Akkus

Max Kandler,

Kärcher und Stihl starten Akku-Allianz

Die Anforderungen im Baugewerbe verändern sich: Mobile Einsatzbereiche, steigender Effizienzdruck und der zunehmende Einsatz elektrischer Antriebstechnologien prägen den Arbeitsalltag von Bauunternehmen und Dienstleistern. Mit der neuen Akku-Allianz setzen Kärcher und Stihl einen strategischen Schritt, um professionelle Anwender künftig mit einem gemeinsamen Akkusystem auszustatten.

Michael Traub, Vorsitzender des Vorstands der Stihl AG und Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG © Stihl / Kärcher

Die Alfred Kärcher SE & Co. KG und die Andreas Stihl AG & Co. KG bündeln ihre Technologiekompetenzen und schaffen mit dem ALLPRO-Akkusystem eine gemeinsame Plattform für professionelle Anwendungen. Ziel der Kooperation ist es, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Investitionen nachhaltiger nutzbar zu machen und unterschiedliche Einsatzbereiche mit einem einheitlichen Energiesystem abzudecken.

Für Unternehmen aus dem Baugewerbe bedeutet diese Entwicklung vor allem eine höhere Systemeffizienz: Ein gemeinsames Akku- und Ladesystem kann die Organisation von Geräteparks vereinfachen und den Aufwand für unterschiedliche Energieplattformen reduzieren.

ALLPRO-Akkusystem als Basis für professionelle Anwendungen

Herzstück der Akku-Allianz ist das von Stihl entwickelte ALLPRO-Akkusystem. Die Plattform wurde für professionelle Anforderungen entwickelt und ermöglicht den Einsatz leistungsfähiger Akkupacks über verschiedene Gerätebereiche hinweg.

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Gerade im Bauumfeld, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Facility Management entstehen dadurch neue Möglichkeiten. Anwender können künftig dieselben Hochleistungs-Akkus und Ladegeräte sowohl für Reinigungsgeräte von Kärcher als auch für Motorgeräte von Stihl nutzen.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich für bestehende Stihl Kunden: Die Kompatibilität mit dem bisherigen AP-System bleibt erhalten. Bereits vorhandene AP-Akkus können auch mit den neuen Kärcher-Akkugeräten genutzt werden. Für Kärcher Kunden stellt ALLPRO eine neue technologische Plattform dar. Gleichzeitig gewährleistet Kärcher für bestehende Geräte aus dem bisherigen Battery Universe weiterhin Service sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Akkus.

Weniger Komplexität im Gerätepark, mehr Flexibilität auf der Baustelle

Mit dem mobilen Schnellladegerät Stihl AL 1802 MO sind die neuen Tabless-Akkus AP 100.0 P, AP 200.0. P und AP 300.0 P und PC im ALLPRO-System von Stihl drinnen wie draußen, stationär oder unterwegs in nur neun Minuten zu 80 Prozent geladen. Und in Verbindung mit der ebenfalls neuen Powerstation Stihl PS 2000 ist das Laden auch fernab von einer Steckdose möglich. © Stihl

Für Bauunternehmen und professionelle Anwender gewinnt ein durchgängiges Energiemanagement zunehmend an Bedeutung. Unterschiedliche Geräte mit verschiedenen Akkusystemen bedeuten in der Praxis zusätzlichen Organisationsaufwand bei Beschaffung, Lagerhaltung und Einsatzplanung.

Die Akku-Allianz von Kärcher und Stihl setzt genau an diesem Punkt an. Mit einem gemeinsamen System können Unternehmen ihre Geräteflotten effizienter strukturieren und den Einsatz elektrischer Profi-Geräte flexibler gestalten.

Besonders interessant ist dies für Betriebe, die mehrere Tätigkeitsfelder kombinieren – beispielsweise Bauunternehmen mit eigenen Außenanlagen, Kommunaldienstleistungen oder ergänzenden Facility-Management-Aufgaben. Ein einheitliches Akkusystem kann dazu beitragen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die Nutzung vorhandener Ressourcen zu optimieren.

Elektrifizierung professioneller Anwendungen schreitet voran

Kärcher und Stihl verfolgen mit der Kooperation das Ziel, die Elektrifizierung professioneller Anwendungen weiter voranzutreiben. Beide Unternehmen setzen dabei auf ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung professioneller Geräte sowie auf hohe Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit.

Die Akku-Allianz beschränkt sich nicht ausschließlich auf die beiden Gründungspartner. Weitere Spezialhersteller sollen das ALLPRO-Akkusystem künftig ebenfalls in ihren Geräten einsetzen. Dazu gehören unter anderem Anwendungen aus Bereichen wie Forstwinden, Geräteträger und mobile Tankstellensysteme.

Damit entsteht ein breites Einsatzspektrum für professionelle Nutzer aus verschiedenen Branchen. Anwender aus Forst, Garten- und Landschaftsbau, Bauwirtschaft, Facility Management sowie Hilfsorganisationen erhalten Zugriff auf ein System mit mehr als 120 Geräten, die mit denselben Akkupacks betrieben werden können.

Bedeutung für Bauunternehmen und Entscheider

Für Geschäftsführer, Bauleiter und technische Entscheider ist die Entwicklung vor allem unter wirtschaftlichen und organisatorischen Gesichtspunkten relevant. Einheitliche Akkusysteme können helfen, Geräteparks übersichtlicher zu gestalten und die tägliche Arbeit auf Baustellen sowie in angrenzenden Einsatzbereichen effizienter zu organisieren.

Der Marktstart der neuen Akkus erfolgt im Stihl Fachhandel ab dem 1. August 2026. Bei Kärcher ist der Start für die neuen Akkus und Geräte zum 1. Januar 2027 vorgesehen.

Mit der Akku-Allianz von Kärcher und Stihl entsteht ein neuer Ansatz für professionelle Energieversorgung: weniger Systemvielfalt, mehr Flexibilität und eine gemeinsame technologische Grundlage für zukünftige Anwendungen im Baugewerbe und darüber hinaus.

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