Großprojekte

Damir Mioc,

Doka liefert Präzision im Wochentakt

Großprojekte im urbanen Raum stehen heute unter enormem Termin- und Kostendruck. Zwei Projekte zeigen, wie moderne Schalungs- und Logistikkonzepte Bauabläufe effizient strukturieren.

Knapp 7 m hoch, bis zu 8,50 m lang, unterschiedliche Neigungen: Die aufwendigeren dreiarmigen Stützen wurden, anders als die spiegelgleichen vierarmigen Stützen, nicht konventionell, sondern mit einer Spezialschalung erstellt. © Doka

Mit 124 m Höhe prägt der Europa-Allee- Tower inzwischen das Frankfurter Europaviertel. Gemeinsam mit der neuen Messe-Verbindungsbrücke VIA Mobile West gilt das Projekt als wichtiger Bestandteil der Modernisierung zwischen Messe Frankfurt und Europaviertel. Die Rohbauarbeiten führte Adolf Lupp unter außergewöhnlich engen Bedingungen aus.

Bereits kurz nach der Beauftragung im April 2024 mussten die Arbeiten am Hochhaus sowie am neuen Messeeingang Süd anlaufen. Parallel dazu folgte der Auftrag für die Roh- und Stahlbauarbeiten der VIA Mobile West. Für beide Projekte arbeitete Lupp eng mit den Schalungsspezialisten von Doka zusammen.

Besonders der Hochhauskern stellte die Projektbeteiligten vor Herausforderungen. Um den geforderten Wochentakt pro Geschoss einzuhalten, entstand eine kombinierte Schalungslösung aus Kletterschalung Xclimb 60 und dem Deckenschalungssystem DokaXdek.

"Wir haben zwar klassisch die Wände vorausgebaut, aber kamen mit den Decken so schnell nach, dass wir von den Decken aus alle Nachlaufarbeiten schnell hinterherziehen konnten. Das hat so super funktioniert, dass wir trotz der einfachen Lösung unseren Wochentakt pro Geschoss geschafft haben", erklärt Michael Bellon, verantwortlicher Oberpolier bei Lupp.

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Ein besonderer Fokus lag auf der innerstädtischen Baustellenlogistik. Die vormontierte Kletterschalung wurde mit neu entwickelten Klappbühnen und einklappbarer Spindel direkt vom Lkw an das Gebäude montiert. Gerade auf engen Innenstadtbaustellen mit begrenzten Lagerflächen entwickelt sich diese Form der Vorfertigung zunehmend zum entscheidenden Effizienzfaktor.

Parallel dazu verlangte die VIA Mobile West höchste Präzision im Sichtbetonbau. Für die Verbindungsbrücke mussten komplexe drei- und vierarmige 3D-Stützen in Sichtbetonklasse SB4 gefertigt werden. Unterschiedliche Neigungen, exakte Anschlussflächen und hohe Anforderungen an Maßhaltigkeit machten eine detaillierte 3D-Planung notwendig.

Durch segmentierte Schalungslösungen und vorgefertigte Trägerschalungselemente von Doka konnten Montagezeiten reduziert und gleichzeitig rund 33 m³ Formholzkästen eingespart werden. Das Projekt verdeutlicht damit, wie stark technisch abgestimmte Schalungs- und Logistikkonzepte inzwischen den Erfolg moderner Großbaustellen beeinflussen.

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