Messe
Sennebogen auf der IFAT 2026
Die Anforderungen an Recyclingbetriebe, Abbruchunternehmen und industrielle Materialumschlagprozesse steigen kontinuierlich. Höhere Rohstoffpreise, strengere Umweltvorgaben und wachsender Druck zur Ressourceneffizienz verändern die Branche nachhaltig. Auf der IFAT 2026 in München wurde deutlich, wie stark sich das Bau- und Recyclinggewerbe inzwischen in Richtung vernetzter, emissionsarmer und wirtschaftlicher Prozesslösungen entwickelt. Einer der sichtbarsten Impulsgeber dieser Entwicklung war Sennebogen.
Mit dem bislang größten Messeauftritt der Unternehmensgeschichte präsentierte der Maschinenhersteller auf der IFAT 2026 ein breit aufgestelltes Portfolio für moderne Umwelt- und Recyclingtechnologien. Im Fokus standen nicht nur neue Maschinen, sondern vor allem intelligente Gesamtlösungen für Materialströme, Energieeffizienz und digitale Prozessunterstützung im täglichen Betrieb.
IFAT 2026 zeigt den Wandel der Recyclingwirtschaft
Die IFAT 2026 verdeutlichte eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft längst kein Randthema mehr ist. Betreiber von Recyclinganlagen, Entsorgungsunternehmen und industrielle Umschlagplätze investieren zunehmend in Technologien, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Dabei rückt vor allem die Frage in den Mittelpunkt, wie sich Materialumschlagprozesse effizienter, energieärmer und gleichzeitig zuverlässiger gestalten lassen.
Sennebogen griff genau diese Anforderungen auf und stellte Maschinenlösungen vor, die speziell auf hohe Verfügbarkeit, flexible Einsatzmöglichkeiten und reduzierte Emissionen ausgelegt sind. Besonders im Bereich elektrifizierter Umschlagtechnik zeigte sich, wie stark die Branche inzwischen auf alternative Antriebskonzepte setzt.

Sennebogen 830 G im Stahlschrottrecycling
Mit dem Sennebogen 830 G setzt DEUMU neue Maßstäbe im Stahlschrottrecycling – effizient, emissionsarm und konsequent kreislauforientiert.
Emissionsfreie Umschlagtechnik gewinnt an Bedeutung
Große Aufmerksamkeit erhielt auf der IFAT 2026 die Weiterentwicklung der Electro-Battery-Baureihe von Sennebogen. Die akkubetriebenen Umschlagbagger der G-Serie decken inzwischen Einsatzgewichte von 17 bis 31 Tonnen ab und ermöglichen damit emissionsfreie Anwendungen in unterschiedlichsten Recycling- und Umschlagprozessen.
Entscheidend für viele Betreiber dürfte dabei die hohe Flexibilität der Maschinen sein. Durch das modulare Batteriekonzept und das Dual Power Management können die Maschinen sowohl im Akkubetrieb als auch kabelgebunden eingesetzt werden. Gerade in urbanen Einsatzbereichen, Hallenanwendungen oder lärmsensiblen Industrieumgebungen entstehen dadurch neue Möglichkeiten für wirtschaftliche und zugleich umweltschonende Betriebsabläufe.
Ein praxisnahes Beispiel dafür lieferte die Weltpremiere des Sennebogen 826 G Electro Battery auf dem VDMA-Freigelände. Dort demonstrierte das Unternehmen eine teilautonome Schredderbeschickung, bei der Maschinenkommunikation und digitale Prozesssteuerung aktiv ineinandergreifen. Die Anwendung zeigte, wie sich Materialflüsse künftig intelligenter koordinieren lassen, um Stillstandzeiten zu reduzieren und die Auslastung von Anlagen zu verbessern.
Gerade für Unternehmen im Baugewerbe und in der Recyclingwirtschaft wird dieser Ansatz zunehmend relevant. Automatisierte Assistenzsysteme und vernetzte Maschinen bieten nicht nur Effizienzvorteile, sondern unterstützen auch bei der Bewältigung des Fachkräftemangels und steigender Betriebskosten.
