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Artikel und Hintergründe zum Thema

Deutscher Holzfertighaus-Verband (DHV)

Achim Dathe,

Terhalle Holzbau lieferte Gebäudeelemente für das Bauprojekt Generationenhof Eichengrund

Drei neue Mehrgeschossgebäude aus Holz gruppieren sich in Ahaus zu einem Ensemble, in dem Menschen unterschiedlichen Alters ein Zuhause finden. Für die Realisation des "Generationenhofs Eichengrund" sorgte Terhalle Holzbau mit Gebäudeelementen, die teils in Holztafelbauart, teils aus Massivholz vorgefertigt worden waren.

Der Generationenhof Eichengrund umfasst 22 Wohnungen in drei neu errichteten Gebäuden, die größtenteils aus Holz bestehen © Michel Neumann HSE Architektur

Das Büro Eble Messerschmidt Partner Architekten und Stadtplaner aus Tübingen verantwortete die Leistungsphasen 1 bis 4 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung), während sich Henke Siassi Evers Architektur in Ahaus (NRW) der Leistungsphasen 5 – 8 annahm (Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe und Objektüberwachung).

Den Zuschlag zur Umsetzung der Holzbauarbeiten erhielt das ortsansässige DHV-Mitgliedsunternehmen Terhalle Holzbau, das zwei der drei Mehrgeschosser in Holz-Hybrid-Bauweise ausführte. Der dritte Neubau wurde von Terhalle mit Wand- und Deckenelementen aus Massivholz errichtet, die der italienische Hersteller Holzius in Südtirol vorgefertigt hatte.

Wohltat für die Sinne

Die Materialität der Baukörper spielt für das Wohlbefinden der Bewohner eine große Rolle; ebenso die Sichtbeziehungen im errichteten Quartier. Das gelungene Holzbauten-Ensemble in Ahaus führt vor Augen, dass generationenübergreifendes Wohnen in guter Nachbarschaft gleichermaßen von minutiöser Planung, sensibler Wahl geeigneter Baustoffe und -materialien sowie von präziser baulicher Umsetzung der architektonischen Vorgaben abhängt.

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Terhalle Holzbau hat im Generationenhof Eichengrund die schlüsselfertige Bauleistung für alle drei Neubauten erbracht – von der Gründung bis zum Einbau der Küchen © Achim Dathe/DHV

Der Generationenhof Eichengrund umfasst 22 Wohneinheiten, die sich auf drei Häuser verteilen (8 WE + 12 WE + 2 WE). Die Gesamtwohnfläche aller Wohnungen zusammen beläuft sich auf 2030 m². Die Bruttogeschossfläche (BGF) bemisst sich insgesamt auf 3700 m², das Raumvolumen (BRI) beträgt 12 650 m³. Der Bauantrag zur Errichtung im KfW-Energieeffizienzhaus-40-Plus-Standard wurde im Mai 2021 gestellt, Baustart auf dem 5600 m² großen Grundstück war im darauffolgenden September.

Bis zur bezugsbereiten Fertigstellung der drei neuen Mehrgeschosser aus Holz dauerte es rund zwei Jahre.

Hybrid statt Vollholz

Ursprünglich war vorgesehen, alle Gebäude des Ensembles aus unverleimtem Vollholz zu errichten. Dieses besonders ökologische Vorhaben erwies sich bei näherer Betrachtung jedoch als unwirtschaftlich, was eine grundlegende Umplanung nach sich zog. Die Ausführung der teilunterkellerten Gebäude erfolgte hernach hauptsächlich in Holz-Hybrid-Bauweise. Die Wände bestehen dabei aus großformatigen Holztafeln, deren Gefache schon im Werk vollständig ausgedämmt wurden.

Die Zwischendecken sind aus armiertem Beton gefertigt. Zum Deckenabschluss wurde überwiegend Brettsperrholz verwendet. Im Bereich der Schlafräume bestehen die Wände aus Zirbenholz. Insgesamt kamen bei der Errichtung der drei höchst energieeffizienten Neubauten 603 m³ Dämmstoff (Zellulose und Mineralwolle) zum Einsatz.

