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Artikel und Hintergründe zum Thema

Holzbau

Grundschule Odelzhausen

Gelungene Premiere

Die neue Grundschule auf dem Schulcampus Odelzhausen gilt bundesweit als erstes Schulgebäude der Gebäudeklasse 5 in Holzbauweise. Zu verdanken hat der Neubau diese Vorreiterrolle nicht nur dem ökologischen Bewusstsein des Landkreises, sondern auch einem unverrückbaren Fertigstellungstermin, festgezurrten Finanzen – und nicht zuletzt einem negativ ausgefallenen Gutachten. Denn der ursprüngliche Auftrag von Schankula Architekten sah einen Holzbau der Gebäudeklasse 3 vor. Dieser sollte innerhalb des Schulcampus Odelzhausen eine neu eingeführte kleine Realschule und gemeinschaftlich genutzte Fachräume aufnehmen. Die benachbarte große Grund- und Mittelschule hingegen wollte die Gemeinde sanieren lassen.

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Innerstädtische Nachverdichtung

Hölzerne Krönung

Freitag am späten Nachmittag: Sie haben Gäste eingeladen, hatten unter der Woche wegen vieler Termine aber keine Muße für den Einkauf. Also müssen Sie schnell los. Da wünscht man sich dann, dort zu wohnen, wo auch die Läden sind. In der Regel sind das aber keine besonders attraktiven Wohnlagen. Im Kopenhagener Stadtteil Vanløse gibt es hierfür eine Lösung: Seit 2017 kann man auf dem Dach eines Einkaufszentrums wohnen – der Name des Kopenhagener Wohnbebauungsprojekts: „Tagkronen“.

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Aufstockung

Aufwerten im ganz großen Stil

Deutschlands Großstädte sind aufgrund ihrer immer weiter steigenden wirtschaftlichen Attraktivität und der allgemeinen Lebensqualität beliebte Wohnorte. Der ältere Teil der Bevölkerung profitiert von der vorhandenen Infrastruktur und der Dichte an gesundheitlicher Versorgung, aber auch für junge Familien sind die vielfältigen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, die Großstädte wie Frankfurt bieten, äußerst attraktiv. Mit dem erheblichen Zuzug vom Land in die Ballungszentren hält der Wohnungsbau seit Jahren nicht Schritt, die Folge: permanent steigende Mieten. Die Städte und Kommunen stehen vor der dringenden Herausforderung, trotz des Mangels an Bauland bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, vorzugsweise ohne Ausweisung immer neuer Baugebiete, um die Städte nicht weiter zu zersiedeln.

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Hotelsanierung

Fassade als Hingucker

Ende 2016 begannen die Vorarbeiten zur Sanierung und Erweiterung des Hotels Pfösl. Bei dem umfangreichen Bauvorhaben wurde das bestehende Gebäudeensemble komplett umgestaltet. Die zusätzliche Modernisierung des gesamten Spa-Bereichs krönt jetzt ein neues Schwimmbad mit 25 Meter Sole-Infinity-Pool. Ebenfalls neu sind drei ungewöhnliche Chalets am Waldrand – aus heimischen Hölzern gebaut. Besonderer Blickfang ist aber ohne Zweifel die neue Holzfassade – die das gesamte Gebäude zu einem modernen Hingucker macht.

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Aufstockung Einfamilienhaus

Ein Haus - viele Lebensphasen

Ein kleines, fast unscheinbares Einfamilienhaus in einer Wohngegend in Nantes. Ein Geschoss plus Dachboden, ein kleiner, leicht von der Straße zurückgesetzter Bau. Die Nachbarbebauung schmiegt sich eng an das Objekt an, Giebel an Giebel stehen die einzelnen Bauten nebeneinandergedrängt. Die unterschiedlichen Traufhöhen und Geschosszahlen lassen ein unruhiges Bild entstehen. Das Haus wurde bereits zwei Mal als zu klein befunden und erweitert. Daraus erstand ein verschachtelter, kleindimensionierter Bau mit einer Aufenthaltsqualität, die nicht heutigen Standards entsprach. Neben dem Bau mit Satteldach befand sich ein kompakter, doppelstöckiger, quaderförmiger Garagenanbau mit einem Wohnraum im oberen Stock. Beide Elemente zusammen ergaben eine optisch etwas ungünstige Konstellation. Die Bauherren wünschten nun mehr Platz und mehr Licht für ihr Zuhause. Sie beauftragten das Architekturbüro Mabire Reich.

