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Artikel und Hintergründe zum Thema

Kunstpalast Düsseldorf:

Kai Ingmar Link,

Präzision im Trockenbau trifft auf architektonische Meisterleistung

Der Kunstpalast am Düsseldorfer Rheinufer gehört zu den bedeutendsten Museumsbauten Deutschlands.

Besonders anspruchsvoll war die Verkleidung des Sheddaches in Verbindung mit der auszuführenden Decke aus einem Glasgranulat-Akustiksystem. Da die Deckensymmetrie durch hochwertige Einbaukomponenten, wie zum Beispiel Lüftungsfugen, stark beeinflusst und strukturiert wird, musste jede Deckenplatte individuell als Einzelstück ausgeführt werden. © Saint Gobain Rigips

Errichtet 1926 und seither mehrfach umgebaut, stand das denkmalgeschützte Ensemble nun vor einer der komplexesten Sanierungen seiner Geschichte.

Über drei Jahre wurde das Gebäude technisch, gestalterisch und funktional auf ein neues Niveau gehoben – mit dem Ziel, einen offenen, modernen Ort der Kunst für alle Generationen zu schaffen.

Um die geforderte Tragfähigkeit der Ausstellungs- und Installationswände sicher zu erreichen, kam die massive Trockenbauplatte Rigips Habito einschließlich einer speziell darauf abgestimmten Unterkonstruktion zum Einsatz. © Sieber Architekten

Für den kompletten Innenausbau war die Ruben Peter Ausbau GmbH verantwortlich. Das Team übernahm die komplexe Ausführung sämtlicher Trockenbauarbeiten und setzte dabei auf hochwertige Baustoffe von Rigips.

Die Arbeiten umfassten tragfähige Vorsatzschalen, akustisch optimierte Deckenbekleidungen, massive Installationswände und den hochpräzisen Einbau übergroßer Innentüren – eine logistische und handwerkliche Meisterleistung.

Um die geforderte Tragfähigkeit der Ausstellungs- und Installationswände sicher zu erreichen, kam die massive Trockenbauplatte Rigips Habito einschließlich einer speziell darauf abgestimmten Unterkonstruktion zum Einsatz. © Sieber Architekten

Die außergewöhnliche Qualität dieser Umsetzung überzeugte die Jury der Rigips Trophy 2024 | 2025. Die Ausbauprofis aus Floh-Seligenthal gewannen Gold in der Kategorie „Kultur, Bildung, Freizeit“ und errangen bei der internationalen Saint-Gobain Gypsum Trophy 2025 in Paris den zweiten Platz – die Vize-Weltmeisterschaft im Trockenbau.

Technische Präzision im Mauerwerksbau und Trockenbau vereint

Die Sanierung des Kunstpalastes war geprägt von höchsten statischen Anforderungen. Wand- und Deckenbekleidungen mussten millimetergenau gefertigt, aufwändige Einzelfalllösungen entwickelt und zahlreiche statische Berechnungen durchgeführt werden. Besonders herausfordernd war das Zusammenspiel von Türen und Wandkonstruktionen, bei denen Lasten, Brandschutz, Schallschutz und Ästhetik in Einklang gebracht werden mussten.

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Weil ein sichtbares Lüftungssystem etwa über das bestehende Sheddach nicht in Frage kam, bauten die Ausbauprofis hinter den Vorsatzschalen versteckte Belüftungssysteme ein. Die Belüftung und Klimatisierung der Räume erfolgt damit über eine Vielzahl etwa 10 mm schmaler Schattenfugen zwischen Wand und Decke beziehungsweise Wand und Boden. © Sieber Architekten

Ein zentrales Element war die Errichtung der bis zu sechs Meter hohen Vorsatzschalen in den Ausstellungsräumen. Diese sollten – unabhängig vom jeweiligen Exponat – eine Tragfähigkeit von 1 kN/m gewährleisten. Die Lösung: Rigips Habito, eine massive Trockenbauplatte mit außergewöhnlicher Zug- und Biegefestigkeit. Sie erlaubt die Befestigung schwerer Lasten ohne Dübel – mit handelsüblichen Schrauben und Schraubendreher.

Mit zweilagiger Beplankung erreichten die Ausbauprofis eine Tragfähigkeit von bis zu 60 kg pro Schraube und damit eine deutliche Übererfüllung der Anforderungen. Das System überzeugte nicht nur durch seine Belastbarkeit, sondern auch durch seine hohe Oberflächenhärte von 38 N/mm² – ideal für stark frequentierte Bereiche wie Museen oder Bildungseinrichtungen.

Höchste Ansprüche an Design und Raumklima

Weil ein sichtbares Lüftungssystem etwa über das bestehende Sheddach nicht in Frage kam, bauten die Ausbauprofis hinter den Vorsatzschalen versteckte Belüftungssysteme ein. Die Belüftung und Klimatisierung der Räume erfolgt damit über eine Vielzahl etwa 10 mm schmaler Schattenfugen zwischen Wand und Decke beziehungsweise Wand und Boden. © Sieber Architekten

Ein besonderes Augenmerk galt dem historischen Sheddach, dessen Bekleidung aus einer Glasgranulat-Akustikdecke individuell gefertigt werden musste. Jede einzelne Platte war ein Unikat, abgestimmt auf Belüftung, Lichteinfall und die architektonische Symmetrie des Raumes.

Für ihre außerordentliche Leistung wurden die Ausbauprofis rund um Ruben Peter gleich doppelt belohnt: Neben dem 1. Platz bei der deutschen Rigips Trophy 2024 I 2025 in der Kategorie „Kultur Bildung Freizeit“ eroberte die Ruben Peter Ausbau GmbH mit dem Kunstpalast Düsseldorf einen herausragenden zweiten Platz bei der 14. Saint-Gobain Gypsum International Trophy 2025 in der Kategorie „Culture, Education & Leisure“. © Saint Gobain

Da sichtbare Lüftungssysteme ausgeschlossen waren, entwickelten die Ausbauprofis ein verstecktes Belüftungssystem hinter den Vorsatzschalen. Die Frischluftzufuhr erfolgt über schmale, zehn Millimeter breite Schattenfugen zwischen Wand und Decke – eine elegante und funktionale Lösung, die das Raumklima im Kunstpalast spürbar verbessert.

Die Kunstwerke sollten unabhängig von ihrem Gewicht an jeder beliebigen Wand des Kunstpalastes angebracht werden können. Angesichts wechselnder Ausstellungen und Exponate sollte damit jede Wand den unterschiedlichsten Belastungen standhalten können, weshalb eine Tragfähigkeit von 1kN/m gewährleistet sein musste. © Saint Gobain

Für perfekte Oberflächenqualität kam Rigips ProMix Airless zum Einsatz – eine feine Spritzspachtelmasse, die maschinell aufgetragen wurde und mühelos die Qualitätsstufe Q4 erreichte. So entstanden gleichmäßige, hochweiße Wandflächen, die den Kunstwerken eine ruhige und makellose Präsentationsfläche bieten.

Brandschutz und Nachhaltigkeit als integrale Bestandteile

Dank der Öffnung zahlreicher, früher verschlossener Fenster sind die Ausstellungsräume in helles, freundliches Licht getaucht. Seit dem Umbau bietet der Kunstpalast seinen Besucherinnen und Besuchern darüber hinaus eine attraktive Gastronomie mit rund 140 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich. © Saint Gobain

Auch beim Brandschutz setzte das Projekt Maßstäbe. Für die Bekleidung von Stahlkonstruktionen, Elektroleitungen und Lüftungskanälen verwendeten die Handwerker die Feuerschutzplatte Rigips Glasroc F (Ridurit).

Die Kunstwerke sollten unabhängig von ihrem Gewicht an jeder beliebigen Wand des Kunstpalastes angebracht werden können. Angesichts wechselnder Ausstellungen und Exponate sollte damit jede Wand den unterschiedlichsten Belastungen standhalten können, weshalb eine Tragfähigkeit von 1kN/m gewährleistet sein musste. © Saint Gobain

Diese vliesarmierte Gipsplatte bleibt selbst unter hoher thermischer Belastung formstabil und ermöglicht dauerhaft sichere Brandschutzkonstruktionen – ein entscheidender Faktor in öffentlichen Gebäuden mit hohen Besucherzahlen.

