Baufläche
Hagedorn entwickelt neues Wohnquartier auf ehemaligem Industrieareal
Die Revitalisierung ehemaliger Industrieflächen gewinnt im deutschen Wohnungs- und Städtebau zunehmend an Bedeutung. Steigende Flächenknappheit, der sparsame Umgang mit Ressourcen und die politische Forderung nach einer Reduzierung des Flächenverbrauchs rücken Projekte in den Fokus, die bestehende Areale einer neuen Nutzung zuführen. Ein aktuelles Beispiel hierfür entsteht in Kaltenkirchen: Die Hagedorn Unternehmensgruppe entwickelt auf dem Gelände eines ehemaligen Kalksandsteinwerks ein neues Stadtquartier am See.
Revitalisierung statt Neubau auf der grünen Wiese
Mit dem Erwerb des rund 20 Hektar großen Areals von der Xella Deutschland GmbH hat die Hagedorn Unternehmensgruppe Anfang 2026 den Grundstein für eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Region gelegt. Gemeinsam mit der Stadt Kaltenkirchen soll auf dem ehemaligen Industriestandort ein gemischt genutztes Quartier entstehen, das Wohnen, Freizeit, Versorgung und öffentliche Infrastruktur miteinander verbindet.
Geplant sind rund 500 bis 600 Wohnungen in unterschiedlichen Wohnformen. Darüber hinaus umfasst das Konzept Flächen für den Gemeinbedarf, Angebote für Freizeit und Kultur sowie Nahversorgungsmöglichkeiten. Die direkte Lage am Wasser bildet dabei den zentralen städtebaulichen Ankerpunkt des künftigen Stadtquartiers am See.

Hagedorn treibt komplexe Bauarbeiten am Südschnellweg Hannover voran
Nach dem Brückenrückbau forciert Hagedorn die komplexen Bauarbeiten am Südschnellweg Hannover mit Spezialtiefbau und Tunnelbau.
Industriestandort wird zum urbanen Lebensraum
Für die Bau- und Immobilienbranche zeigt das Projekt exemplarisch, welche Potenziale in der Nachnutzung ehemaliger Industrieflächen liegen. Wo über Jahrzehnte industrielle Wertschöpfung stattfand, soll künftig ein urbanes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen.
Zu den bislang vorgestellten Planungsansätzen gehören eine öffentlich zugängliche Uferpromenade mit Rundweg, gastronomische Angebote mit Blick auf den See sowie Flächen für Freizeit- und Kulturaktivitäten. Auch eine mögliche Badestelle, ein Bootsanleger sowie ein potenzieller Kita-Standort werden in den weiteren Planungen berücksichtigt.
Gerade die Kombination aus Wohnen, öffentlicher Infrastruktur und Freizeitnutzung entspricht den Anforderungen moderner Quartiersentwicklung. Für Kommunen bietet ein solches Nutzungskonzept die Möglichkeit, innerstädtische Flächen nachhaltig aufzuwerten und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
Umfangreiche Vorbereitungen vor dem eigentlichen Hochbau
Bevor die ersten Wohngebäude entstehen können, stehen umfangreiche Vorarbeiten an. Dazu zählen die Untersuchung und Aufbereitung der Flächen ebenso wie der Rückbau bestehender Anlagen und die Schaffung der erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen.
Für Bauunternehmen und Projektentwickler verdeutlicht das Vorhaben die Komplexität moderner Revitalisierungsprojekte. Der eigentliche Hochbau stellt dabei häufig nur einen Teil der Gesamtaufgabe dar. Die technische, ökologische und rechtliche Vorbereitung ehemaliger Industriestandorte entscheidet maßgeblich über den späteren Projekterfolg.
Hagedorn setzt auf integrierte Wertschöpfungskette
Das Projekt in Kaltenkirchen steht zugleich für den strategischen Ansatz der Hagedorn Unternehmensgruppe, Revitalisierung ganzheitlich zu betrachten. Die Unternehmensgruppe verbindet verschiedene Leistungen entlang der gesamten Entwicklungskette – vom Rückbau über Recycling und Flächenaufbereitung bis hin zur Quartiersentwicklung.
Dieser integrierte Ansatz gewinnt insbesondere bei komplexen Brownfield-Projekten an Bedeutung. Durch die enge Verzahnung der einzelnen Projektphasen können Schnittstellen reduziert und Entwicklungsprozesse effizient gesteuert werden. Für Kommunen und Investoren entsteht dadurch eine höhere Planungssicherheit bei der Umwandlung ehemaliger Industrie- und Brachflächen.
Nächste Meilensteine für das Stadtquartier am See
Ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung erfolgt mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan, der die nächste Phase der Quartiersentwicklung einleitet. Parallel dazu sollen im Herbst die Rückbauarbeiten auf dem Gelände beginnen.
Mit dem Stadtquartier am See entsteht in Kaltenkirchen ein Projekt, das die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung beispielhaft adressiert: die Schaffung von Wohnraum, die nachhaltige Nutzung vorhandener Flächenressourcen und die Umwandlung ehemaliger Industriestandorte in lebenswerte urbane Räume. Für die Bauwirtschaft bietet das Vorhaben zugleich einen praxisnahen Einblick in die Anforderungen moderner Flächenrevitalisierung und integrierter Quartiersentwicklung.
Bedeutung für die Bauwirtschaft
Das Projekt in Kaltenkirchen verdeutlicht einen Trend, der die Bau- und Immobilienbranche in den kommenden Jahren zunehmend prägen dürfte. Angesichts begrenzter Flächenreserven rücken Revitalisierung, Nachverdichtung und die Entwicklung bestehender Standorte stärker in den Fokus von Investoren, Kommunen und Projektentwicklern. Die Hagedorn Unternehmensgruppe zeigt mit dem Stadtquartier am See, wie ehemalige Industrieflächen durch eine langfristige Entwicklungsstrategie wieder Teil des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzungskreislaufs werden können.