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Ingenieurholzbau

Ein Seeigel aus Holz

Nun ja, er hat keine Stacheln. Und er ist auch nicht schwarz, sondern eher milchkaffeefarben. Doch die Ähnlichkeit lässt sich trotzdem nicht leugnen: Der neue Holzpavillon, den das Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) und das Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn entwickelt haben, sieht aus wie ein abstrahierter riesiger Seeigel aus Holz. Drei dynamische Bögen bilden Öffnungen zu den Hauptwegeachsen aus und führen die Besucher in den Pavillon hinein.

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Hallenbad Stutensee

Das Seepferdchen für Holz

Das Hallenbad liegt zwischen dem Schul- und Sportzentrum und dem neuen Festplatz am Ortsrand von Stutensee. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurde der Neubau zwei Meter über Geländeniveau realisiert. Architektonisch gliedert sich das Bad in zwei Raumvolumen, die sich sichtbar von außen abzeichnen. Die Badehalle umfasst ein Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken mit Rutschbahn sowie einen Kleinkindbereich. Der nach Süden angrenzende Eingangs- und Umkleidebereich mit Dusch- und Nebenräumen setzt sich durch eine reduzierte Raumhöhe von der Badehalle ab. Die zwei Baukörper greifen in Form und Materialität ineinander und verzahnen sich von außen durch ein umlaufendes Band der Stahlblechfassade.

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Schulanlage

Ganz aus Holz

Ein eleganter Kubus erweitert die Dorfschulanlage Nottwils im Schweizer Kanton Luzern. Was von außen bereits ablesbar ist, setzt sich auch im Innenraum fort: Das gesamte Gebäude besteht aus Holz. Selbst das Tragwerk wurde mit heimischem Brettschichtholz errichtet. Die Schweizer Architekten Graber & Steiger legten Wert auf ein schlichtes räumliches Konzept, das sich an den pädagogischen Vorgaben der Auftraggeber orientiert und gleichzeitig zukünftigen Erweiterungen größtmöglichen Spielraum lässt. Die einfache Raumstruktur der Schule erlaubt eine äußerst flexible Nutzung der Flächen. Zudem kann das dreigeschossige, 50 Meter lange, 15 Meter breite und 14 Meter hohe Gebäude auf einfache Weise mit einem Anbau erweitert werden.

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KITA Holzwürmchen

Vollholz ohne Schadstoffe

Im Norden der Bundesrepublik sind es vor allem öffentliche und gewerbliche Auftraggeber, die den Aufschwung im Holzbau vorantreiben. Motiviert werden sie dabei von den energetischen Vorteilen des Holzbaus und vom guten Raumklima in Holzgebäuden. Prinzipiell bietet Holz als nachhaltiger und natürlicher Baustoff hervorragende Voraussetzungen für eine ökologische Bauweise mit minimaler Schadstoffbelastung. Dennoch gab es in den letzten Jahren mehrfach Negativschlagzeilen. Vorläufiger Höhepunkt war die Schließung einer Kinderkrippe wegen zu hoher Schadstoffbelastung. Als problematisch erwies sich dabei nicht das Holz selbst, sondern Holzwerkstoffe und Kleber, Parkettöle oder Farben.

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Quartier

Massivholz im Olga-Areal

Inmitten einer gründerzeitlich geprägten Stadterweiterung im Westen von Stuttgart entsteht ein neues Quartier. Die Baugemeinschaft mit Namen ‚MaxAcht‘ hat sich dazu entschlossen, den sozialen Faktor mit dem ökologischen zu verbinden und in Massivholzbauweise zu bauen. Dabei entstanden insgesamt elf Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 61 m² und 115 m² sowie ein gemeinschaftlich genutzter Bereich im Erdgeschoss. Die Umsetzung erfolgte mit einem vertikalen Holzbausystem. Es besteht aus mehrlagigen, stehenden und gehobelten Bohlen, die mittels traditioneller Schwalbenschwanz Vergratungen ohnejedweden Kleber zusammengefügt werden. Danach werden in den Elementkern gegeneinanderlaufende, konisch vorgefräste Gratleisten horizontal eingeschoben, was einen kraft- und formschlüssigen Gesamtverbund hervorbringt. Zudem wird die ausgleichende Feuchtigkeitsbewegung des Holzes als zusätzlich stabilisierender Faktor genutzt. Denn während die Bohlen aus Fichten- oder Weißtannenholz einen Feuchtigkeitsgrad von circa 12 Prozent besitzen, weisen die Gratleisten aus Fichten- oder Eschenholz einen Restfeuchtegehalt von etwa 6 Prozent auf. Durch die ausgleichende Bewegung im Holzverbund ziehen sich die trockeneren Gratleisten in Richtung der feuchteren Bohlen fest. Die Konstruktion erfolgt mit technisch auf etwa 12 Prozent Rest- bzw. Ausgleichsfeuchte getrockneten Hölzern.

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