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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sonderthema: Wohnungsbau und Marktstabilisierung

Kai Ingmar Link,

Der Bungalow - Multitalent mit Zukunft

Der Bungalow erlebt im Wohnungsbau eine bemerkenswerte Renaissance. Was einst als Statussymbol der 1960er Jahre galt, entwickelt sich heute zu einem flexiblen, zukunftsfähigen Wohnkonzept.

Viele Bungalows stammen aus den 1960er und 1970er Jahren – und damit aus einer Zeit, in der Energieeffizienz eine untergeordnete Rolle spielte. © BHW

Der Bungalow steht für ebenerdiges Wohnen, offene Grundrisse und lichtdurchflutete Räume. Küchen-, Ess- und Wohnbereich gehen oft fließend ineinander über, nahezu alle Räume öffnen sich zum Garten. Eigenschaften, die heute gefragter sind denn je. "Der Bungalow bietet viel Potenzial für unterschiedlichste Wohnwünsche", erklärt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. Singles, Paare, Familien oder ältere Menschen profitieren gleichermaßen von der Barrierefreiheit und der übersichtlichen Struktur.

Flexibilität als Stärke

Ein entscheidender Vorteil liegt in der klaren Architektur. Die kompakte Bauform erlaubt es, Grundrisse vergleichsweise einfach an neue Lebenssituationen anzupassen. Tragende Wände spielen eine geringere Rolle als bei mehrgeschossigen Gebäuden, sodass sich Räume öffnen, zusammenlegen oder neu strukturieren lassen. Zwischenwände zu entfernen, ist häufig problemlos möglich.

"Attraktiv für junge Familien ist die Chance, anzubauen oder aufzustocken", betont Binder. Zusätzliche Wohnfläche kann etwa als Einliegerwohnung, Homeoffice oder separater Bereich für pflegebedürftige Angehörige genutzt werden. Damit wird der Bungalow zum anpassungsfähigen Baustein im modernen Wohnungsbau.

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Sanieren mit Weitblick

Viele Bungalows stammen aus den 1960er und 1970er Jahren – und damit aus einer Zeit, in der Energieeffizienz eine untergeordnete Rolle spielte. Wer sich für Kauf und Modernisierung entscheidet, sollte deshalb gezielt investieren. Besonders wichtig sind die Dämmung von Dach und Außenwänden sowie der Austausch veralteter Fenster. Auch die Heizungsanlage ist häufig ein Sanierungsschwerpunkt.

Gleichzeitig bietet die Bauform ideale Voraussetzungen für energetische Verbesserungen. Das meist flache Dach eignet sich hervorragend für Photovoltaikanlagen. So lassen sich Betriebskosten senken und die CO2-Bilanz deutlich verbessern.

Fördermittel gezielt nutzen

Modernisierungen werden durch staatliche Programme unterstützt. Eine Dachdämmung fördert das BAFA mit bis zu 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Ergänzend stellt die KfW mit dem Programm "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (261) zinsgünstige Darlehen von bis zu 150.000 Euro bereit. Für barrierefreie Anpassungen bietet das Programm "Altersgerecht Umbauen" (159) zusätzliche Unterstützung.

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