Die Steuerung des Kleemann Anlagenzugs erfolgt über das System SPECTIVE. Mit SPECTIVE CONNECT stehen dem Bediener relevante Prozessinformationen digital zur Verfügung. Dies erleichtert die Überwachung von Leistungsparametern und unterstützt eine stabile Produktion.
Die konstruktiv gute Zugänglichkeit der Komponenten vereinfacht Service- und Wartungsarbeiten. Für Bauunternehmen bedeutet dies planbare Wartungsintervalle und eine Minimierung ungeplanter Stillstände, ein entscheidender Faktor für die Gesamtanlageneffizienz.
Strategische Bedeutung für das Baugewerbe
Das Beispiel aus Brasilien zeigt, wie sich mit einem Kleemann Anlagenzug und einer mobilen Ciber Asphaltmischanlage eine flexible, leistungsstarke und wirtschaftliche Produktionsstruktur realisieren lässt. Die Kombination ermöglicht es, stationäre Anlagen zu ergänzen oder projektbezogen vollständig mobil zu agieren.
Für das Baugewerbe entsteht damit ein Modell, das insbesondere bei wechselnden Baustellenstandorten, infrastrukturellen Großprojekten und regional verteilten Einsatzorten neue Handlungsspielräume eröffnet. Die Verknüpfung von mobiler Aufbereitung und Asphaltproduktion reduziert Transportwege, senkt Betriebskosten und steigert die operative Flexibilität.













