zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Brückenschlag mit Präzision

Kai Ingmar Link,

Porr vermeldet Fortschritt beim Großprojekt in Horb

Die Kulisse ist spektakulär: 65 Meter über dem Neckar, eingebettet in die Höhenzüge rund um Horb, nimmt eines der derzeit bedeutendsten Brückenbauwerke Deutschlands Form an.

Mit einer Länge von 667 Metern wird die Hochbrücke Horb realisiert. © Porr

Mit der Fertigstellung des Überbaus des ersten Pylonen hat das Ingenieurbauteam der Porr einen weiteren Meilenstein beim Bau der Hochbrücke Horb gesetzt. Der 46 Meter lange, gevoutete Durchlaufträger überspannt nicht nur das Flusstal – er steht sinnbildlich für den technischen und logistischen Anspruch, den moderne Infrastrukturprojekte heute erfordern.

Die Herstellung dieses zentralen Bauelements erfolgte innerhalb von nur zweieinhalb Monaten. Ein ambitionierter Zeitrahmen, der Präzision und perfekt abgestimmte Abläufe verlangte. Die Arbeiten in dieser Höhe stellen besondere Herausforderungen an Statik, Materiallogistik und Sicherheit. Doch das Ergebnis spricht für sich: Der Überbau wurde planmäßig eingeschalt, bewehrt und betoniert – ein Kraftakt, bei dem mehr als 600 Kubikmeter Beton verarbeitet wurden.

Brückenbau in luftiger Höhe – mit System und Know-how

600 Kubikmeter Beton wurden verarbeitet. © Porr

Die Schalung und das Traggerüst, auf denen dieser Überbau entstand, waren eigens für die hohen Betondrücke konstruiert worden. Die Ingenieure von Porr hatten das System so ausgelegt, dass auch große Betonmengen sicher eingebracht werden konnten. Damit legten sie den Grundstein für die nächste Bauetappe: den weiteren Aufbau des ersten V-förmig aufgeweiteten Pylonen.

Anzeige

An dessen höchstem Punkt werden künftig fünf Stahlseile je Seite montiert – sie dienen zur horizontalen Lastabtragung der beidseitig anschließenden Brückensegmente, die jeweils über 150 Meter lang sind. Was hier geschieht, ist nicht weniger als der Aufbau eines neuen Rückgrats für den Straßenbau in der Region.

Optimierung im Takt der Technik

Konstruktion aus Schalung und Traggerüst © Porr

Zeitgleich schreiten die Arbeiten am nördlichen Brückenabschnitt zügig voran. Insbesondere das Widerlager „Am Rauschbart“ steht im Fokus des Baugeschehens. Dort ist der Porr Spezialtiefbau im Einsatz – als erfahrener Partner für Gründung und Traggerüstunterbau. Die Gründungen erfolgten überwiegend mittels Großbohrpfählen, die mit einem Durchmesser von 1,50 Metern und einer Tiefe von bis zu 40 Metern tief im Baugrund verankert wurden. Bereits Ende Februar 2025 war diese Etappe abgeschlossen.

Doch auch abseits der sichtbaren Fortschritte liegt der Fokus auf Effizienz: „Derzeit arbeiten wir mit einer Reihe an Maßnahmen daran, den Bauablauf weiter zu optimieren“, erklärt Projektleiter Markus Jahn. Die Planung sei dabei ebenso entscheidend wie die Technik, ergänzt er: „So werden wir zum Beispiel im Herbst 2025 die rund 60 Meter langen und bis zu 14 Zentimeter dicken Grobbleche, mit denen die Stege zwischen den Vouten verstärkt werden, mit einem 700-Tonnen-Raupenkran auf die Traggerüste auflegen.“

Infrastrukturprojekt mit Weitblick

Die Herstellung der nördlichen Abschnitte, insbesondere des Widerlagers „Am Rauschbart“, läuft auf Hochtouren. © Porr

Was in Horb entsteht, ist mehr als eine Brücke – es ist ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt. Es verbindet nicht nur Verkehrswege, sondern auch Ingenieurskunst mit nachhaltiger Planung und ökonomischer Bauweise. Der Brückenbau in Horb zeigt, wie komplexe Projekte im Spannungsfeld von Natur, Technik und Verkehr gelingen können – mit Fachwissen, Ausdauer und Innovationskraft.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Baulogistik, einer präzise abgestimmten Tiefbauleistung und dem Einsatz hochmoderner Baumaschinen leistet Porr einen wesentlichen Beitrag zur Infrastruktur in Baden-Württemberg – und setzt Maßstäbe für den Brücken- und Straßenbau in Deutschland.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren