Nachhaltigkeit

Max Kandler,

Wie der Pflasterstein ProKlima Zero von Kann neue Maßstäbe im Umweltschutz setzt

Das Baugewerbe steht vor der Herausforderung, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Effizienz in Einklang zu bringen. Unternehmen wie Kann zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein strategisches Ziel sein kann, sondern konkret in Produkten und Prozessen verankert wird. Mit einer klar ausgerichteten Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt Kann das Ziel, den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette messbar zu reduzieren und gleichzeitig praxistaugliche Lösungen für den Baustellenalltag bereitzustellen.

Mit den Klimalieblingen von Kann bleiben die Belange der Umwelt stets im Fokus. © Kann GmbH Baustoffwerk, Benndorf

Im Fokus steht dabei ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl die Rohstoffgewinnung als auch die Herstellung und den späteren Einsatz der Produkte berücksichtigt. Dieser Ansatz gewinnt insbesondere für Bauunternehmer, Projektleiter und Entscheider zunehmend an Bedeutung, da regulatorische Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen weiter steigen.

Pflasterstein ProKlima Zero als technologischer Impulsgeber

Ein zentrales Element dieser Entwicklung ist der Pflasterstein ProKlima Zero. Er steht exemplarisch für eine neue Generation von Baustoffen, die den Umweltschutz direkt in das Material integrieren. Im Vergleich zu konventionell hergestellten Betonpflastersteinen kann dieses Produkt eine vollständige CO₂-Reduktion erreichen.

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Die technische Grundlage bildet ein innovativer Rohstoff, der Kohlenstoff langfristig bindet. Anders als klassische Kompensationsmodelle erfolgt die CO₂-Speicherung nicht extern, sondern direkt im Baustoff selbst. Damit wird der natürliche Kohlenstoffkreislauf gezielt genutzt und zugleich unterbrochen, indem gebundener Kohlenstoff dauerhaft im Material verbleibt.

Die eingesetzte Biomasse stammt aus land- und forstwirtschaftlichen Quellen und wird vor ihrer natürlichen Zersetzung in einem speziellen Verfahren aufbereitet. Das darin gespeicherte CO₂ bleibt im weiteren Produktionsprozess erhalten und wird in die Struktur des Betonsteins integriert. Für die Praxis bedeutet das: Der Pflasterstein ProKlima Zero verbindet bautechnische Anforderungen mit einer nachweisbaren Verbesserung der Klimabilanz.

Ressourcenschonung und Materialinnovation im Baualltag

Neben dem Pflasterstein ProKlima Zero zeigt sich die strategische Ausrichtung auch in weiteren Produktlösungen. Der Pflasterstein ProKlima kann die CO₂-Emissionen um bis zu 65 Prozent reduzieren, indem im Kernbeton vollständig auf Zement verzichtet wird. Stattdessen kommen alternative Bindemittel auf Basis moderner Geopolymer-Technologie zum Einsatz.

Ein weiterer Ansatz liegt in der konsequenten Nutzung von Recyclingmaterialien. Produkte wie der Vios RX40 integrieren einen hohen Anteil an aufbereitetem Beton aus regionalen Bau- und Sanierungsprojekten. Dadurch werden Transportwege reduziert und vorhandene Ressourcen effizient wiederverwendet, was sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet.

Auch im Bereich der Gestaltungselemente bleibt die Funktionalität erhalten. Trotz nachhaltiger Materialanpassungen können nahezu alle Oberflächenvarianten realisiert werden, ohne Abstriche bei Optik oder technischen Eigenschaften in Kauf nehmen zu müssen. Dies ist insbesondere für Projekte relevant, bei denen gestalterische Anforderungen mit Nachhaltigkeitszielen kombiniert werden sollen.

Schwammstadt-Konzepte und neue Anforderungen an Infrastruktur

Mit Blick auf zunehmende Starkregenereignisse und urbane Verdichtung gewinnt auch das Wassermanagement an Bedeutung. Hier setzt der Vios Stadtklimastein an, der als Bestandteil moderner Schwammstadt-Konzepte fungieren kann. Seine Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, zu speichern und zeitverzögert wieder abzugeben, entlastet die Kanalisation und trägt zur Stabilisierung des Mikroklimas bei.

Für Planer und Bauverantwortliche eröffnet sich damit die Möglichkeit, Infrastrukturmaßnahmen nicht nur funktional, sondern auch klimaresilient auszulegen. Solche Lösungen zeigen, wie technische Innovation und Nachhaltigkeit im Baugewerbe zusammengeführt werden können.

Bedeutung für die Branche und Einordnung

Die Entwicklungen rund um den Pflasterstein ProKlima Zero verdeutlichen, dass nachhaltige Baustoffe längst kein Nischenthema mehr sind. Vielmehr entwickeln sie sich zu einem zentralen Baustein moderner Bauprojekte. Für Entscheider im Bauwesen entsteht daraus die Notwendigkeit, Materialien nicht nur nach Kosten und Verfügbarkeit, sondern zunehmend auch nach ihrer Umweltwirkung zu bewerten.

buildingnet.de etabliert sich in diesem Kontext als relevante Informationsplattform für aktuelle Entwicklungen im Baugewerbe. In Kombination mit dem Baugewerbe Magazin als fundierter Fachquelle entsteht ein belastbares Fundament für fundierte Entscheidungen rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Die vorgestellten Ansätze zeigen, dass Nachhaltigkeit im Bauwesen kein abstraktes Ziel bleiben muss. Sie kann konkret umgesetzt werden – durch innovative Materialien, optimierte Prozesse und eine klare strategische Ausrichtung, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.

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