BAU 2025
Maxit-Gruppe präsentierte CO2-optimierte Produktpalette für Boden, Wand, Fassade und Decke
Die Maxit-Gruppe (Azendorf) präsentierte im Januar 2025 auf der BAU in München insgesamt 19 neue, CO2-optimierte Bauprodukte, die das Unternehmen in seinen „ZeroCO2-Baukasten“ integriert hat. Dieser umfasst eine Vielzahl an umweltgerechten Lösungen für den Bau von Boden, Wand, Fassade und Decke. Die neuen Produkte zeichnen sich durch eine CO2-Reduzierung von 11 bis 70 Prozent in der Herstellung und Anwendung im Vergleich zu herkömmlichen Baustoffen aus.
„Wir möchten Bauherren und Fachleuten eine umfassende Auswahl an umweltfreundlichen Produkten bieten, die sowohl in Neubauten als auch bei Sanierungen eingesetzt werden können“, erklärt Johannes Eberlein, Leiter des Produktmanagements bei der Maxit-Gruppe.
Bereits mit ihrem Engagement in Sachen Klimaschutz hat sich das oberfränkische Familienunternehmen einen Namen gemacht. So wurde die Maxit-Gruppe zur „Woche der Umwelt“ im Juni 2024 vom Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eingeladen, um ihre Strohdämmplatten vorzustellen. Die Präsentation auf der BAU 2025 in München stellt jedoch einen entscheidenden Schritt dar, bei dem Maxit eine Vielzahl neuer umweltgerechter Lösungen präsentierte.
Nachhaltige Produktentwicklung und CO2-Reduktion
Zur Verbesserung der Umweltbilanzen wurden bei der Produktentwicklung der Maxit-Gruppe drei zentrale Maßnahmen umgesetzt:
- Die Substitution von Zementen,
- Die Reduzierung des Gewichtes und der Schichtdicken einzelner Produkte,
- Der Einsatz von ökologischen, natürlichen Materialien.
Jedes Produkt wurde auf sein CO2-Einsparpotenzial geprüft, die Ergebnisse von einem unabhängigen Ingenieurbüro verifiziert und mit den jeweiligen Nachhaltigkeitszielen abgeglichen. Diese Vorgehensweise führte zu der Entstehung des „ZeroCO2-Baukastens“, der die neuen, optimierten Produkte umfasst. Der Fokus lag dabei nicht nur auf der Reduktion von CO2-Emissionen, sondern auch auf der Verbesserung der Produktperformance, beispielsweise durch verbesserte Dämmwerte und niedrigere Putzdicken.
Innovationen für die Bauindustrie
Ein herausragendes Produkt im „ZeroCO2-Baukasten“ ist die stahlfreie Holz-Beton-Verbunddecke „Maxit DUOBLOCK“ (Zulassung DIBt., Z-9.1-904), die es ermöglicht, über 11 Meter weite Decken zu realisieren. Sie reduziert die CO2-Emissionen um rund 64 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Konstruktionen. Diese Lösung stellt eine umweltfreundliche Alternative dar und eignet sich für alle gängigen Gebäudetypen.
Ein weiteres Highlight der BAU 2025 war der pumpfähige Infraleichtbeton „maxit ecoflow ILB“, der erstmals auf der Messe vorgestellt wurde. Dieser Beton kombiniert Wärmedämmung mit hoher Stabilität und eignet sich für Sonder- und Nutzbauten. Die besondere Mechanik des Betons beruht auf der sogenannten Ecosphere-Technologie, bei der mikroskopisch kleine Hohlglaskugeln als Leichtfüllstoff fungieren. Diese Technologie trägt zur Reduktion von Rissbildungen und erleichtert die Produktion des Betons. Zudem ist „maxit ecoflow ILB“ vollständig recycelbar.
Produktoptimierungen für Dämm- und Estrichlösungen
Ein weiteres Beispiel für die CO2-optimierten Maxit-Produkte ist der Systemdämmputz „maxit ip 55 therm“, der mit der Ecosphere-Technologie verbessert wurde. Mikrohohlglaskugeln wurden als zusätzlicher Dämmstoff in den Putz integriert, was zu einer besseren Wärmeleitfähigkeit und geringeren Putzdicken führt. Der optimierte Putz erreicht eine Wärmeleitzahl von 0,055 W/(m·K), was ihn besonders effizient macht.
Die „Strohpanel plan“-Trittschallplatte stellt eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen wie EPS-Platten dar. Diese Platten bestehen aus Strohfaser und sind in verschiedenen Stärken erhältlich, wodurch sie flexibel einsetzbar sind. In Kombination mit dem Calciumsulfat-Fließestrich „maxit plan 490“ wird eine effektive Trittschallminderung erzielt. Die Strohdämmplatten sind ressourcenschonend und bieten eine hohe Wärmedämmleistung.
Neue Lösungen für ökologische Bauprojekte
Für die Innendämmung von Gebäuden bietet Maxit die Strohdämmplatte „maxit Strohpanel“ an, die auf Holzständerkonstruktionen sowie massiven Wänden verarbeitet werden kann. Die Strohdämmplatten werden anschließend verputzt und in einem geschlossenen Putzsystem eingesetzt, was zu einer hohen Wärmeleistung führt. Zudem wurde das „Mörtelpad clay“ eingeführt, das speziell für Lehmbauten entwickelt wurde. Diese wasseraktivierbaren Trockenplatten aus Lehmdünnbettmörtel ermöglichen eine schnelle und saubere Verarbeitung von Lehmhochlochziegeln und tragen zu einer natürlichen und sicheren Bauweise bei.
Pflanzenkohle als CO2-Speicher
Ein weiteres nachhaltiges Produkt aus dem Maxit-Portfolio ist der Kalk-Zement-Putz „maxit ip 18 ML C“, der mit Pflanzenkohle als CO2-Speicher ausgestattet ist. Dieser Putz speichert langfristig etwa 150 Kilogramm CO2 pro Tonne und bleibt gleichzeitig so verarbeitungsfreundlich wie herkömmliche Kalk-Zement-Putze. Im Rahmen der Messe stellte Maxit auch den „maxit multi 300 C“ vor, einen Kleber und Armierungsmörtel, der mit Pflanzenkohle optimiert wurde. Maxit erwartet, dass dieses Produkt noch im Jahr 2025 die bauaufsichtliche Zulassung erhält und künftig als leistungsstarker Mörtel für verschiedene Anwendungen genutzt werden kann.
Fazit: Ein Schritt in die Zukunft des Bauens
Maxit hat mit dem „ZeroCO2-Baukasten“ eine umfassende Produktpalette entwickelt, die nachhaltige Lösungen für den Bau von Boden, Wand, Fassade und Decke bietet. Der Fokus auf CO2-Reduktion, der Einsatz ökologischer Materialien und die kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität machen die Maxit-Produkte zu einer zukunftsfähigen Wahl für Bauherren und Fachleute. Weitere Informationen über die neuen Produkte und deren Anwendungen können direkt bei Maxit angefordert werden ([email protected]).













