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Artikel und Hintergründe zum Thema

Forschungsprojekt

Jessica Stütz,

Fast + Epp erhält Sonderpreis Laubholz beim Holzbaupreis Baden-Württemberg 2026

Der Holzbaupreis Baden-Württemberg 2026 zeichnet das Forschungsprojekt „LaubÖkoLet“ von Fast + Epp mit dem Sonderpreis Laubholz aus. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Ausgezeichnet werden innovative Ansätze, die den Waldumbau unterstützen und nachhaltiges Bauen in urbanen Räumen voranbringen. Insgesamt wurden 78 Projekte eingereicht. Die Jury nominierte 18 Arbeiten für die Endauswahl. Vergeben wurden vier Hauptpreise, zwei Sonderpreise sowie fünf Auszeichnungen.

v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. Robert Pawlowski (Jurymitglied), Til Lange (Fast + Epp), Christian Rosenkranz (Fast + Epp) Dr.-Ing. Jochen Stahl (Fast + Epp), Isabel Kling (Ministerialdirektorin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz) © Felix Kästle

Mit „LaubÖkoLet“ untersuchten Fast + Epp, blrm Architekt*innen und weitere Projektpartner den Einsatz heimischer Laubhölzer im mehrgeschossigen Holzbau. Im Fokus stand die Frage, wie sich Laubholz wirtschaftlich, ressourcenschonend und kreislauffähig als tragender Baustoff einsetzen lässt. Kern des Konzepts ist eine flexible Holzskelettbauweise. Sie ermöglicht langfristige Umnutzungen und unterstützt den Wandel von einer Abriss- hin zu einer Umbaukultur.
Die Lebenszyklusanalysen des Projekts zeigen ein erhebliches Potenzial zur CO₂-Reduktion: Gegenüber vergleichbaren Stahlbetonkonstruktionen kann das Treibhauspotenzial der Tragstruktur um bis zu 65 Prozent sinken.

Im Rahmen des Forschungsprojekts entstand ein Leitfaden mit zwei detailliert ausgearbeiteten Gebäudekonzepten bis Gebäudeklasse 5. Neben Tragwerksprinzipien behandelt er auch Fragen des Brandschutzes, der technischen Gebäudeintegration, der Ökobilanzierung und der Wirtschaftlichkeit. Der Leitfaden beschreibt, wie sich Laubholz als leistungsfähige Alternative zu konventionellen Nadelholzsystemen einsetzen lässt.

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Die Jury würdigte insbesondere den innovativen Umgang mit Konstruktion und Rückbaubarkeit: „Das Forschungsprojekt zeigt, wie Laubholz als tragender Baustoff neue Perspektiven für den mehrgeschossigen Holzbau eröffnet. Die flexible Holzskelettbauweise sorgt für eine klare Trennung von Tragstruktur und Ausbau sowie Fassade.“

Besonders hervorgehoben wurden die rückbaubaren Holz-Holz-Verbindungen. Sie kommen weitgehend ohne Stahlbauteile aus und ermöglichen eine sortenreine Wiederverwendung der Bauteile.

„Laubholz hat im urbanen Holzbau bislang kaum eine Rolle gespielt. Dabei bietet der Werkstoff enorme konstruktive und ökologische Potenziale“, sagt Dr. Jochen Stahl, Geschäftsführer der Fast + Epp GmbH. „Mit LaubÖkoLet zeigen wir, wie sich Tragwerke materialeffizient, zirkulär und zugleich architektonisch flexibel gestalten lassen.“

Die Jury sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zum zukünftigen Einsatz heimischer Laubhölzer im urbanen Holzbau.

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