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Artikel und Hintergründe zum Thema

Betonbau

Kai Ingmar Link,

Baukasten für schwere Lasten von Doka

Galerie Mingèr, Schweiz: Doka Jochträger sorgen für ein uneingeschränktes Lichtraumprofil und sind passgenau auf den Tunnelschalwagen abgestimmt. © Doka

Mit UniKit bietet Doka ab sofort einen komplett mietbaren Baukasten für Trag- gerüst-Lösungen. Diese können passgenau auf die Schalung abgestimmt werden. Den Ingenieurbaukasten UniKit für schwere Lasten hat Doka 2022 erstmals auf der bauma vorgestellt. Das Exponat mit den gelben Joch- und blauen Längsträgern sowie den Lasttürmen war vor allem bei Besuchern aus dem Infrastrukturbereich gefragt. "Bei der Schalung haben wir uns über die Jahrzehnte einen Namen gemacht, für jedes noch so knifflige Projekt eine Spitzenlösung zu finden. Jetzt können die Bauunternehmen bei uns auch gleich das dafür passende Traggerüst planen lassen und mieten. Das hat bei einigen meiner Kunden richtige Erleichterungsseufzer ausgelöst", beschreibt Teamleiter und Infrastrukturexperte Marc Bindler seinen Eindruck auf der bauma.

Planung und Systeme aufeinander abgestimmt

Kunden dürfen sich dabei auf bewährte Services von Doka verlassen. Ein eigenes Team Traggerüst mit langjähriger Erfahrung und umfangreicher Baupraxis entwickelt auf Basis modularer Standardteile wirtschaftliche Komplettlösungen für nahezu jeden Anwendungsfall. Bei Bedarf erhalten Bauunternehmen sämtliche Dienstleistungen und Produkte für Schalung und Traggerüst aus einer Hand. So ist sichergestellt, dass das Zusammenspiel von Traggerüst und Schalung reibungslos funktioniert. Aufgrund der durchgängigen Planung kann Doka zudem zu jeder Zeit flexibel auf sich ändernde Gegebenheiten eingehen. Da Schalungs- und Traggerüstplanung und deren nachgelagerte Prozesse aufeinander abgestimmt und weniger Schnittstellen nötig sind, ist sowohl der Koordinationsaufwand als auch das Risiko von Fehlplanungen deutlich geringer.

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Beschleunigter Bauablauf durch Vor- und Demontage

Ebenso greifen hier operativ all die Vorteile, die Bauunternehmen schon aus der Doka-Schalungswelt kennen: Speziell geschulte Teams von Doka übernehmen die fachgerechte und zuverlässige Montage und Demontage des Traggerüsts. Das weltweite Vertriebsnetz sorgt für Liefersicherheit und schnelle Bereitstellungszeiten der Systeme. Und der leistungsstarke Mietpark garantiert dank standardisierter Abläufe eine einfache und reibungslose Abwicklung sowie einen unkomplizierten Rückgabeprozess.

Weniger Baugruppen – weniger Kosten

Der UniKit-Baukasten beinhaltet mit den Lasttürmen 1000kN und 480 kN sowie den Joch- und Längsträgern vielseitige Komponenten, die sich miteinander sowie mit allen anderen Doka-Traggerüst-Systemen kombinieren lassen. Die modularen UniKit Joch- und Längsträger bilden dabei die Basis für jede Traggerüstlösung. Sie sorgen für Freiraum auf der Baustelle, Beispiel Durchfahrtshöhen für Arbeiten über laufenden Verkehr. Denn wenn es um hohe Tragkraft und sicheres Ableiten von Lasten auf der Baustelle geht, sind die koppelbaren Träger nicht nur in der Höhe, sondern auch in der realisierbaren Spannweite echte Allrounder: Eine Vielzahl an Verlängerungen erlaubt eine optimale Anpassung an jedes Bauwerk und damit universelle Einsatzmöglichkeiten.

Das Team Traggerüst der Deutschen Doka, das Kunden und Besuchern die Schwerlastträger auf der bauma 2022 präsentierte (v. l. n. r.: Marc Bindler, Teamleiter, Christoph Merdian, Entwickler, und Jörg Riechers, Produktmanager). © Doka

Ein durchgängiges Lochraster im Flansch und Steg bietet vielseitige Anschlussmöglichkeiten und damit eine einfache Anpassung der Schalung an jegliche Bauwerksgeometrie. Durch die Verwendung von hohen Stahlgüten kommen selbst bei enormen Lasten weniger Träger zum Einsatz. Die geringe Anzahl der Baugruppen reduziert den Materialbedarf sowie die Kranzeiten und Montagedauer. Die modularen Träger können bereits im Werk vormontiert werden und kommen so direkt einsatzfähig auf die Baustelle. Bauseitige Leistungen wie zum Beispiel Kranarbeiten werden so reduziert und wertvolle Zeit und Platz gespart.

Europaweit im (Baustellen-)Einsatz

Ob Brücken-, Tunnel-, Kraftwerks- oder Hochhausbauten: UniKit spielt bereits auf zahlreichen Baustellen in Europa eine tragende Rolle. Im wahrsten Sinne. Beim Bau der Galerie Mingèr in den Schweizer Alpen etwa kamen für den Tunnelschalwagen die leistungsstarken Jochträger von Doka zum Einsatz, die Freiraum für den Verkehr schafften. Im Zuge der besseren Verkehrsanbindung des Containerterminals Logport VI in Duisburg musste beim Bau einer Brücke eine Überträgerung zur Überwindung einer Druckleitung angebracht werden. Gelöst wurde dies durch eine Kombination von leichtem Staxo 100 Lasttürmen und den UniKit-Längsträgern. Und auch beim Bau der neuen Autobahn A16 nordöstlich von Rotterdam in den Niederlanden beweist sich der modulare Baukasten. Hier werden große Stahlbeton-Brückenelemente auf einem schweren Traggerüst aus UniKit-Längs- und -Verlängerungsträgern, dem sogenannten Taktkeller, betoniert, angehoben und schließlich im Taktschiebeverfahren über den laufenden Autobahnverkehr bewegt. Mittlerweile ist Dokas UniKit-Baukasten auf dem ganzen europäischen Kontinent im (Baustellen-)Einsatz, von Kroatien bis Schweden. Einen Blick in die Zukunft liefert Produktmanager Jörg Riechers: "Unser Ziel ist es, zum einen, den UniKit-Baukasten kontinuierlich auf Kundenbedürfnisse hin weiterzuentwickeln, zum anderen nach und nach weitere Märkte außerhalb der EU ins Visier zu nehmen."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 5/23

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