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Artikel und Hintergründe zum Thema

Messe

Max Kandler,

70. NordBau: Partnerschaften und Austausch, Neuheiten und Zukunftsthemen

Am Sonntag, den 14. September 2025, ging die 70. Ausgabe der NordBau zu Ende. Die Jubiläumsmesse, die als größte Kompaktmesse des Bauens in Nordeuropa gilt, versammelte über fünf Tage hinweg 701 Aussteller aus 16 Ländern in Neumünster. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der Bauwirtschaft, neue Technologien und das persönliche Miteinander – unter anderem im Rahmen der 50-jährigen Partnerschaft mit Dänemark.

Das gesamte Messegelände – einschließlich des weitläufigen Freigeländes und der Messehallen – war vollständig ausgebucht. © Holstenhallen Neumünster – NordBau – SixConcept

Diese grenzüberschreitende Kooperation wurde bereits zur Messeeröffnung gewürdigt. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen sowie der dänische Botschafter Thomas Østrup Møller betonten die wirtschaftliche Bedeutung des Austauschs zwischen beiden Ländern und die Rolle der NordBau als Plattform für die Bauindustrie. Auch Hamburgs Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen, Jacqueline Charlier, unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen bei der Schaffung von Wohnraum und stellte den „Hamburger Standard“ vor – ein Impuls, der das zentrale Thema der zweiten CONBAU Nord prägte.

Die parallel zur Messe durchgeführte CONBAU Nord fand am Mittwoch und Donnerstag statt und rückte den „Wohnungsbau in der Transformation“ in den Fokus. Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Tag nutzten das Forum, um sich über neue Bau- und Wohnformen, Fördermöglichkeiten, gesellschaftliche Akzeptanz von Veränderungen sowie nachhaltiges Bauen zu informieren. Fachvorträge, Panels und interaktive Formate förderten dabei einen intensiven Wissenstransfer. Die nächste Ausgabe der CONBAU Nord ist für 2026 bereits in Planung.

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Besonderes Interesse zogen auch die beiden diesjährigen Sonderthemen auf sich. Die Möglichkeiten der Fassadenbegrünung und deren ökologische wie ökonomische Vorteile wurden an einer eigens aufgebauten Musterfassade anschaulich präsentiert. Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau bot fundierte Beratung an und zeigte auf, wie Klimaanpassung sowohl im städtischen als auch im privaten Raum sinnvoll umsetzbar ist.

In Halle 6 stand die Sonderschau „Temperaturabgesenkter Asphalt“ im Mittelpunkt. Fachbesucher konnten sich an einem maßstabsgetreuen Modell über die Technik und Anwendung des klimafreundlicheren Asphalts informieren. Die Ausstellung griff ein zentrales Zukunftsthema auf, denn ab dem 1. Januar 2027 darf gemäß neuer Vorgaben nur noch Asphalt mit reduzierter Einbautemperatur verwendet werden. Dementsprechend hoch war der Informationsbedarf bei Planern und Ausführenden.

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag in Halle 7, die sich den erneuerbaren Energien widmete. Der Beratungsstand „Ihr Zuhause zukunftsfähig dämmen“ der Verbraucherzentrale und von Haus & Grund Schleswig-Holstein stieß auf großen Zulauf. Zahlreiche Anbieter präsentierten dort ihre Heiz-, Klima- und Solartechniklösungen. Besonders Eigentümer, die Neubauten planen oder bestehende Gebäude sanieren, suchten den Dialog, um sich über mögliche Systemumrüstungen und individuell passende Lösungen zu informieren.

Das gesamte Messegelände – einschließlich des weitläufigen Freigeländes und der Messehallen – war vollständig ausgebucht. Aussteller präsentierten Produkte und Dienstleistungen rund um Baugeräte, Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Baustoffe und digitale Anwendungen. Rund 50.300 Besucherinnen und Besucher informierten sich über neueste Entwicklungen der Bauwirtschaft, etwa vollelektrische Großgeräte oder innovative Baustoffe, und nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Verbänden und Unternehmen.

Für viele Aussteller war die Messe ein wirtschaftlicher Erfolg: Zahlreiche Geschäftsabschlüsse wurden erzielt, Gespräche mit langjährigen Kunden sowie neuen Interessenten geführt. Zudem zeigte sich ein Trend zur Personalgewinnung: Immer mehr Unternehmen, insbesondere große Baukonzerne, nutzten die NordBau gezielt, um Fachkräfte, Auszubildende und Quereinsteiger für sich zu gewinnen. Die Berufsorientierungsveranstaltung nordjob Bau:Technik war erneut stark frequentiert und bildete die Brücke zwischen Messe und Nachwuchsförderung.

Das umfangreiche Begleitprogramm mit 48 Kongressen, Fortbildungen und Verbandstreffen zählte rund 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei standen aktuelle Herausforderungen der Branche im Mittelpunkt – viele Veranstaltungen waren schnell ausgebucht. Ein Beispiel für die konkrete Weiterentwicklung ist die Ankündigung einer eigenen Holzbauhalle zur kommenden NordBau, mit der das Thema Holzbau künftig noch stärker in den Fokus rücken wird.

Die positive Resonanz der Aussteller und Messepartner zeigt: Persönliche Kontakte, gezielter Wissenstransfer und gemeinsame Initiativen bleiben für die Bewältigung anstehender Infrastrukturprojekte, Bauvorhaben und regulatorischer Veränderungen unverzichtbar.

Die NordBau 2025 hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Bauwirtschaft nicht nur auf aktuelle Herausforderungen reagiert, sondern aktiv Zukunftsthemen gestaltet – mit partnerschaftlichem Austausch, technologischen Innovationen und einem klaren Blick nach vorn.

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