Spatenstich
Hörmann startet nächste Projektphase des Holzclusters „Athene“
Mit dem offiziellen Spatenstich am Montag, den 18. Mai 2026, hat die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG die nächste Projektphase ihres Großprojekts „Athene“ gestartet. Am Standort Buchloe entsteht in mehreren Ausbaustufen ein hochintegrierter Holzcluster, der Sägewerk, Brettschichtholzproduktion, Abbundbereich sowie intelligente Energieversorgung miteinander verbindet.
Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft feierte das Familienunternehmen den symbolischen Baustart des neuen Produktionsstandorts westlich der Werner-von-Siemens-Straße in Buchloe. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Bürgermeister Robert Pöschl, Landrat Bernd Stapfner, Vertreter des Buchloer Stadtrats sowie zahlreiche Partnerfirmen.
Das Besondere an dem Projekt: die gesamte Wertschöpfungskette soll künftig an einem Standort gebündelt werden. Auf einer Fläche von rund zwölf Hektar werden sämtliche Prozessschritte vom Rundholz bis zum montagefertigen Holzbauteil integriert. Ziel ist es, Transportwege zu reduzieren, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.
Auch Bürgermeister Robert Pöschl lobte die Investition als starkes Signal und Bekenntnis für Buchloe und die gesamte Region. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung des Projekts für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts sowie die enge Zusammenarbeit während der bisherigen Planungsphase. „Mit ATHENE schaffen wir die Grundlage, unsere Wertschöpfung im Holzbau künftig noch stärker zu integrieren und strategisch weiterzuentwickeln“, betonte Geschäftsführer Michael Hörmann im Rahmen des Spatenstichs. Gleichzeitig sei das Projekt ein klares Bekenntnis zum Standort Buchloe sowie zur langfristigen Entwicklung des modernen Holzbaus.
Hörmann setzt bewusst auf den Baustoff Holz – einen nachhaltigen Rohstoff der Zukunft, der regionale Wertschöpfung, moderne Bauweisen und langfristige CO₂-Bindung miteinander verbindet.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf einer flexiblen und zukunftsfähigen Rohstoffnutzung. Künftig sollen neben klassischen Holzqualitäten auch Schwachholzsortimente effizient verarbeitet werden können. Damit reagiert Hörmann auf die sich wandelnden Anforderungen des Holzmarkts und schafft gleichzeitig die Basis für eine langfristig stabile
Rohstoffversorgung.
Im Zentrum des ersten Bauabschnitts steht eine rund 210 x 160 Meter große Haupthalle mit etwa 33 000 Quadratmetern Produktionsfläche. Dort soll das gesägte Holz künftig vollautomatisch verleimt und abgebunden werden. Der neue Standort ermöglicht außerdem die Fertigung von Spezialbauteilen in bislang nicht realisierbaren Dimensionen, beispielsweise besonders langer, breiter oder hoher Konstruktionen. Ergänzt wird der Holzcluster durch ein umfassendes Energiekonzept aus Photovoltaik, Batteriespeichern, Blockheizkraftwerken und intelligenter Steuerung. Die Energiesteuerung erfolgt über die firmeneigene Softwarelösung EnopAI, die mithilfe KI-basierter Prognosen und mathematischer Optimierungsmodelle den Energieeinsatz viertelstundengenau plant und steuert.
Die Produktion von Brettschichtholz soll ab Mitte 2027 im ersten Ausbauschritt starten. Die vollständige Inbetriebnahme des Gesamtwerks inklusive Sägewerk ist für 2028/29 vorgesehen. Parallel dazu sucht Hörmann bereits heute Fachkräfte für unterschiedliche Bereiche des neuen Holzclusters – unter anderem für Produktion, Technik und Anlagensteuerung.









