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Artikel und Hintergründe zum Thema

Dekarbonisierung:

Damir Mioc,

Leonhard Weiss - vom Pilotprojekt zur Praxis bei Leon

Die Bauwirtschaft steht vor der Aufgabe, Emissionen deutlich zu reduzieren. Das Bauunternehmen Leonhard Weiss zeigt anhand konkreter Projekte, wie dieses Vorhaben gelingen kann.

Leonhard Weiss will in den kommenden Jahren seinen C02-Fußabdruck spürbar senken. © Leonhard Weiß

Rund 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland entstehen durch Bau und Nutzung von Gebäuden. Neben energieeffizienten Bauwerken rückt deshalb zunehmend auch die Bauphase selbst in den Fokus. Effizientere Bauverfahren, geschlossene Materialkreisläufe und emissionsarme Maschinen gelten als zentrale Hebel, um den CO2-Ausstoß auf Baustellen zu reduzieren.

Das Bauunternehmen Leonhard Weiss verfolgt hierzu einen langfristigen Transformationspfad. Ziel ist eine Netto-null-Kohlenstoffbilanz bis 2045. Schrittweise sollen Pkws, später auch Nutzfahrzeuge und Baumaschinen auf klimafreundlichere Antriebe umgestellt werden. Parallel dazu wird in Ladeinfrastruktur, erneuerbare Energien sowie neue Konzepte für Baustellenlogistik und Energieversorgung investiert. Wie solche Ansätze praktisch umgesetzt werden können, zeigen mehrere Pilotprojekte. Bereits 2023 entstand für die Stadtwerke Tübingen eine klimabewusste Baustelle mit elektrischen Baumaschinen und alternativen Kraftstoffen. Ein Jahr später folgte im baden-württembergischen Rangendingen eine weitgehend elektrifizierte Baustelle für den Ausbau eines Mittel- und Niederspannungsnetzes. Auf rund 400 Metern Leitungstrasse kamen unter anderem ein Elektrobagger, akkubetriebene Kleingeräte und ein elektrisch betriebener Asphaltfertiger zum Einsatz. Nach Unternehmensangaben konnten dabei rund 4 Tonnen CO2eingespart werden.

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Auch bei innerstädtischen Bauarbeiten wie die von Leonhard Weiss in Sindelfingen wurden emissionsärmere Verfahren erprobt. Elektrische Maschinen ersetzten konventionelle Geräte, während Transportfahrzeuge mit HVO-Kraftstoff betrieben wurden. Zusätzlich kam aufbereiteter Flüssigboden zum Einsatz, wodurch Materialtransporte reduziert werden konnten.

Die bisherigen positiven Erfahrungen - nicht nur von Leonhard Weiss - zeigen: Elektrifizierte Maschinen, alternative Kraftstoffe und optimierte Baustellenlogistik können Emissionen und Lärmbelastung deutlich senken.

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