Der rundum erneuerte Kunstpalast ist eine Bereicherung für die Kunstmetropole Düsseldorf und weit darüber hinaus. Gedacht ist der Palast als Wohlfühlort für Besucher jeden Alters, unabhängig von künstlerischem Vorwissen. Der dreiflügelige Gebäudekomplex hat eine Grundfläche von rund 10.000 m² und umschließt einen Sammlungsflügel und einen Ausstellungsflügel. Bei laufendem Ausstellungsbetrieb wurde der 5.000 m² umfassende Sammlungsrundgang komplett neugestaltet und auch inhaltlich neu konzipiert. © Saint Gobain

Neben technischen Aspekten spielte die ökologische Qualität der Baustoffe eine zentrale Rolle. Der Einsatz von mineralischen Rigips-Systemen trug maßgeblich zu einer umweltfreundlichen Bauweise bei, da sie vollständig recyclingfähig sind und im Betrieb ein gesundes Raumklima unterstützen.

Ein neues Kapitel für den Kunstpalast Düsseldorf

Zu den besonderen Herausforderungen zählte der Bau von Installationswänden mit sehr hoher Lastenanforderung. © Sieber Architekten

Mit der Wiedereröffnung präsentiert sich der Kunstpalast Düsseldorf als modernes Kulturzentrum mit rund 10.000 Quadratmetern Grundfläche. Der neu gestaltete Sammlungsrundgang führt auf 5.000 m² durch 49 Ausstellungsräume, in denen etwa 800 Werke aus elf Jahrhunderten gezeigt werden.

Moderner Trockenbau und historische Bausubstanz gehen im Kunstpalast Düsseldorf an vielen Stellen eine reizvolle Symbiose ein. © Saint Gobain

Großzügige Fensterflächen sorgen für natürliches Licht, während die präzise ausgeführten Trockenbauelemente eine klare, ruhige Architektur unterstützen.

Zu den besonderen Herausforderungen zählte der Bau von Installationswänden mit sehr hoher Lastenanforderung. © Sieber Architekten

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie innovative Baustoffe von Rigips den Mauerwerksbau und Innenausbau im Bestand modernisieren können – ohne den Charakter historischer Gebäude zu beeinträchtigen. Die Verbindung aus handwerklicher Präzision, materialtechnischer Innovation und gestalterischer Sensibilität macht den Kunstpalast zu einem Vorbild für nachhaltige Sanierungskultur.

Moderne Baustoffe gestalten Baugeschichte neu

Dank der Öffnung zahlreicher, früher verschlossener Fenster sind die Ausstellungsräume in helles, freundliches Licht getaucht. Seit dem Umbau bietet der Kunstpalast seinen Besucherinnen und Besuchern darüber hinaus eine attraktive Gastronomie mit rund 140 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich. © Saint Gobain

Die Sanierung des Kunstpalastes Düsseldorf steht sinnbildlich für eine neue Generation von Bauprojekten, in denen Technik, Architektur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Rigips-Systeme haben dabei gezeigt, welches Potenzial moderne Baustoffe im anspruchsvollen Mauerwerksbau entfalten können – von Tragfähigkeit und Brandschutz bis hin zu akustischer und ästhetischer Qualität.

Der rundum erneuerte Kunstpalast ist eine Bereicherung für die Kunstmetropole Düsseldorf und weit darüber hinaus. Gedacht ist der Palast als Wohlfühlort für Besucher jeden Alters, unabhängig von künstlerischem Vorwissen. Der dreiflügelige Gebäudekomplex hat eine Grundfläche von rund 10.000 m² und umschließt einen Sammlungsflügel und einen Ausstellungsflügel. Bei laufendem Ausstellungsbetrieb wurde der 5.000 m² umfassende Sammlungsrundgang komplett neugestaltet und auch inhaltlich neu konzipiert. © Saint Gobain

Mit Projekten wie diesem festigt Rigips seine Position als führender Partner des Bauwesens und zeigt, dass Baukunst und technische Präzision kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig verstärken.

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