Solardach
Drehen, einhängen – fertig
Schritt für Schritt: Die Montage von PV-Unterkonstruktionen auf Flachdächern lässt sich mittlerweile meist schnell und unkompliziert erledigen.
Mit der zunehmenden Nutzung von Solarenergie sind Flachdächer als Standorte für PV-Anlagen immer stärker in den Fokus gerückt. Die schonende Modulmontage auf dem Dach wird mit modernen Unterkonstruktionen dabei immer einfacher und ist dank leistungsstarker, leichter Materialien auch auf Dächern mit eher geringer Traglastreserve möglich. Vor und während der Montage ist zu beachten:
Dacheignung prüfen + Belegungsplan
Vor der Montage einer PV-Anlage auf dem Flachdach müssen die planungsrelevanten Kriterien überprüft werden: Die Restnutzungsdauer des Dachaufbaus sollte mindestens der erwarteten Nutzungsdauer der PV-Anlage entsprechen. Die Funktionstüchtigkeit des Dachs muss zudem vor der Montage der PV-Anlage sorgfältig untersucht und gegebenenfalls wiederhergestellt werden. Für PV-Gründächer muss der Systemaufbau zudem durchwurzelungsfest sein.
Seitens des Gebäudeigentümers, eventuell durch von ihm beauftragte Baustatiker, muss die statische Belastbarkeit der Dachkonstruktion nachgewiesen werden. Weiterhin spielen eine Rolle: Standsicherheit der PV-Anlage, klimatische Bedingungen am Standort, Ausrichtung der Module, erwarteter Solarertrag und Fragen der Elektroinstallation. Hinzu kommen beispielsweise Sicherheitsvorgaben zum Objekt, örtliche Baubestimmungen sowie die mit dem Netzbetreiber zu klärenden Modalitäten zum Anschluss an das örtliche Stromnetz.
Eignet sich das Dach grundsätzlich, müssen die passende Unterkonstruktion gewählt und ein Belegungsplan für das jeweilige Objekt erstellt bzw. beim Hersteller der Unterkonstruktion angefordert werden. Der Plan zeigt die Anordnung der Unterkonstruktionen und Module und gibt Auskunft über die zu erwartende Systemleistung. Außerdem ist eine Detailplanung inklusive Stromlaufplan für die Verschaltung der Module nötig.
Verlegung von PV-Unterkonstruktionen: Beispiel Solar Alpino
Zunächst wird das Schlagschnurraster auf Basis des mitgelieferten Belegungsplans angezeichnet, dann werden die Montagepositionen markiert. Nach der Untergrundreinigung werden die Grundplatten an den Markierungspunkten ausgerichtet, die Manschetten darüber verlegt und umlaufend verschweißt. Im Soprema-System stehen für die unterschiedlichen Abdichtungsmaterialien Bitumen- oder Kunststoffmanschetten zur Verfügung.
Anschließend werden die Modulträger aufgestellt und mit Drehverschlüssen in der Grundplatte verankert. Pfeile auf den Drehverschlüssen zeigen an, ob sie richtig verriegelt sind. Damit ist die PV-Unterkonstruktion bereit für das werkzeugfreie Einhängen der PV-Module.
Auszug aus dachbaumagazin 07.2024.









