Artikelsuche

Susanne Frank,

Begeisternde Betonboote auf dem Beetzsee in Brandenburg

Sie ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Branche: die „Betonkanu-Regatta“ der deutschen Zement- und Betonindustrie. Alle zwei Jahre versetzen dabei die Studenten mit ihren innovativen Booten aus Beton nicht nur den Laien, sondern auch so manchen Baufachmann immer wieder in Erstaunen.

Bei der diesjährigen Veranstaltung, die auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel stattfand, nutzen die Teilnehmer für ihre phantasievollen Konstruktionen in der sog. „Offenen Klasse“ Produkte von Dyckerhoff wie beispielsweise den Dyckerhoff Weisszement, Dyckerhoff Flowstone oder Dyckerhoff Nanodur.

Seit der ersten Regatta war das Unternehmen Dyckerhoff mit seinen Entwicklungen bei Zement und Beton dabei. Auch diesmal waren es mehrere Teams, die von dem Wiesbadenern mit Material und Know how unterstützt wurden. Dabei spiegeln die unterschiedlichen Boote auch die Vielfalt der Dyckerhoff Bindemittel wieder.

Mit zwei Kanus aus Beton nahmen auch 10 Architektur- und Bauingenieur-Studierende der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) an der 15. Deutschen Betonkanu-Regatta teil. Das HTWK-Team um Prof. Alexander Stahr hatte vor allem für das Transportproblem des „Hartschalenbootes“ eine geniale Lösung gefunden: Mit der „Weißen Elster“ wurde ein dreiteiliger Bootskörper konzipiert, der mittels einer speziellen „Wellenschnitt-Verbindung“ die Kräfte im Fügebereich der Segmente wesentlich günstiger verteilt. So ließ sich das Kanu vor Ort mit deutlich geringerem Anpressdruck optimal zusammensetzen.

Anzeige

Das zweite Kanu, dem die Leipziger zu Ehren der in der Havelregion stattfindenden Bundesgartenschau den Namen „BUGAtti“ gaben, wurde traditionell in einem Stück gefertigt. Beide Boote bestehen aus einer Hightech-Beton-Mischung auf Basis eines Dyckerhoff Grauzements sowie von Dyckerhoff Weisszement, die dem Schwimmkörper in Kombination mit einer Textilbewehrung aus Glasfaser- und Basaltgelegen trotz seiner geringen Wandungsstärke von durchschnittlich nur 5 Millimeter die nötige Robustheit gibt. Die Zusammensetzung für den extrem dünnschichtigen Werkstoff haben die Studierenden selbst entworfen.

Dabei kamen unter anderem Blähglaszuschläge sowie Flugasche und Microsilica zum Einsatz. Damit ist es gelungen, die Dichte des Materials und damit das Gewicht des Bootes zu reduzieren und gleichsam die Poren des Betons zu verschließen. Belohnung für die Leipziger war ein Platz auf dem Podium in der Kategorie Gestaltung und ein 7. Platz in der Konstruktionswertung für die Weiße Elster.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren