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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wirtschaft & Verbände

Susanne Frank,

Auszeichnung für Schmitz-Cargobull

Der "Automotive Lean Production Award 2010" in der Kategorie "Internationaler Mittelstand" ging an das Schmitz Cargobull-Werk Vreden. Das Werk für Kofferfahrzeuge ist einer von fünf Preisträgern einer Internationalen Benchmark-Studie. Im Mittelpunkt der Vredener Lean-Aktivitäten steht die Mitarbeiterintegration bis hinein in die Lehrlingsausbildung.

Das Werk in Vreden arbeitet seit rund fünf Jahren mit Toyota-Prinzipien und Toyota-Werkzeugen auf breiter Front. Schmitz Cargobull nennt es Schmitz Cargobull-Produktions-System (SPS). Die Motivation der Mitarbeiter beruhe im Wesentlichen auf der intensiven Ausbildung in SPS-Prinzipien und -Methoden, urteilten die Auditoren.

850 Mitarbeiter beteiligten sich aktiv an 250 Workshops pro Jahr und seien so aktiver Teil der Erfolge. Mit SPS-Schulungen setzt Schmitz Cargobull in Vreden bereits bei den Auszubildenden an. So beherrschen sie nach Abschluss der Ausbildung den Umgang mit den SPS-Methoden.

Schon in den 1990-er Jahren war Hitoshi Takeda, einer der Väter des Toyota-Produktionsprinzips, ein regelmäßiger Gast in den Werken der Schmitz Cargobull AG. Die Unternehmensführung hatte sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das erfolgreiche System aus dem Pkw-Bau auf die Produktion schwerer Nutzfahrzeuge zu übertragen. In unzähligen Workshops richteten Mitarbeiter und Management die fünf Säulen des Produktionssystems Synchronisierung der Prozesse, Standardisierung der Prozesse, Vermeidung von Fehlern, Verbesserung der Produktionsanlagen sowie Qualifizierung und Training der Mitarbeiter auf das eigene Schmitz Cargobull Produktionssystem aus. Die Vorreiterrolle übernahmen die beiden Stammwerke in Altenberge und Vreden.

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"Alles, was sich im Produktionsprozess bewährt hat, haben wir gemeinsam mit den Mitarbeitern schnell in allen anderen Werken umgesetzt", erklärt Ulrich Schümer, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG. Den Preis sieht er vor allem als Ehrung für die gesamte Belegschaft des Unternehmens an, so Schümer.

Der Automotive Lean Production Award wird seit 2006 vergeben. Insgesamt haben sich seither etwa 500 Unternehmen aus 14 europäischen Ländern beteiligt. Die Bewerber müssen mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen und mindestens 50 Prozent des Umsatzes im Fahrzeugbau/Automobilbau erwirtschaften. 60 Unternehmen stellten sich in diesem Jahr den Experten.

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