Jubiläum

Max Kandler,

Schlagmann Poroton feiert 25 Jahre Perlit-Ziegel

Wenn es um die Weiterentwicklung energieeffizienter und langlebiger Bauweisen geht, zählt die Verbindung von Baustoffinnovation und Praxistauglichkeit zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Genau an diesem Punkt setzte Schlagmann Poroton vor 25 Jahren an. Mit der Einführung des ersten mit Perlit gefüllten Poroton-Ziegels wurde ein technologischer Meilenstein geschaffen, der das monolithische Bauen in Deutschland nachhaltig geprägt hat.

25 Jahre Perlit-Ziegel von Schlagmann Poroton: Wie die Innovation aus Vulkangestein den energieeffizienten Wohnungsbau nachhaltig verändert hat. © Schlagmann Poroton

Im Jahr 2026 blickt das Unternehmen auf 25 Jahre Perlit-Ziegel zurück. Die Idee, einen mineralischen Dämmstoff direkt in den Ziegel zu integrieren, entstand zu einer Zeit, in der die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz kontinuierlich zunahmen und bestehende Lösungen an ihre Grenzen stießen. Daraus entwickelte sich eine Innovation, die bis heute den Wohnungs- und Objektbau beeinflusst.

Schlagmann Poroton reagierte auf steigende Anforderungen im Wärmeschutz

Bereits Mitte der 1990er-Jahre verschärften sich die energetischen Vorgaben für Gebäude deutlich. Für die Ziegelindustrie entstand die Herausforderung, bessere Wärmedämmwerte zu erzielen, ohne dabei Tragfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Verarbeitungseigenschaften zu beeinträchtigen.

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Während viele Baukonzepte auf zusätzliche Dämmschichten setzten, verfolgte Schlagmann Poroton einen anderen Ansatz. Die Wärmedämmung sollte integraler Bestandteil des Wandbaustoffs werden. Ziel war es, die Vorteile der monolithischen Bauweise zu erhalten und gleichzeitig den steigenden energetischen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Lösung fand sich in einem natürlichen Rohstoff: Perlit.

Perlit-Ziegel verbinden Wärmeschutz und Mineralität

Perlit ist ein natürlich vorkommendes vulkanisches Glas, das durch die Verbindung von Wasser und vulkanischem Gestein entsteht. Aufgrund seines Kristallwassergehalts besitzt das Material die Fähigkeit, sich beim Erhitzen stark auszudehnen. Dabei entstehen feinporige Strukturen mit sehr guten Dämmeigenschaften.

Diese Eigenschaften machten Perlit zu einem geeigneten Füllstoff für moderne Hochlochziegel. Gleichzeitig handelt es sich um einen mineralischen Dämmstoff, der frei von Schadstoffen ist und feuchteregulierende Eigenschaften besitzt.

Mit der Patentierung der Perlit-Technologie im Jahr 2001 gelang es Schlagmann Poroton, die Leistungsfähigkeit monolithischer Außenwände entscheidend weiterzuentwickeln. Der daraus entstandene Perlit-Ziegel ermöglichte es, hohe Wärmeschutzanforderungen ohne zusätzliche Dämmsysteme zu erfüllen und etablierte sich innerhalb weniger Jahre als feste Größe im Markt.

Von Einfamilienhäusern bis zum Objektbau

Die Einführung des ersten Perlit-Ziegels markierte zugleich den Ausgangspunkt für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktsystems. Zunächst stand mit dem T9 vor allem der energieeffiziente Einfamilienhausbau im Mittelpunkt. Mit dem S12 wurden später Lösungen für größere Wohn- und Objektbauten geschaffen. Ergänzend entstanden Konzepte für die energetische Modernisierung bestehender Gebäude, darunter die Wärmedämmfassade WDF.

Die Entwicklung zeigt, wie sich mineralische Baustoffe an veränderte Marktanforderungen anpassen lassen. Während Bauherren heute verstärkt auf Energieeffizienz, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit achten, gewinnen zugleich einfache und wirtschaftliche Bauweisen an Bedeutung. Genau hier setzt die Weiterentwicklung moderner Ziegelsysteme an.

Forschung als Grundlage für zukunftsfähige Baustoffe

Die Anforderungen an den Wohnungsbau verändern sich kontinuierlich. Steigende Baukosten, verschärfte Nachhaltigkeitskriterien und ein wachsendes Bewusstsein für wohngesunde Materialien beeinflussen zunehmend die Auswahl von Baustoffen.

Vor diesem Hintergrund investiert Schlagmann Poroton in die Weiterentwicklung mineralischer Bauprodukte. Die Forschungsarbeit konzentriert sich darauf, die Leistungsfähigkeit von Ziegeln hinsichtlich Wärmeschutz, Ressourceneffizienz und Verarbeitbarkeit weiter zu optimieren.

Ein aktuelles Beispiel ist der POROTON-T6 mit einer Wärmeleitzahl von 0,060. Das Produkt wurde speziell für den privaten Wohnungsbau entwickelt und steht exemplarisch für die kontinuierliche technische Weiterentwicklung der Perlit-Technologie.

Mineralische Baustoffe bleiben ein Zukunftsthema

Die vergangenen 25 Jahre zeigen, dass innovative Baustoffkonzepte langfristige Wirkung entfalten können, wenn sie technische Leistungsfähigkeit mit praktischen Anforderungen auf der Baustelle verbinden. Der von Schlagmann Poroton entwickelte Perlit-Ziegel hat dazu beigetragen, das monolithische Bauen unter veränderten energetischen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und wirtschaftlich attraktiv zu halten.

Für Bauunternehmen, Planer und Investoren bleibt die Frage nach nachhaltigen und zugleich leistungsfähigen Baustoffen auch künftig zentral. Mineralische Lösungen wie der Perlit-Ziegel stehen dabei weiterhin für einen Ansatz, der Wärmeschutz, Dauerhaftigkeit und Ressourcenschonung in einem Bauteil vereint und damit den Anforderungen moderner Bauprojekte gerecht wird.

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