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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukrise 2026

Kai Ingmar Link,

Neubauimpulse in der Krise: KfW-55-Förderung

Die Rückkehr der KfW-55-Förderung bietet Schlagmann Poroton, Baustoffe und Mauerwerksbau neue Chancen, trotz Baukrise Wohnungsbauprojekte umzusetzen.

Für nachhaltige Impulse im Wohnungsbau ist nach Ansicht der Verbände nicht nur die Förderung entscheidend. © Pelemedia (Symbolbild, erstellt mit KI)

Förderstopp und Baukrise: Auswirkungen auf die Baustellen

Im April 2022 endeten die öffentlichen Förderprogramme für Wohnungsneubauten nach dem Effizienzhaus-55-Standard (EH55). Damals hieß es, dass EH55 sich bereits als Standard etabliert habe und eine Förderung nicht mehr erforderlich sei. Doch dieser Förderstopp trug in Kombination mit steigenden Baukosten und Fachkräftemangel dazu bei, dass viele genehmigte Bauvorhaben wirtschaftlich nicht mehr realisierbar waren. Ende 2024 standen in Deutschland rund 759.000 Wohnungen genehmigt, aber ungebaut.

Die Folgen sind auf zahlreichen Baustellen spürbar: Projektunterbrechungen im Mauerwerksbau, Verzögerungen bei Betonbau-Projekten und Unterbrechungen bei der Materiallieferung – auch Schlagmann Poroton und andere führende Hersteller von Baustoffen spüren die angespannten Märkte.

Wiederaufnahme der KfW-55-Förderung

Die Bundesregierung plant nun eine zeitlich begrenzte Wiederaufnahme der KfW-55-Förderung. Neubauten nach dem EH55-Standard sollen künftig wieder über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsverbilligten Darlehen von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit unterstützt werden. Bedingung ist unter anderem die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie die Genehmigung bereits bestehender Projekte.

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Die Einhaltung der Effizienzstandards wird durch Experten für Energieeffizienz überprüft und im KfW-Kreditprogramm 296 mit tagesaktuellen Zinskonditionen geregelt.

Limitierte Mittel und notwendige Planungssicherheit

Für 2025 sind lediglich 59 Millionen Euro für die KfW-55-Förderung vorgesehen – ein Bruchteil der früheren sechs Milliarden Euro in 2021. Viele Fachleute sehen die Wirkung daher zunächst begrenzt, solange keine langfristige Perspektive für die kommenden Jahre besteht.

Für nachhaltige Impulse im Wohnungsbau ist nach Ansicht der Verbände nicht nur die Förderung entscheidend. Auch stabile rechtliche Rahmenbedingungen, Genehmigungserleichterungen und eine Planungssicherheit für mindestens zehn Jahre sind nötig. Nur so können zusätzliche Einheiten im Mauerwerksbau und Betonbau entstehen, die angesichts der Baukrise dringend benötigt werden.

Bau-Turbo-Gesetz: Beschleunigte Genehmigungen

Ein Schritt in die richtige Richtung ist das zum 30. Oktober 2025 in Kraft getretene Bau-Turbo-Gesetz. Es ermöglicht Kommunen, von bestehenden Bauplänen abzuweichen und Bauvorhaben schneller zu genehmigen. Damit werden auch Nachverdichtungen, Aufstockungen oder Projekte in zweiter Reihe erleichtert – ein relevanter Impuls für Baustellen, auf denen Materialien wie Schlagmann Poroton eingesetzt werden. Die Regelung ist zunächst bis 2030 befristet.

Die Kombination aus Fördermittelimpulsen, rechtlichen Erleichterungen und stabilen Rahmenbedingungen könnte den dringend benötigten Wohnungsneubau wieder ankurbeln und gleichzeitig den Mauerwerksbau sowie den Betonbau langfristig stärken.

Die Wiederaufnahme der KfW-55-Förderung bringt neue Chancen für den Wohnungsbau in Deutschland. Für Hersteller von Baustoffen, Bauunternehmen im Mauerwerksbau und Betonbau sowie Projektleiter, wie von Schlagmann Poroton, auf der Baustelle bedeutet dies Perspektiven, trotz der anhaltenden Baukrise zusätzliche Einheiten zu realisieren.

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnliche Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

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