Alternative Antriebe
Sennebogen setzt auf HVO: Wie alternative Kraftstoffe den CO₂-Fußabdruck senken
Sennebogen zeigt, wie HVO den CO₂-Fußabdruck senkt und Baumaschinen nachhaltiger macht – ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz und Umweltschutz im Bauwesen.
Nachhaltige Transformation im Maschinenpark: Wie Sennebogen HVO im täglichen Betrieb nutzt
Der Druck auf Bauunternehmen, Emissionen zu reduzieren und den CO₂-Fußabdruck ihrer Flotten zu verbessern, steigt mit jedem Jahr. Klimawandel, steigende Energiepreise und strengere Anforderungen an den Klimaschutz führen dazu, dass alternative Antriebstechnologien für Bagger und andere Baumaschinen unverzichtbar werden. Während vollelektrische Lösungen noch nicht flächendeckend verfügbar sind, rücken synthetische Kraftstoffe wie HVO in den Fokus – besonders dort, wo robuste Leistungsparameter gefordert sind.
Im Werk V von Sennebogen in Steinach ist diese Entwicklung längst Realität. Seit über einem Jahr tankt das Unternehmen konsequent HVO-100 und senkt damit die Emissionen im Maschinenbetrieb deutlich. Die Umstellung ist Teil einer umfassenden Strategie, die Nachhaltigkeit im Unternehmen fest zu verankern und praktische Lösungen für den laufenden Betrieb zu entwickeln. Die Erfahrungen aus Steinach zeigen, dass alternative Kraftstoffe bereits heute einen spürbaren Beitrag zum Umweltschutz leisten können, ohne die Betriebsabläufe zu verändern.
HVO als praxisnahe Lösung für emissionsärmere Baumaschinen
HVO – hydriertes Pflanzenöl – wird aus pflanzlichen und tierischen Abfallstoffen wie Altspeiseölen oder Restfetten synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist fossilem Diesel nahezu identisch, wodurch HVO in bestehenden Motoren ohne Umrüstung eingesetzt werden kann. Für Bauunternehmen bedeutet dies eine schnelle und risikoarme Option, den CO₂-Ausstoß der eigenen Flotte messbar zu reduzieren.
Am Sennebogen-Standort in Steinach profitieren Miet- und Gebrauchtmaschinen, Firmenfahrzeuge, Monteursfahrzeuge und Dieselstapler von dieser Technologie. Der synthetische Kraftstoff hat sich als zuverlässig, witterungsbeständig und problemlos verfügbar erwiesen. Diese Alltagstauglichkeit ist einer der Gründe, weshalb HVO zunehmend in der Baubranche diskutiert wird – besonders mit Blick auf große Bagger und Baumaschinen, die hohe Leistungsanforderungen erfüllen müssen.
Ergebnisse aus über einem Jahr Praxiseinsatz: CO₂-Reduktion sichtbar messbar
Die Bilanz der Umstellung fällt eindeutig aus: Rund 70.000 Liter Diesel werden am Standort jährlich ersetzt, was mehr als 165 Tonnen CO₂ spart. Diese Werte zeigen, dass alternative Kraftstoffe keine theoretische Option mehr sind, sondern bereits im realen Betrieb starke Effekte erzielen.
Sennebogen profitiert dabei von einer bereits nachhaltigen Standortinfrastruktur. Eine Photovoltaikanlage deckt große Teile des Strombedarfs, die Gebäudeheizung erfolgt über Hackschnitzel. HVO war damit der logische nächste Schritt, um weitere Emissionen abzubauen und die Maschinenflotte klimafreundlicher auszurichten.
Interessant für das Baugewerbe ist vor allem, dass HVO ohne technische Nachrüstungen sofort einsetzbar ist. Die Mehrkosten von wenigen Cent pro Liter stehen deutlichen Einsparungen im laufenden Betrieb gegenüber. Die Reduktion von rund 2,4 Kilogramm CO₂ pro verbrauchtem Liter ermöglicht eine direkte und nachvollziehbare Verbesserung des CO₂-Fußabdrucks – ein Aspekt, der zunehmend bei Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsberichten an Bedeutung gewinnt.
Einsatzmöglichkeiten im gesamten Maschinenportfolio
Da HVO bei allen Cummins-Dieselmotoren der Abgasstufe V zugelassen ist und sich problemlos mit fossilem Kraftstoff mischen lässt, eignet sich der Kraftstoff für nahezu alle Sennebogen-Maschinen. Für Bauunternehmen bedeutet das eine breite Einsatzfähigkeit, die von großen Umschlagbaggern bis hin zu kompakten Baumaschinen reicht.
Gerade für Entscheider im Bauwesen ergibt sich daraus eine praxisorientierte Perspektive: Mit HVO können Emissionsziele schneller erreicht, Nachhaltigkeitskonzepte erweitert und betriebliche Klimaschutzziele konkret umgesetzt werden – ohne langwierige Investitionszyklen oder technische Risiken.
HVO stärkt Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit
Der Einsatz von HVO im Sennebogen Werk V in Steinach verdeutlicht, wie alternative Kraftstoffe einen greifbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Für die Bauwirtschaft entsteht daraus ein realistischer Weg, Emissionen frühzeitig zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der eigenen Baumaschinen zu sichern. In einer Branche, die sich zunehmend am CO₂-Fußabdruck und nachhaltigen Betriebsstrategien messen lassen muss, zeigt die Praxis in Steinach einen Weg, wie Klimawandel und Umweltschutz mit wirtschaftlichen Anforderungen in Einklang gebracht werden können.
Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
Neue Wege aus der Baukrise
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.
Chancen für die Bauwirtschaft
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnliche Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.











