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Artikel und Hintergründe zum Thema

In Pfeffenhausen

Kai Ingmar Link,

Leipfinger-Bader startet Serienproduktion von Ziegelmodulen

Mit dem planmäßigen Produktionsstart seiner neuen Ziegelmodule im Werk Pfeffenhausen hat Leipfinger-Bader einen entscheidenden Schritt in Richtung serielles und modulares Bauen getan. Der bayerische Baustoffhersteller reagiert damit auf die drängendsten Herausforderungen des Wohnungsbaus – zu lange Bauzeiten, hohe Kosten und die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Wohnraum.

Aufbau der Module in Pfeffenhausen: Sie sind als Lösung in massiver Ziegelbauweise mit Holzboden und -decke oder mit Betonbodenplatte und Holzdecke lieferbar. © Leipfinger-Bader

Bereits zum Serienstart ist die Fertigung in Pfeffenhausen voll ausgelastet. Auf mehreren Montageplätzen entstehen vollständig vorgefertigte Raummodule aus massiven Ziegeln, die inklusive Sanitärausstattung, Elektroinstallation, Bodenbelägen und Innenausbau ausgeliefert werden. Auf der Baustelle müssen sie anschließend nur noch montiert werden – der Einzug kann innerhalb weniger Tage erfolgen.

Ziegelmodule als Antwort auf die Wohnungsbaukrise

Deutschland benötigt über eine Million neue Wohnungen, insbesondere im sozialen und bezahlbaren Segment. Leipfinger-Bader zeigt mit seinen Ziegelmodulen, wie der Mauerwerksbau effizient, flexibel und ressourcenschonend in die Zukunft geführt werden kann.

Die Module eignen sich für eine Vielzahl an Nutzungen – von Wohnheimen und Mitarbeiterunterkünften über Bürogebäude und Mikroapartments bis hin zu Erweiterungen von Pflege- und Bildungseinrichtungen. Jedes Modul ist individuell anpassbar, sowohl in der Grundrissgestaltung als auch in der Ausstattung.

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Leipfinger-Bader ist erfolgreich in die Serienproduktion von Ziegelmodulen eingestiegen. © Leipfinger-Bader

Im Zentrum steht der Außenmauerziegel Coriso W08, der in einer Wandstärke von 36,5 Zentimetern ohne zusätzliche Dämmung die KfW-Effizienzhausstufe 40 mit QNG-Zertifizierung erreicht. Damit sind die Module förderfähig, beispielsweise im Rahmen des KfW-Programms „Klimafreundlicher Neubau“.

Hoher Vorfertigungsgrad für maximale Effizienz

Das Produktionskonzept in Pfeffenhausen folgt der Logik industrieller Serienfertigung. Alle Module entstehen parallel auf mehreren Montageplätzen. Sämtliche Installationen, Fenster, Türen und technischen Systeme werden direkt im Werk integriert. Dadurch verkürzen sich Bauzeit und Logistik erheblich, während Planungs- und Ausführungsqualität steigen.

Die fertigen Ziegelmodule werden auf Tiefladern transportiert und mithilfe von Autokranen auf der Baustelle montiert. Dank des hohen Vorfertigungsgrads reduziert sich die Bauzeit vor Ort auf ein Minimum – ein entscheidender Vorteil für Bauherren, Kommunen und Projektentwickler.

Nachhaltigkeit und Wohnqualität im Fokus

Alle Montageplätze sind voll besetzt und ermöglichen eine hohe wöchentliche Produktionskapazität © Leipfinger-Bader

Der modulare Ziegelbau vereint die ökologischen und bauphysikalischen Vorteile traditioneller Mauerwerkskonstruktionen mit der Geschwindigkeit industrieller Fertigung. Ziegel sind langlebig, brandsicher und diffusionsoffen. Sie sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima, hervorragenden Schallschutz und hohe Speichermassen, was den Energiebedarf für Heizung und Kühlung deutlich senkt.

Leipfinger-Bader setzt bei den Modulen auf eine Hybridbauweise mit Betonbodenplatte, massiven Ziegelwänden und einer tragenden Holzdecke. Die Innenflächen sind werkseitig verputzt und sofort bezugsfertig. Ergänzt wird das System durch den Estrichziegel, einen keramischen Trockenestrich, der Feuchtigkeit standhält und sich mit verschiedenen Bodenbelägen kombinieren lässt.

Das Ergebnis ist ein Baukonzept, das Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Wohnkomfort vereint – und zugleich witterungsunabhängig, skalierbar und wirtschaftlich ist.

Modulares Bauen neu gedacht

Fenster, Türen, Küche, Bad: Wenn die Module auf der Baustelle ankommen, müssen sie lediglich gestellt und verbunden werden und sind dann in Kürze bezugsfertig. © Leipfinger-Bader

Die Ziegelmodule von Leipfinger-Bader zeigen, dass modulares Bauen längst mehr ist als reine Systemarchitektur. Die massiven Module lassen sich flexibel kombinieren, aneinanderreihen oder aufstocken. So können auch mehrgeschossige Bauwerke realisiert werden, die sich optisch und funktional nicht von konventionellen Gebäuden unterscheiden.

Ein Beispiel für diese modulare Flexibilität ist die Kombination zweier Module zu einer Wohneinheit. Dabei beherbergt ein Modul Küche und Bad, das zweite den Wohn- und Schlafraum. Durch Mauerdurchbrüche und Verbindungstüren entstehen variable Grundrisse, die sich jederzeit an neue Nutzungsanforderungen anpassen lassen – vom Wohnraum zum Büro oder von der Mitarbeiterunterkunft zur Studentenwohnung.

Produktion mit Perspektive

Mit der neuen Fertigung in Pfeffenhausen hat Leipfinger-Bader die Grundlage für eine skalierbare Produktion geschaffen. Auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern entstehen dort Module für ganze Wohnkomplexe – mit höchster Präzision und standardisierten Abläufen.

Modulare Gebäude können flexibel je nach verfügbarem Platz und individueller Anforderung gestaltet werden © Leipfinger-Bader

Der Start der Serienproduktion markiert nicht nur einen technologischen Fortschritt, sondern auch eine strategische Weichenstellung: Leipfinger-Bader baut seine Position als Innovationsführer im Mauerwerksbau aus und etabliert mit den Ziegelmodulen eine neue Marke für das modulare Bauen im In- und Ausland.

Leipfinger-Bader verbindet Tradition mit Zukunft im Modulbau

Mit der Serienproduktion von Ziegelmodulen leitet Leipfinger-Bader einen Wandel im Bausektor ein. Der Hersteller zeigt, wie sich die Vorteile des klassischen Ziegelbaus mit den Prinzipien des modularen Bauens vereinen lassen – schnell, nachhaltig und qualitätsgesichert.

In einer Zeit, in der der Wohnraumbedarf wächst und Bauprozesse effizienter werden müssen, liefert Leipfinger-Bader eine praxisnahe, marktreife Lösung. Die Ziegelmodule aus Pfeffenhausen sind damit mehr als ein neues Produkt – sie sind ein Meilenstein für den modernen Mauerwerksbau und die Zukunft des modularen Bauens in Deutschland und darüber hinaus.

Neue Wege aus der Baukrise

Die massiven Module von Leipfinger-Bader werden per LKW zur Baustelle transportiert und dort mit dem Autokran gehoben und gestellt. © Leipfinger-Bader

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnliche Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

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