Baustelle
Kompakter Lkw mit kleinem Wendekreis
Für anspruchsvolle Bautransporte bietet DAF Trucks in der leichten Klasse mit dem DAF LF ein Fahrzeug nach Maß. Das Fahrzeug bildet aufgrund seines geringen Leergewichtes die optimale Basis für leichte Kipper, Pritschen mit Ladekran und Absetzsysteme.
Mit 7,5 bis 21,0 Tonnen Gesamtgewicht und Motorleistungen zwischen 140 und 300 PS ist der DAF LF prädestiniert für den Transport kleinerer Baumaschinen, die Auslieferung von Baumaterialien sowie den Abtransport von Bauschutt. Seit Ende 2010 gibt es den LF45 als Zwölftonner auch mit Hybrid-Antrieb.
DAF hat den leichten LF vordergründig für den Verteilerverkehr auf der Straße entwickelt. Seine kompakten Abmessungen, der kleine Wendekreis und die leichtgängige Lenkung machen ihn zu einem der wendigsten Lkw in der leichten Klasse.
Neben der guten Manövrierfähigkeit punktet der DAF LF mit einem geräumigen Fahrerhaus, einem niedrigen Einstieg und Pkw-ähnlichen Fahreigenschaften. Dank niedrigem Eigengewicht zählt der DAF LF zu den Nutzlastriesen in seiner Klasse. Rund 4,5 Tonnen Fahrgestell-Tragfähigkeit beim 7,5-Tonner und 13,0 Tonnen beim 18-Tonner suchen ihres Gleichen.
Der zweiachsige DAF LF45 deckt das Segment zwischen 7,5 und 12,0 Tonnen Gesamtgewicht ab. Als Lastzug sind bis 22 Tonnen möglich. Den DAF LF55 gibt es als Zwei- oder Dreiachser. Sein zulässiges Gesamtgewicht beginnt bei 13 und reicht bis 21 Tonnen.
Mit ihm sind Gesamtzuggewichte bis 28 Tonnen erlaubt. Aufgrund der gelenkten Nachlaufachse bei der 6x2-Variante kann das Fahrgestell des DAF LF55 maximal 15,5 Tonnen tragen ohne die gute Manövrierfähigkeit auf engstem Raum zu verlieren.
Alle LF-Varianten verfügen an der Vorderachse über ausreichende Kapazitätsreserven, um auch bei Teilladungen eine Überlastung zu verhindern. Für den Antrieb sorgen Vier- und Sechszylinder-Dieselmotoren mit 140 bis 300 PS. Den 4,5 Liter großen PACCAR FR-Motor gibt es in vier Leistungsstufen von 140 bis 207 PS.
Der größere PACCAR GR-Motor mit 6,7 Liter Hubraum ist von 224 bis 300 PS und ebenfalls in vier Leistungsstufen zu haben. Die beiden stärksten Versionen dieser elektronisch gesteuerten Common-Rail-Triebwerke mit jeweils bis 1.600 bar Einspritzdruck verrichten ausschließlich in der LF55-Baureihe ihren Dienst.
Die Kombination aus Common-Rail-Hochdruckeinspritzung und SCR-Abgasnachbehandlung ermöglicht eine äußerst exakte Steuerung des Verbrennungsprozesses, was zu einer effizienten Verbrennung und einem geringen Kraftstoffverbrauch führt. Den Vierzylinder gibt es seit Anfang 2010 serienmäßig in EEV-Ausführung.
Ohne nachgeschalteten Rußfilter erzielt der kleine Diesel Abgaswerte, die sonst nur Gasmotoren erreichen konnten. Die EEV-Motoren mit besonders niedrigen Emissionswerten sind in Deutschland vor allem in Städten und Gemeinden mit Umweltzonen gefragt.
Die größte Leistung und das maximale Drehmoment der PACCAR FR- und GR-Motoren stehen in einem großen Drehzahlband zur Verfügung. Dadurch lassen sich die LF-Fahrzeuge leicht und ohne viel Schaltarbeit selbst in dichtem Stadtverkehr bewegen.
Die Schaltung der serienmäßigen Fünf-, Sechs- oder Neun-Gang-Getriebe im DAF LF geht weich und zügig von der Hand. Wer den-noch darauf verzichten will, kann als Option ein AS-Tronic-Getriebe ordern. Das automatisierte Sechsganggetriebe steht für alle LF-Modelle wahlweise zur Verfügung.
Der LF-Fahrzeugrahmen zeichnet sich durch eine hohe Stabilität, geringes Gewicht und eine völlig ebene Gestaltung der Rahmen-oberseite für eine einfache Aufbaumontage aus. Den DAF LF gibt es neben den verschiedenen Fahrgestell-Varianten mit unterschiedlichen Radständen auch in einer Sattelzug-Version.
Die LF55-Sattelzugmaschine bietet ideale Voraussetzungen, wenn es um den Transport von Aufliegern für den Baustofftransport geht. Je nach Konfiguration ist der DAF LF mit Parabelfedern oder elektronisch gesteuerter Luftfederung an der Hinterachse lieferbar. Gebremst wird über innenbelüftete Scheibenbremsen rundum oder mittels Auspuffklappenbremse, um den Verschleiß der Bremsbeläge zu verringern.
Um ein breites Einsatzspektrum der LF-Baureihe zu sichern, stehen bei Bedarf Nebenantriebe zum Beispiel für Kippaufbauten, Absetz-systeme und Ladekrane bereit.
DAF Trucks bietet den LF45 auch in einer Hybrid-Version an. Der Zwölftonner wird seit Ende 2010 als einer der ersten Hybrid-Lkw seiner Klasse in Serie gefertigt und verkauft. Der Zweiachser verfügt über einen Parallelhybrid aus Diesel- und Elektromotor. Je nach Anforderung treiben Dieselmotor, Elektromotor oder beide Antriebsaggregate zusammen den Lkw an.
Der Diesel, ein 4,5-Liter-PACCAR-FR-Motor mit EEV-Standard, leistet maximal 160 PS und gibt die Kraft an das Sechsgang-Automatikgetriebe (Autoshift) von Eaton weiter. So unterwegs kann der Lkw den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 20 Prozent senken.
Die rund 100 Kilo schweren Lithium-Ionen-Batterien reichen im rein elektrischen Betrieb für eine Wegstrecke von etwa zwei Kilometer. Das genügt in der Praxis häufig, um in die Umweltzonen der Stadtzentren zu gelangen und diese wieder zu verlassen.
Treibstoff sparen kann der DAF LF Hybrid dank Start-/Stopp-Automatik. Zusätzlich speichern die Lithium-Ionen-Batterien die beim Bremsen freigesetzte Energie, so dass sie beim Beschleunigen wieder zur Verfügung steht. Der Hybrid-DAF wiegt insgesamt rund 300 Kilogramm mehr als das vergleichbare Standardmodell. Die Nutzlast beträgt dennoch etwa 7,5 Tonnen.








