Im Straßen- und Verkehrswegebau
So reduziert Silikal Sperrzeiten
Mit der Zulassung eines neuen Reaktionsharzmörtels steht nun ein Verfahren zur Verfügung, das Bauzeiten im Vergussbereich deutlich verkürzt.
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat dem Reaktionsharzmörtel Silikal R 17 E die Zulassung zur Verwendung als Vergussmörtel bei Brückenlagern gemäß der Richtlinie 804.5101 erteilt. Damit ist bestätigt, dass das Produkt alle technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen für den Einsatz in der deutschen Eisenbahninfrastruktur erfüllt.
Im Bahnbau ist Zeit längst zur entscheidenden Ressource geworden. Klassische Verfahren im Bereich der Brückenlager-Sanierung gehen häufig mit längeren Streckensperrungen einher – ein erheblicher Eingriff in den laufenden Betrieb. Silikal R 17 E kann nun Abhilfe schaffen. Durch seine kurze Aushärtezeit reduzieren sich Sperrzeiten deutlich. Für Infrastrukturbetreiber entsteht so ein unmittelbarer wirtschaftlicher Hebel: weniger Stillstand, mehr Verfügbarkeit im Netz.
Die Materialeigenschaften
Silikal entwickelte den auf Methylmethacrylat (MMA) basierenden Reaktionsharzmörtel gezielt für Vergussarbeiten an Fugen und Lagersockeln von Eisenbahnbrücken und als Alternative zu Beton. Neben der schnellen Aushärtung wurden insbesondere die technischen Eigenschaften im Rahmen eines mehrjährigen Forschungs- und Prüfprozesses bewiesen. Dazu zählen hohe Druckfestigkeit sowie sehr gute Fließeigenschaften, die komplexe Vergussgeometrien ermöglichen.
Für die Praxis bedeutet das: Auch anspruchsvolle Bauteile im Brückenbereich lassen sich präzise und zuverlässig ausführen – ein entscheidender Faktor bei der Instandhaltung. Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die einfache Verarbeitung. Laut Hersteller ist keine komplexe Maschinentechnik erforderlich, was den Einsatz im Bahnumfeld erleichtert. Auch die Prozesssicherheit wurde berücksichtigt: Alle Arbeitsschritte sind im sogenannten "EBA-Vergussprotokoll" beschrieben, ergänzt durch ein standardisiertes Freigabekonzept. Damit ist der Einsatz nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch in bestehende Abläufe eingebettet.
Sanierungsarbeiten an Eisenbahnbrücken finden selten unter idealen Bedingungen statt. Wetter, Temperatur und Zeitfenster sind oft begrenzende Faktoren. Silikal R 17 E ist ganzjährig einsetzbar und zeigt auch bei niedrigen Außentemperaturen von rund 5 °C weiterhin gute Verarbeitungseigenschaften.
Mit der Zulassung von Silikal R 17 E wird der wichtige Ansatz sichtbar: kürzere Bauzeiten bei gleichbleibender technischer Sicherheit.