Neuer Mehrschalengreifer erweitert das Recyclingportfolio
Neben den elektrifizierten Maschinenlösungen rückte auch die Erweiterung des Anbaugeräteprogramms in den Mittelpunkt des Messeauftritts. Mit dem neuen fünfschaligen Mehrschalengreifer MG4.1 präsentierte Sennebogen erstmals einen vollständig eigenentwickelten Greifer für den Schrott- und Recyclingumschlag.
Der MG4.1 wurde am Standort Straubing entwickelt und gefertigt und ist auf robuste Dauereinsätze in anspruchsvollen Materialströmen ausgelegt. Dabei standen vor allem geringer Verschleiß, Wartungsfreundlichkeit und eine hohe Betriebssicherheit im Fokus der Entwicklung.
Für viele Betreiber gewinnt die Abstimmung zwischen Trägergerät und Anbauwerkzeug zunehmend an Bedeutung. Komplettlösungen aus einer Hand ermöglichen eine präzisere Anpassung an spezifische Materialanforderungen und können die Effizienz im täglichen Umschlagbetrieb deutlich verbessern.
Gleichzeitig unterstreicht der Ausbau eigener Fertigungskapazitäten die strategische Bedeutung regionaler Produktionsstandorte innerhalb der Maschinenbauindustrie. Mit der neuen Produktionslinie für Anbaugeräte investiert Sennebogen gezielt in den Standort Straubing und erweitert dort die Fertigungskompetenz für Umwelt- und Recyclingtechnologien.
Mehr Komfort und digitale Assistenzsysteme im Arbeitsalltag
Auch bei Teleskopladern zeigte die IFAT 2026, wie stark Ergonomie, Sicherheit und digitale Unterstützungssysteme inzwischen zusammenwachsen. Der Industrie-Teleskoplader 360 G wurde mit neuen Komfort- und Assistenzfunktionen vorgestellt, die speziell auf anspruchsvolle Industrie- und Recyclinganwendungen ausgerichtet sind.
Besonders die optionale Joysticklenkung verdeutlicht den Trend zu ergonomisch optimierten Maschinenkonzepten. Präzise Rangiermanöver, reduzierte Fahrerbelastung und eine flexiblere Maschinensteuerung gewinnen im täglichen Betrieb zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei langen Einsatzzeiten und komplexen Materialumschlagprozessen.
Ergänzt wird dieser Ansatz durch erweiterte Assistenzsysteme und ein wachsendes Anbaugeräteportfolio. Damit entwickeln sich moderne Umschlagmaschinen immer stärker zu vernetzten Systemplattformen, die nicht nur einzelne Arbeitsprozesse unterstützen, sondern gesamte Betriebsabläufe effizienter gestalten.
Internationale Leitmesse für Umwelt- und Recyclingtechnologien
Mit rund 142.000 Besuchern aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie rund 3.400 Ausstellern bestätigte die IFAT 2026 ihre Rolle als weltweit wichtigste Plattform für Umwelt- und Recyclingtechnologien. Themen wie Ressourceneffizienz, resiliente Infrastrukturen und intelligente Kreislaufwirtschaft standen im Mittelpunkt der Messe.
Für Sennebogen bot die Veranstaltung erneut die Möglichkeit, internationale Märkte, technologische Entwicklungen und konkrete Anforderungen aus der Praxis zusammenzuführen. Gleichzeitig zeigte die Messe, dass die Nachfrage nach emissionsarmen, vernetzten und wirtschaftlichen Maschinenlösungen im Baugewerbe und in der Recyclingbranche weiter deutlich zunimmt.
Die IFAT 2026 machte damit nicht nur technologische Trends sichtbar, sondern auch den strukturellen Wandel einer Branche, die Nachhaltigkeit zunehmend als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor versteht.










