zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukrise 2025

Holger Paul I Kai Ingmar Link,

Verwundbares Europa: „Für Rohstoffe eigene technologische Fähigkeiten nutzen“

Der zunehmende geopolitische Druck, insbesondere die chinesischen Sanktionen auf wichtige Rohstoffe, macht die Verwundbarkeit Europas in puncto Versorgungssicherheit deutlich.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann © VDMA

Verzögerungen bis hin zur Gefährdung der Produktion in industriellen Wertschöpfungsketten sind die Folge. „Der VDMA fordert daher eine konsequente europäische Rohstoffstrategie. Es müssen auf EU-Ebene weitere Rohstoffpartnerschaften geschlossen werden.

Zudem müssen wir die vorhandenen technologischen Fähigkeiten in Europa nutzen, um Rohstoffabbau, Weiterverarbeitung und Recycling im Sinne einer Kreislaufwirtschaft voranzubringen“, fordert VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Er verweist auf die technische Kompetenz des Maschinen- und Anlagenbaus: Mining- und Recyclingtechnologie aus europäischer Produktion leisten einen entscheidenden Beitrag, um die Rohstoffbasis Europas zu verbreitern und wertvolle Mineralien im Produktionskreislauf zu halten.

„Der Zugang zu Rohstoffen entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa“, betont Dr. Marcus Wirtz, Vorstandsvorsitzender des VDMA Fachverbands Mining & Minerals. „Unsere Unternehmen liefern die Technologie, um heimische und europäische Vorkommen nachhaltig zu erschließen – und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft industriell auf- und auszubauen, sodass sie wirtschaftlich und effizient eingesetzt werden kann.“

Anzeige

Technologie sichert Versorgung und Ressourcen

Mit Maschinen und Anlagen zur Gewinnung, Aufbereitung und Rückgewinnung mineralischer Rohstoffe trägt die Branche entscheidend zur Versorgungssicherheit bei. Der VDMA Fachverband Mining begleitet Delegationen in rohstoffreiche Länder, auch in Europa, wie zum Beispiel im November letzten Jahres nach Serbien, wo Gespräche mit verschiedenen Abteilungen von Rio Tinto und eine Besichtigung der weltweit größten bekannten Lithiumlagerstätte im Jadar-Tal auf dem Programm standen. Gleichzeitig arbeiten die Mitgliedsunternehmen an Lösungen, um Sekundärrohstoffe effizient rückzugewinnen und in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

Kreislaufwirtschaft als Schlüsselstrategie

„Rohstoffe im Kreislauf zu halten, ist nicht nur ökologisch sinnvoll – es wird zur industriepolitischen Notwendigkeit“, betont Christoph Danner, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Mining & Minerals. Dr. Sarah Brückner, Geschäftsführerin VDMA Abfall- und Recyclingtechnik, ergänzt: „Mit der Technik unserer Mitgliedsunternehmen schaffen wir Voraussetzungen für ressourcenschonende Prozesse entlang des gesamten Lebenszyklus.“

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Hinweis der Redaktion:
Wir möchten darauf hinweisen, dass die in Meinungsbeiträgen, Analysen und Kommentaren geäußerten Ansichten und Meinungen die individuellen Standpunkte der Autoren widerspiegeln. Diese spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Verlages wider. Wir fördern eine offene und vielfältige Diskussion und respektieren die Meinungsvielfalt unserer Leserinnen und Leser. Die Verantwortung für die Inhalte von Meinungsbeiträgen liegt bei den jeweiligen Autoren, und sie repräsentieren nicht zwangsläufig die offizielle Position des Magazins oder seines Herausgebers. Wir schätzen die Meinungsfreiheit und ermutigen zu einem respektvollen Austausch unterschiedlicher Standpunkte.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Hybridbau

Leipfinger-Bader: Seriell saniert mit System

Vorgefertigte Holzwände bringen mehr Tempo und Struktur in die Bestandssanierung. Bei einem ehemaligen Hotel in Bayern wurden sie bereits werkseitig mit Rollladenkästen und Lüftungstechnik ausgestattet – und auf der Baustelle als Einheit montiert.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren