zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Aktion BauZukunft

Dr. Laura Dorfer / Robert Hild,

“Bauprozesse vereinfachen, aber auf keinen Fall Abstriche bei Normen machen”

Der Gesetzesentwurf zum Gebäudetyp E steht auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Mit dem Gesetz zielt die Bundesregierung darauf ab, das Planen und Bauen einfacher, kostengünstiger und schneller zu gestalten.

Dr. Laura Dorfer © VDMA

Das VDMA Forum Gebäudetechnik befürwortet grundsätzlich, Bauprozesse zu beschleunigen und Baukosten zu senken, kritisiert jedoch die mit dem Gebäudetyp-E-Gesetz verbundene Möglichkeit, künftig rechtssicher von anerkannten Normen abzuweichen.

Normen und Standards sind wichtige Werkzeuge bei der Planung von Gebäuden, da sie neben Transparenz und Vergleichbarkeit vor allem Sicherheit und Qualität schaffen sowie die Basis für die allgemein anerkannten Regeln der Technik bilden. Robert Hild, Geschäftsführer VDMA Allgemeine Lufttechnik: „Es dürfen auf keinen Fall Abstriche bei den Themen Sicherheit und Gesundheit gemacht werden.

Besonders beim Brandschutz müssen die bestehenden Normen zwingend eingehalten werden. Anlagentechnischer Brandschutz mit Rauchschutzdruckanlagen und maschinellen Entrauchungsanlagen etwa, gewährleistet nicht nur die sichere Evakuierung der Menschen aus dem Gebäude, sondern unterstützt zudem die Feuerwehr bei ihren Löscheinsätzen.“ Ebenso könne eine unzureichende Regulierung in diesem Bereich mangelnde Möglichkeiten zur Luftreinigung in Gebäuden nach sich ziehen und damit ein Gesundheitsrisiko für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten.

Anzeige

Auch der VDMA Fachverband Armaturen und der Industrieverbund VDMA Sanitärtechnik und -design schließen sich der Kritik an. "Den Erkenntnissen des Umweltbundesamts zufolge ist die Trinkwasserqualität in Deutschland sehr gut”, berichtet Geschäftsführerin Dr. Laura Dorfer. “Ein wichtiger Grund dafür liegt in modernen Sanitärtechnologien und innovativer Installationstechnik, die ihre trinkwasserhygienische Eignung normgerecht nachweisen. Diese bewährten Normen aufzuweichen ist unbedingt zu vermeiden, weil das sehr negative Folgen für die Trinkwasserqualität nach sich ziehen kann.”

Der Gesetzesentwurf zum Gebäudetyp E wurde am 29. Juli 2024 vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) veröffentlicht und sieht Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) vor, um fachkundigen Unternehmen bei anerkannten Regeln der Technik Ausnahmen zu ermöglichen sowie die Sachmangelhaftung auszuschließen. Die aktuelle Fassung des Gesetzesentwurfs schafft aufgrund ihrer vagen Formulierung, besonders der fehlenden Unterscheidung zwischen Komfortstandards und wichtigen technologischen Anforderungen, jedoch hohe Verunsicherung bei allen Teilnehmenden am Markt. Bestehende Normen, die Sicherheit und Gesundheit wahren, sind nach Ansicht des VDMA Forum Gebäudetechnik essenziell und müssen daher aufrechterhalten werden.

Baugewerbe vs. Krise

Robert Hild © VDMA

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die aktuelle Baukrise in Deutschland: Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungen

Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.

Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Hinweis der Redaktion:
Wir möchten darauf hinweisen, dass die in Meinungsbeiträgen, Analysen und Kommentaren geäußerten Ansichten und Meinungen die individuellen Standpunkte der Autoren widerspiegeln. Diese spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Verlages wider. Wir fördern eine offene und vielfältige Diskussion und respektieren die Meinungsvielfalt unserer Leserinnen und Leser. Die Verantwortung für die Inhalte von Meinungsbeiträgen liegt bei den jeweiligen Autoren, und sie repräsentieren nicht zwangsläufig die offizielle Position des Magazins oder seines Herausgebers. Wir schätzen die Meinungsfreiheit und ermutigen zu einem respektvollen Austausch unterschiedlicher Standpunkte.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren