Bagger
10 Jahre "Kobelco Europe"
2023 markiert ein wichtiges Datum für Kobelco Construction Machinery Europe: Der japanische Baggerspezialist feiert das zehnjährige Jubiläum seiner Rückkehr nach Europa.
Gleichzeitig will der Baggerhersteller mit einer neuen Zentrale in die Zukunft gehen: Kobelco hat für 2025 die Verlegung seines Hauptsitzes an einen wesentlich erweiterten Standort im niederländischen Lelystad angekündigt.
Das alljährliche Kobelco-Händlermeeting mit Vertriebspartnern aus allen Teilen Europas, der GUS und des Maghrebs bot Mitte Oktober genau den richtigen Rahmen für einen großangelegten Jubiläumsfestakt und den feierlichen Spatenstich für den neuen Hauptsitz in Lelystad, unweit der heutigen Europa-Zentrale in Almere bei Amsterdam. Dort residiert Kobelco seit Gründung der europäischen Tochtergesellschaft im Jahr 2013, mit der man nach Jahren internationaler Kooperationen – unter anderem mit der CNH-Gruppe – als eigenständige Marke nach Europa zurückkehrte. Längst jedoch sprengten die Aktivitäten in den Bereichen Kettenbagger sowie Gittermast-Raupenkräne die Möglichkeiten am rund fünf Hektar großen Hauptsitz. Ein Grund, warum sowohl Teilelogistik als auch Auslieferungswerkstätten für die in Japan produzierten Maschinen teilweise an weitere Standorte in den Niederlanden ausgelagert werden mussten.
Neue Zentrale auf 30 Hektar
Abhilfe soll nun ab 2025 eine neue Zentrale auf einem rund 30 Hektar großen Areal im nur knapp 20 Kilometer entfernten Lelystad schaffen. Verkehrsgünstig unmittelbar an der Autobahn A6 gelegen, entsteht auf unternehmenseigenen Grund ein 17.500 m² großer Gebäudekomplex, der neben einem umfassenden Teilelager, großen Werkstattkapazitäten und vollausgestatteten Schulungseinrichtungen auch einen mehrstöckigen Bürobau für Verwaltung, Vertrieb und Produktentwicklung beherbergen wird. Ein großer Ausstellungsbereich sowie ein Vorführgelände für Maschinentests komplettieren den neuen Hauptsitz, der nach seiner Fertigstellung auch als Kundenzentrum für alle europäischen Händler und Partner offenstehen wird.
Geplant und gebaut wird die neue Kobelco-Zentrale von den Utrechter Architekten MK23 und dem Bauunternehmen Groothuis Bouwgroep. Auch bei diesem Bauvorhaben setzt Kobelco auf Nachhaltigkeit: Neben umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Baumaterialien und -verfahren soll sich der energieneutral konzipierte Werkskomplex sowohl baulich als auch ökologisch gut in die unmittelbare Umgebung eingliedern.
Im Beisein von Dennis A. Grimbergen, dem stellvertretenden Bürgermeister von Lelystad, sowie Akira Yamamoto, Präsident und CEO des japanischen Mutterhauses Kobelco Construction Machinery, setzte KCME-Geschäftsführer Makoto Kato den ersten Spatenstich standesgemäß mit einem Kobelco-Kurzheckbagger SK270SRLC-7, eine der jüngsten Ergänzungen im großen Maschinenprogramm des japanischen Herstellers. Dabei und anlässlich der Zehn-Jahres-Feier unterstrich Makoto Kato die Bedeutung des neuen Firmensitzes als Meilenstein für Kobelco Europe: "Unser neuer Standort wird für alle Besucher ein beeindruckendes Erlebnis darstellen. Wir sind stolz darauf, diesen wichtigen Schritt für das künftige Wachstum von KCME zu tun, und können es kaum erwarten, unsere Tore zu öffnen."
Zehn Jahre Wachstum
Neben dem schnellen und kontrollierten Ausbau seines europäischen Händlernetzes, das heute mehr als 40 Partner und deren Niederlassungen in Europa, der GUS und dem Maghreb umfasst, erweiterte Kobelco auch ständig sein Programm an größtenteils speziell für den europäischen Markt konzipierten Modellen. Die umfangreiche Produktpalette bietet heute Maschinen vom kleinsten 1-Tonnen-Minibagger SK08 bis zum größten 90-Tonnen-Bagger SK850LC.
Qualität im Fokus
Egal ob konventionelle Maschinen, die bereits Mitte der neunziger Jahre von Kobelco lancierten Kurzheckbagger oder die gerade in den letzten Jahren stark nachgefragten Abbruch-Modelle – immer setzt der Kettenbaggerspezialist auf hohe japanische Fertigungsqualität sowie eine besonders leistungsstarke Auslegung der Arbeitsausrüstung bei gleichzeitig großer Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Service. Das unterstreicht auch Hanns Markus Renz, verantwortlich für den Kobelco-Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz: "Das ist ganz klar unser Markenkern, mit dem wir uns erfolgreich in anspruchsvollen Märkten und Techniksegmenten durchsetzen. Dazu braucht es allerdings starke regionale Vertriebs- und Servicepartner, wie wir sie über die vergangenen zehn Jahre – viele sogar wesentlich länger – in unseren Händlern haben," betonte Business Direktor Renz am Rande des Jahresmeetings, das auch für ihn das zehnjährige Jubiläum bei Kobelco markierte. "Wir waren in der Vergangenheit sehr schlank aufgestellt – unsere neue Zentrale wird unseren Händler einen wesentlich besseren Support bieten und damit deren eigene Anstrengungen in Vertrieb und Service angemessen unterstützen," so Renz gerade auch mit Blick auf laufende und bevorstehende Standorterweiterungen beispielweise in Österreich und Deutschland.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 12_23.














