Erfolgreiche Tagung
Süddeutsche Mauerwerkstage im Zeichen der Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Bauen in der strategischen und praktischen Umsetzung stand im Mittelpunkt der Mauerwerkstage 2024 von Hörl+Hartmann in Partnerschaft mit dem Ziegelwerk Bellenberg. Gut 650 Teilnehmer verfolgten im Rahmen von drei Präsenz- und einer Hybridveranstaltung in Ulm, Dachau und Memmingen zahlreiche Fachvorträge renommierter Redner.
Allgemeine Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum und tiefergehende Anforderungen an mehr Nachhaltigkeit - diese beiden Aspekte wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll zu vereinen, stellt die Baubranche aktuell vor Herausforderungen. Die Ziegelindustrie sieht im klimabewusstem Bauen einen wichtigen Ansatz, der alle Baubeteiligten miteinander verbindet, um den Wohnungsbau verantwortungsvoll und zukunftsfähig umzusetzen. Die Rahmenbedingungen sind im Gebäudeenergiegesetz GEG festgelegt. Dipl.-Ing. Architekt Stefan Horschler, Inhaber des Büros für Bauphysik (Hannover), stellte in seinem Vortrag zu Beginn der Veranstaltungen die wichtigsten Inhalte der zweiten Änderungsnovelle mit den Folgen für Neu- und Altbau vor und gab einen Ausblick auf mögliche Förderungen.
Umdenken macht Bauunternehmen zukunftsfähig
Julius Grimm, Geschäftsführer der Grimm GmbH stellte auf den Mauerwerkstagen 2024 Lösungen zur Realisierung von QNG-Gebäuden in Massivbauweise vor und lieferte gleichzeitig den Nachweis aus der Umsetzung im Arbeitsalltag. Er bot dazu noch Einblicke in den Transformationsprozess des familiengeführten Bauunternehmens hin zu einem modernen, digitalisierten Totalübernehmer. Building Information Modeling (BIM) ist seiner Auffassung nach nicht nur eine notwendige Methode, sondern auch eine große Chance für mittelständische Bauunternehmen, auch in Zukunft Bauaufgaben bestmöglich umsetzen zu können. Die Baustoftware BIM macht die integrale Planung von Architektur, Tragwerk und TGA auf Basis eines virtuellen Gebäudedatenmodells möglich. Und ist dabei trotz des eventuell höheren Aufwands wirtschaftlich. Der Vorteil ist, dass alle Projektbeteiligten bereits in der Konzeptphase sämtliche Ziele und Aufgaben miteinander abstimmen können.
Ziegelbauweise erfüllt QNG-Kriterien
Dipl.-Ing. Holger König, Inhaber der Ascona GbR, richtete den Fokus seines Vortrages auf die Lebenszyklusanalyse von Wohngebäuden und zeigte Wege auf, wie die Konstruktion massiver Außenwände in die ökologische Bewertung einbezogen werden. Er veranschaulichte zudem anhand von beispielhaften Ein- und Mehrfamilienhäusern die Erfüllung der QNG-Anforderungen, die ihr0erseits Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln, sprich, zinsgünstiger KfW-Darlehen sind. Die technischen Bau- und Projektberater der Ziegelindustrie, Thomas Maucher, Dipl.-Ing. Claus Dillinger und Dipl.-Ing. Roscoe Baptist spannten im Anschluss den Bogen auf konkrete Detail- und Ausführungslösungen in monolithischer Ziegelbauweise.
Dipl.-Ing. (FH) Josef Mayr, Sachverständiger für Brandschutz und Hauptautor des Brandschutzatlasses, erläuterte in seinem Vortrag die pragmatische Umsetzung des Brandschutzes im Neu- und Umbau. Prof. Jürgen Ulrich, Vorsitzender Richter am Landgericht Dortmund i. R. und Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes im Justizministerium NRW vermittelte zum Abschluss der jeweiligen Veranstaltungen juristisches Basiswissen für Bauunternehmer und wie diese zu ihrem Recht kommen und ihre Ansprüche richtig gesichert werden können.
Anerkannte Fortbildung für Baufachleute
Mit rund 650 Teilnehmern war die Weiterbildungsveranstaltung für Bauingenieure, Architekten und Bauunternehmer auch 2024 ein großer Erfolg. Die MauerwerksAkademie, eine gemeinsame Plattform von Hörl+Hartmann, mit den Ziegelwerken in Dachau, Gersthofen, Klosterbeuren, Deisendorf, Bönnigheim und Hainburg sowie dem Ziegelwerk Bellenberg, zeigte sich am Ende der Abschlussveranstaltung in Memmingen zufrieden. Die Mauerwerkstage wurden als Fortbildungsmaßnahme von den Ingenieur- und Architektenkammern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sowie der DENA anerkannt.