Unterschiede zeigen sich im konstruktiven Wandaufbau: Beim größten der drei neu errichteten Gebäude, das allein 12 WE mit 1050 m² Wohnfläche umfasst, wurden die Wände in 18 cm Dicke als unverleimte Vollholzwände ausgeführt. Fassadenseitig erhielten sie eine 20 cm dicke Aufdämmung mit Mineralwollmatten. Der besonders anspruchsvolle KfW-Standard Energieeffizienzhaus 40 Plus wird somit erreicht.

Herausforderungen gemeistert

Dunkler Klinker trifft beim Generationenhof Eichengrund rings um Türen und Fenster auf heimeliges Holz © Michel Neumann HSE Architektur

Zur Wärmegewinnung kommen bei allen drei Gebäuden Erdwärmepumpen zum Einsatz. Die insgesamt 15 Bohrlöcher reichen bis zu 120 m tief ins Erdreich. Jedes Haus wird autark versorgt und ist an die anderen bei der Wärmegewinnung nicht gekoppelt. Eine Sondergenehmigung für die Tiefenbohrungen lag vor. Ebenfalls bemerkenswert: Der Schallschutz entspricht Schallschutzstufe 2 gemäß der im Wohnungsbau anwendbaren VDI-Norm 4100. Im Vergleich zu vielen anderen Holzbauten ist das erstaunlich gut.

"Alle drei Gebäude verfügen über eine dezentrale Lüftungsanlage, wobei die Luft über die Laibungen geführt wird. Als Holzbauer ist Präzisionsarbeit unser Tagwerk, weshalb das in Ahaus erzielte Ergebnis überzeugt. Etwas knifflig war die Ausbildung der Übergänge zwischen Terrasse und Wohnraum, da es einen Höhenversprung auszugleichen galt. Auch das haben wir zur vollsten Zufriedenheit der Architekten und des Bauherrn gemeistert", resümiert Zimmermeister Justus Höing. Für Terhalle Holzbau fungierte er bei der Errichtung des Gebäudeensembles als Projektleiter.

Das Unternehmen ist in der Branche seit über 35 Jahren eine feste Größe und für Qualitätsarbeit bekannt. Ende November 2024 hatte der Deutsche Holzfertigbau-Verband eine Einladung von Unternehmer Josef Terhalle nach Ahaus angenommen und auf dem Werksgelände die jährliche DHV-Herbsttagung veranstaltet. Auf dem Programm stand dabei auch der Besuch des damals noch im Bau befindlichen Bauvorhabens "Generationenhof Eichengrund". Die Tagungsteilnehmer zeigten sich von dem modernen Baustil und dem generationenübergreifenden Wohnkonzept begeistert.

Breites Leistungsspektrum

Terhalle Holzbau versteht sich als leistungsstarker Partner für den Wohn-, Ingenieur-, Gewerbe- und Büroneubau sowie für den öffentlichen Sektor. Projekte jeglicher Größe werden im In- und Ausland in Holzrahmen- oder Vollholzbauweise realisiert. Die Montage der Bauteile erfolgt aus Gründen der Qualitätssicherung stets durch unternehmenszugehörige Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt über umfassendes Know-how im Bereich des ganzheitlichen ökologischen Bauens sowie im Holz-Hybridbau. Nachhaltigkeit steht dabei stets im Zentrum der Überlegungen. Neben der Entwicklung regenerativer Energiekonzepte legt man bei Terhalle großen Wert auf sorgfältige Auswahl möglichst wiederverwendbarer Baumaterialien.

In den vergangenen 38 Jahren wurden von dem DHV-Mitgliedsbetrieb über 350 Auszubildende in sechs verschiedenen Berufen ausgebildet. Das Terhalle-Team hat Freude an der Realisierung von Kundenwünschen. Rund 650 Mitarbeiter beschäftigt der Holzbau-Allrounder heute, dessen Betriebsgelände in Ahaus sich auf stattliche 110 000 m² erstreckt.

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