Personalien
Michael Hafner bleibt Vorstandsvorsitzender von WorldSkills Germany
Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für das deutsche Baugewerbe. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz die Anforderungen an Unternehmen, Ausbildung und Personalentwicklung. Umso stärker rückt die berufliche Bildung in den Mittelpunkt strategischer Entscheidungen der Branche. Vor diesem Hintergrund gewinnt die erneute Wahl von Michael Hafner zum Vorstandsvorsitzenden von WorldSkills Germany besondere Bedeutung.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung bei den SkillsDays 2026 in Neubrandenburg wurde der Vorstand von WorldSkills Germany e. V. turnusgemäß neu gewählt. Die Mitglieder entschieden sich dabei bewusst für Kontinuität in zentralen Führungspositionen und ergänzten das Gremium zugleich um neue fachliche Impulse. Damit stellt sich die Organisation für die kommenden internationalen Wettbewerbe und bildungspolitischen Herausforderungen neu auf.
Michael Hafner bleibt Vorstandsvorsitzender von WorldSkills Germany
An der Spitze des Vereins steht weiterhin Michael Hafner aus Freiburg. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Badischer Unternehmen + Verbände e.V. wurde erneut als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Unterstützt wird er künftig von Werner Münnich als stellvertretendem Vorstandsvorsitzenden sowie Stephan Paschke als zweitem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.

Trainieren für die WorldSkills 2024
Vom 10. bis 15. September 2024 findet der internationale Berufswettbewerb im französischen Lyon statt. Für Deutschland geht der 20-jährige Zimmerergeselle Linus Großhardt an den Start.
Zum Vorstand gehören weiterhin Robert Kühn, Marcus Rasim und Sven-Uwe Räß. Neu in das Führungsgremium gewählt wurde Gerrit Terfehr, der vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe nominiert wurde. Gerade diese personelle Erweiterung unterstreicht die wachsende Bedeutung der gewerblich-technischen Ausbildung für die Bauwirtschaft und angrenzende Industriebereiche.
Berufliche Bildung wird zum Wettbewerbsfaktor im Bauwesen
Die Wiederwahl von Michael Hafner steht zugleich für eine Entwicklung, die viele Bauunternehmen bereits im Tagesgeschäft spüren: Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verschärft sich weiter. Unternehmen benötigen zunehmend Spezialisten, die nicht nur handwerkliche Fähigkeiten mitbringen, sondern auch digitale Prozesse, moderne Maschinensteuerungen und KI-gestützte Anwendungen sicher beherrschen.
WorldSkills Germany positioniert sich dabei als Plattform zur Förderung beruflicher Spitzenleistungen. Internationale Berufswettbewerbe wie die WorldSkills oder EuroSkills entwickeln sich längst über klassische Leistungsschauen hinaus zu einem Schaufenster moderner Ausbildungssysteme und technologischer Kompetenz.
Besonders für das Baugewerbe entstehen daraus wichtige Signale. Denn während akademische Berufsbilder durch Automatisierung und KI teilweise stark verändert werden, bleibt qualifiziertes handwerkliches Können ein zentraler Erfolgsfaktor auf Baustellen, in der Projektsteuerung und in industriellen Fertigungsprozessen.
KI und duale Ausbildung verändern die Bauwirtschaft
Die Diskussion über Künstliche Intelligenz wird inzwischen auch im Bauwesen intensiv geführt. Digitale Planung, automatisierte Prozesse und datenbasierte Baustellensteuerung verändern bereits heute zahlreiche Arbeitsabläufe. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass technologische Systeme erfahrene Fachkräfte nicht ersetzen, sondern deren Kompetenzen ergänzen.
Gerade die duale Ausbildung gewinnt dadurch weiter an Bedeutung. Moderne Bauunternehmen benötigen Mitarbeitende, die digitale Werkzeuge anwenden können und zugleich über praktisches Fachwissen verfügen. Diese Verbindung aus Theorie und Praxis gilt zunehmend als entscheidender Vorteil im Wettbewerb um Produktivität, Qualität und Fachkräftebindung.
Michael Hafner betont deshalb den Gleichklang von beruflicher und akademischer Bildung. Dieser Ansatz trifft insbesondere im Baugewerbe auf hohe Relevanz. Denn viele Unternehmen investieren bereits verstärkt in Nachwuchsförderung, Qualifizierungsprogramme und moderne Ausbildungsstrukturen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
WorldSkills Shanghai 2026 und EuroSkills 2027 rücken in den Fokus
Mit dem neu aufgestellten Vorstand richtet WorldSkills Germany den Blick nun auf die kommenden internationalen Wettbewerbe. Das nächste große Etappenziel sind die WorldSkills Shanghai 2026, die vom 22. bis 27. September stattfinden. Anschließend folgt mit den EuroSkills 2027 in Düsseldorf ein weiteres Großereignis für die berufliche Bildung in Europa.
Gerade die Austragung der EuroSkills 2027 in Deutschland gilt als bedeutendes Signal für Wirtschaft, Politik und Bildungsinstitutionen. Für das Baugewerbe eröffnet die Veranstaltung die Möglichkeit, moderne Ausbildungsberufe, innovative Technologien und die Attraktivität handwerklicher Karrierewege stärker sichtbar zu machen.
Die erneute Wahl von Michael Hafner als Vorstandsvorsitzender von WorldSkills Germany steht damit nicht nur für personelle Kontinuität. Sie markiert zugleich einen strategischen Kurs, der berufliche Bildung, technologische Entwicklung und Fachkräftesicherung enger miteinander verbindet — Themen, die für das deutsche Bauwesen in den kommenden Jahren entscheidend bleiben werden.









