Kunstpalast Düsseldorf:
Präzision im Trockenbau trifft auf architektonische Meisterleistung
Der Kunstpalast am Düsseldorfer Rheinufer gehört zu den bedeutendsten Museumsbauten Deutschlands.
Errichtet 1926 und seither mehrfach umgebaut, stand das denkmalgeschützte Ensemble nun vor einer der komplexesten Sanierungen seiner Geschichte.
Über drei Jahre wurde das Gebäude technisch, gestalterisch und funktional auf ein neues Niveau gehoben – mit dem Ziel, einen offenen, modernen Ort der Kunst für alle Generationen zu schaffen.
Für den kompletten Innenausbau war die Ruben Peter Ausbau GmbH verantwortlich. Das Team übernahm die komplexe Ausführung sämtlicher Trockenbauarbeiten und setzte dabei auf hochwertige Baustoffe von Rigips.
Die Arbeiten umfassten tragfähige Vorsatzschalen, akustisch optimierte Deckenbekleidungen, massive Installationswände und den hochpräzisen Einbau übergroßer Innentüren – eine logistische und handwerkliche Meisterleistung.
Die außergewöhnliche Qualität dieser Umsetzung überzeugte die Jury der Rigips Trophy 2024 | 2025. Die Ausbauprofis aus Floh-Seligenthal gewannen Gold in der Kategorie „Kultur, Bildung, Freizeit“ und errangen bei der internationalen Saint-Gobain Gypsum Trophy 2025 in Paris den zweiten Platz – die Vize-Weltmeisterschaft im Trockenbau.
Technische Präzision im Mauerwerksbau und Trockenbau vereint
Die Sanierung des Kunstpalastes war geprägt von höchsten statischen Anforderungen. Wand- und Deckenbekleidungen mussten millimetergenau gefertigt, aufwändige Einzelfalllösungen entwickelt und zahlreiche statische Berechnungen durchgeführt werden. Besonders herausfordernd war das Zusammenspiel von Türen und Wandkonstruktionen, bei denen Lasten, Brandschutz, Schallschutz und Ästhetik in Einklang gebracht werden mussten.
Ein zentrales Element war die Errichtung der bis zu sechs Meter hohen Vorsatzschalen in den Ausstellungsräumen. Diese sollten – unabhängig vom jeweiligen Exponat – eine Tragfähigkeit von 1 kN/m gewährleisten. Die Lösung: Rigips Habito, eine massive Trockenbauplatte mit außergewöhnlicher Zug- und Biegefestigkeit. Sie erlaubt die Befestigung schwerer Lasten ohne Dübel – mit handelsüblichen Schrauben und Schraubendreher.
Mit zweilagiger Beplankung erreichten die Ausbauprofis eine Tragfähigkeit von bis zu 60 kg pro Schraube und damit eine deutliche Übererfüllung der Anforderungen. Das System überzeugte nicht nur durch seine Belastbarkeit, sondern auch durch seine hohe Oberflächenhärte von 38 N/mm² – ideal für stark frequentierte Bereiche wie Museen oder Bildungseinrichtungen.
Höchste Ansprüche an Design und Raumklima
Ein besonderes Augenmerk galt dem historischen Sheddach, dessen Bekleidung aus einer Glasgranulat-Akustikdecke individuell gefertigt werden musste. Jede einzelne Platte war ein Unikat, abgestimmt auf Belüftung, Lichteinfall und die architektonische Symmetrie des Raumes.
Da sichtbare Lüftungssysteme ausgeschlossen waren, entwickelten die Ausbauprofis ein verstecktes Belüftungssystem hinter den Vorsatzschalen. Die Frischluftzufuhr erfolgt über schmale, zehn Millimeter breite Schattenfugen zwischen Wand und Decke – eine elegante und funktionale Lösung, die das Raumklima im Kunstpalast spürbar verbessert.
Für perfekte Oberflächenqualität kam Rigips ProMix Airless zum Einsatz – eine feine Spritzspachtelmasse, die maschinell aufgetragen wurde und mühelos die Qualitätsstufe Q4 erreichte. So entstanden gleichmäßige, hochweiße Wandflächen, die den Kunstwerken eine ruhige und makellose Präsentationsfläche bieten.
Brandschutz und Nachhaltigkeit als integrale Bestandteile
Auch beim Brandschutz setzte das Projekt Maßstäbe. Für die Bekleidung von Stahlkonstruktionen, Elektroleitungen und Lüftungskanälen verwendeten die Handwerker die Feuerschutzplatte Rigips Glasroc F (Ridurit).
Diese vliesarmierte Gipsplatte bleibt selbst unter hoher thermischer Belastung formstabil und ermöglicht dauerhaft sichere Brandschutzkonstruktionen – ein entscheidender Faktor in öffentlichen Gebäuden mit hohen Besucherzahlen.
Neben technischen Aspekten spielte die ökologische Qualität der Baustoffe eine zentrale Rolle. Der Einsatz von mineralischen Rigips-Systemen trug maßgeblich zu einer umweltfreundlichen Bauweise bei, da sie vollständig recyclingfähig sind und im Betrieb ein gesundes Raumklima unterstützen.
Ein neues Kapitel für den Kunstpalast Düsseldorf
Mit der Wiedereröffnung präsentiert sich der Kunstpalast Düsseldorf als modernes Kulturzentrum mit rund 10.000 Quadratmetern Grundfläche. Der neu gestaltete Sammlungsrundgang führt auf 5.000 m² durch 49 Ausstellungsräume, in denen etwa 800 Werke aus elf Jahrhunderten gezeigt werden.
Großzügige Fensterflächen sorgen für natürliches Licht, während die präzise ausgeführten Trockenbauelemente eine klare, ruhige Architektur unterstützen.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie innovative Baustoffe von Rigips den Mauerwerksbau und Innenausbau im Bestand modernisieren können – ohne den Charakter historischer Gebäude zu beeinträchtigen. Die Verbindung aus handwerklicher Präzision, materialtechnischer Innovation und gestalterischer Sensibilität macht den Kunstpalast zu einem Vorbild für nachhaltige Sanierungskultur.
Moderne Baustoffe gestalten Baugeschichte neu
Die Sanierung des Kunstpalastes Düsseldorf steht sinnbildlich für eine neue Generation von Bauprojekten, in denen Technik, Architektur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Rigips-Systeme haben dabei gezeigt, welches Potenzial moderne Baustoffe im anspruchsvollen Mauerwerksbau entfalten können – von Tragfähigkeit und Brandschutz bis hin zu akustischer und ästhetischer Qualität.
Mit Projekten wie diesem festigt Rigips seine Position als führender Partner des Bauwesens und zeigt, dass Baukunst und technische Präzision kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig verstärken.


























