Gastbeitrag
Besser bauen mit KI und Capmo: Den Grundstein legen die Daten
Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Baubranche zu revolutionieren. Doch um KI effektiv einzusetzen, benötigt es eine zentrale Grundlage.
Die Digitalisierung und Zentralisierung aller relevanten Bauprojektdaten. Sebastian Schlecht, Gründer und technischer Leiter bei Capmo, erklärt in seinem Gastbeitrag, wie die Baubranche durch die Zusammenführung von Informationen an einem Ort von KI profitieren kann. Die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) versprechen, die Baubranche nachhaltig zu revolutionieren. Jedoch besteht die Herausforderung darin, die Grundlage für den effektiven Einsatz von KI zu schaffen. Diese kann nur dann einen guten Job machen, wenn alle wichtigen Daten digitalisiert und zentral an einem Ort vorliegen, beispielsweise in einer Baumanagement-Software wie Capmo.
Die Baubranche ist bekannt für immense Mengen an Informationen, die während eines Bauprojekts generiert werden. Pläne, technische Spezifikationen, Verträge, Termine und weitere wichtige Dokumente sind oft über verschiedene Quellen verteilt. Die Suche nach den richtigen Informationen kann sehr zeitaufwendig sein.
Ein Beispiel: Am Ende eines Bauabschnitts wird in der Leistungsfeststellung festgehalten, ob beispielsweise das Dach allen Anforderungen entspricht, also ob es richtig gebaut wurde. Die Informationen, was als "richtig" gilt, sind über verschiedene Quellen verteilt: LV, technische Spezifikationen, Pläne, Genehmigungen, Planerdokumentation etc. Alle Informationen aus diesen Quellen herauszusuchen ist ein riesiger Aufwand. Eine KI kann hier einen enormen Mehrwert bieten, indem sie die Daten zentralisiert und Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführt. Wenn alle relevanten Informationen an einem Ort gesammelt sind, kann die KI die Dokumente durchsuchen und dabei helfen, alle Anforderungen an das Dach und die dazugehgehörigen Dokumente in Sekunden zusammenzutragen. Dann kann die Bauleitung mit der eigentlichen Prüfung der Leistung beginnen und sich sicher sein, dass ihm alle relevanten Informationen vorliegen.
In unserer Baumanagement-Software Capmo können Sie alle Informationen zu Ihren Bauprojekten an einem zentralen Ort sammeln und verwalten: Planungsdokumente, Genehmigungen, Auflagen, Mängel, Zeitpläne, offene Aufgaben, Protokolle und mehr. Diese Basis, also alle Informationen an einem Ort zu bündeln und zu strukturieren, ist unverzichtbar für die Arbeit mit künstlicher Intelligenz. Erst wenn Sie das haben, wird KI Ihnen helfen können. Wir arbeiten zurzeit daran, eine intelligente Suche in Capmo zu integrieren. Diese soll in der Lage sein, alle Dokumente in Sekunden zu scannen und die Informationen, die Sie zum Beispiel für die Abnahme des Daches benötigen, zusammenzutragen.
Die richtigen Schlüsse aus diesen Informationen zu ziehen, können nur Fachkräfte. Was auf dem Bau entsteht – Gebäude zum Anfassen aus Materialien mit Struktur – kann keine KI beurteilen. Es braucht Fachkenntnis und manchmal einfach das richtige Fingerspitzengefühl. Künstliche Intelligenz dient als Werkzeug, um die Bauleitung und -organisation zu unterstützen, indem sie Informationen bereitstellt, strukturiert und analysiert. Die menschliche Komponente bleibt unverzichtbar, insbesondere wenn es darum geht, kontextbezogene Entscheidungen zu treffen, komplexe Probleme zu lösen und die Bauprojekte erfolgreich umzusetzen. Um das volle Potenzial von KI im Baugewerbe auszuschöpfen, müssen Bauunternehmen daher den ersten Schritt gehen und ihre Daten digital an einem Ort zentralisieren. Die Wahl einer geeigneten Baumanagement-Software, die die Informationen aus den verschiedenen Leistungsphasen transparent zugänglich macht, legt den Grundstein.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 07-08_23.












