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Artikel und Hintergründe zum Thema

NordBau und Conbau Nord 2024

Damir Mioc,

Raus aus dem Krisenmodus!

Bei der Conbau konnten sich Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzindustrie, Handwerk und Politik direkt austauschen. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther bekräftigte bei seiner Eröffnungsansprache die Wichtigkeit dieses Austauschs und die Unterstützung der Politik: „Damit bietet der Kongress eine großartige neue, nordeuropäische Plattform für die drängenden Themen Wohnungsbau und Wärmewende. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Transformation gestalten.“

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen kamen 44 300 Besucher zur NordBau und ihren gut 700 Ausstellern. © Holstenhallen Neumünster/Messe NordBau/SixConcept

Auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e. V., Dr. Matthias Frederichs, begrüßte den interdisziplinären Ansatz der Veranstaltung: „Es braucht Plattformen wie diese, miteinander ins Gespräch zu kommen. Investoren, Planer, Zulieferer, Politik zusammen mit der gesamten Wertschöpfungskette Bau. Entscheidend ist, aus dem Krisenmodus zu kommen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Und dazu dienen diese beiden Plattformen, die NordBau und die Conbau Nord, in besonderer Weise.“

Die Zukunft im Blick hatten vor allem auch die Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des nordjobBau-Tages am Donnerstag die Messe besucht haben und direkt in Kontakt mit ausstellenden Unternehmen der Baubranche kamen. Zum ersten Mal haben sich aber auch Firmen wie Bauunternehmen auf der NordBau in einem eigenen Recruiting-Bereich gezielt als Arbeitgeber präsentiert, um Nachwuchs und Fachkräfte für sich zu begeistern.

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Trotz der hochsommerlichen Temperaturen und dem Tal im Hoch- und Wohnungsbau kamen 44 300 Besucher zur NordBau und ihren gut 700 Ausstellern. Von ihnen wiederum gab es viel positives Feedback zum Verlauf der Messe. So sagte Jens Heinrich von der Firma Schwing Stetter: „Wir haben sehr erfolgreiche Messetage erlebt mit einer guten Atmosphäre, vielen Standbesuchen, guten Kontakten und produktiven Gesprächen für die Zukunft. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.“ Andrée Schacht, Vertreter der Firma Fliegl Fahrzeugbau GmbH, bestätigte die optimistische Grundhaltung. Viele seiner Kunden wollten nicht weiter jammern. Auch wenn die Rahmenbedingungen wie Materialkosten, Zinsen, Personal, Regularien noch hemmend seien, wollten viele die Ärmel hochkrempeln und die Kehrtwende in der Baubranche mitgestalten. Anzeichen dafür spiegelten einige Aussteller wider, die von einer Reihe spontaner Verkäufe sprachen und von früh erreichten Messezielen.

Neue Lösungen und Techniken fanden sich vielfach bei den Baumaschinen, Baugeräten und Nutzfahrzeugen auf dem komplett vollen Freigelände. Und auch in den Hallen mit Werkzeug und Maschinentechnik gab es hybride Modelle, Elektroantrieb oder Akkugeräte zu entdecken und auszuprobieren.

Eine wichtige Anlaufstelle für die Hersteller der Baumaschinen und Baugeräte war u.a. der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) im Forum. Die Mitarbeitenden informierten über Bauvorhaben im Land und nutzten die fünf Tage zudem für intensiven Austausch mit den Nachbarbundesländern. Wissenstransfer, netzwerken, zusammenkommen – dafür standen auch die gut besuchten über 40 Seminare und Kongresse im Rahmen der NordBau. Der traditionelle Tag der Bauministerin war besonders für Wohnungsunternehmen und Institutionen des Wohnungsmarktes interessant.

Save the date: Die 70. NordBau findet vom 10.-14. September 2025 wieder auf dem Messegelände Holstenhallen Neumünster statt.

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