Wood Architecture Prize by Klimahouse

Damir Mioc | Damir Mioc,

Gewinnerprojekte inspirieren Zukunft der Architektur

Im Rahmen der Fachmesse Klimahouse wurden architektonischen Projekte aus Holz ausgezeichnet, die eine hohe Energieeffizienz aufweisen. Ziel des Preises ist es, die Erforschung eines Planungs- und Bauprozesses unter Verwendung von Holz zu fördern, der den internationalen Kriterien entspricht, die durch die Fragen des Klimas und der Nachhaltigkeit vorgegeben werden.

Einer der Gewinnerpreise für „Architekturprojekte aus öffentlicher Initiative“ ging an die Roberto Rocca Innovation Buildings – Studio Filippo Taidelli

© Giovanni Hanninen

Eine vorbildliche Nutzung von Materialien, die Anwendung umweltfreundlicher Bautechniken und der Einsatz neuer Technologien für einen effizienteren Energieverbrauch ohne Einbußen beim Komfort: Dies sind einige der Kriterien, denen die Jury des „Wood Architecture Prize“ by Klimahouse bei der Verleihung der zweiten Ausgabe dieses renommierten Preises folgte, welcher von Messe Bozen in Zusammenarbeit mit dem Politecnico Turin, der Universität IUAV in Venedig und PEFC Italia im Rahmen von Klimahouse 2024 ins Leben gerufen wurde.

Der Grundgedanke dieser Initiative ist die Verbreitung verschiedener Bauphilosophien und -ansätze, die den Einsatz von Holz fördern. Dabei werden Projekte ausgewählt, die die verschiedenen Anwendungs- und Experimentierkontexte repräsentieren: Von neuen Gebäuden über Sanierungen und Erweiterungen bis hin zur experimentellen Architektur, welche auf nationaler Ebene realisiert wurden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die projektbezogene Haltbarkeit und die kombinierte Verwendung mit anderen nachhaltigen Materialien gelegt. Somit wendet sich der Wood Architecture Prize nicht nur an Architekten, sondern an alle Akteure in der Holzbaubranche, darunter Auftraggeber, Start-ups, die öffentliche Verwaltung und Unternehmen.

Aus 80 Kandidaten wurden zwölf Finalisten ausgewählt. Die ausgezeichneten Projekte sind vorbildliche Beispiele für konkrete Realisierungen, die zeigen, wie Nachhaltigkeit, Effizienz und Design zusammenkommen können, um die Zukunft des Sektors im Einklang mit den gemeinschaftlichen Zielen für eine klimaneutrale Wirkung bis 2050 zu inspirieren.

Die Gewinnerprojekte der verschiedenen Kategorien wurden bei der Preisverleihung am zweiten Messetag bekannt gegeben:

•   Gewinner „Architekturprojekte aus privater Initiative“: Casa del custode (BO) – Studio Camilla De Camilli. Eine einfache, modulare Pavillonstruktur, die auf das geschickte Zusammenspiel von drei Elementen basiert: der Holzrahmenstruktur, den Glaspaneelen und dem venezianischen Granitboden.

•    Der Preis für „Architekturprojekte aus öffentlicher Initiative“ wurde der Erweiterung therapeutischer Gebäude beim Forte Rossarol – Arbau Studio, ex aequo mit dem Roberto Rocca Innovation Buildings – Studio Filippo Taidelli, verliehen. Ersteres ist eine geschickte Sanierung ehemaliger militärischer Baracken. Das zweite ist ein großes Werk, das die sichtbare Holzstruktur (Träger-Stützen-System) in Kombination mit anderen Materialien verwendet.

•    Die besondere Erwähnung für einen Designer „Under 35“ ging an das Projekt The Hermitage – LLABB Architettura von Architekt Federico Robbiano und Architekt Luca Scardulla.

Die Juroren vergaben außerdem drei besondere Erwähnungen:

•    Das Projekt A.I.D.I  Accoglienza in dispensa (BA) – Mixtura Studio von Architekt Cesare Querci.

•   Casa Zero (AQ) - Outstudio Architetture von Architekt Alberto Giobbi.

•    Die Santer-Pass-Hütte (BZ) von Architekt Lukas Tammerle und Architekt Paul Senoner.

Als Preis für den Wood Architecture Prize erhalten die Gewinner die Teilnahme an einer landesweiten Foto-Wanderausstellung sowie die Möglichkeit, als Redner an den Veranstaltungen „Waiting for Wood Architecture Prize 2025“ in Venedig und beim „ReBuild Expo Congress 2024 in Madrid“, einer führenden Messe für nachhaltige Bautechnik in Europa, vom 19. bis 21. März 2024, teilzunehmen.

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