Netzwerktreffen im Stadtquartier Neckarbogen

Jessica Stütz,

Holzhybridbauweise: Stadthäuser „K6“ und „K7“

Am 17. Juli 2024 fand im neuen Stadtquartier Neckarbogen in Heilbronn das erste Netzwerktreffen zum Thema „Holzhybridbauweise“ statt. Initiator Schlosser Holzbau und Ausrichter Kruck + Partner, unterstützt von Pro Holz Baden-Württemberg, begrüßten rund 60 Architekten, Ingenieure und Projektplaner aus der Holz- und Massivbaubranche auf der Großbaustelle. Ziel der Veranstaltung war es, über die vielfältigen Möglichkeiten der Holzhybridbauweise zu informieren und die Aspekte eines wirksamen Bauteams aufzuzeigen.

Uwe André Kohler, Geschäftsführer der ProHolzBW GmbH, Marlen Schlosser, Geschäftsführerin der Schlosser Planprojekt GmbH & Co. KG und Joachim Kruck, Geschäftsführer von Kruck + Partner Wohnbau und Projektentwicklung GmbH & Co. KG hatten zum ersten Netzwerktreffen in das Stadtquartier Neckarbogen eingeladen

© Schlosser Holzbau/Kruck+Partner

Nach der Begrüßung und Vorstellung des Bauteams wurden verschiedene Fachvorträge gehalten, die einen Einblick in die Stadthäuser „K6“ und „K7“ gaben. Zunächst gab Joachim Kruck, Geschäftsführer von Kruck + Partner Wohnbau und Projektentwicklung, den Gästen einen Überblick über das Vorzeigeprojekt „Stadtquartier Neckarbogen“. 

Marlen Schlosser, Geschäftsführerin von Schlosser Holzbau und Uwe André Kohler von ProHolz BW führten anschließend in das Thema „Holzhybridbauweise“ ein. „Die Holzhybridbauweise kombiniert die Stärken von Holz und Beton, vereint bewährte Bauweisen und führt zu einer schnelleren, flexibleren und nachhaltigeren Bauweise, wodurch der wirtschaftliche und ökologische Nutzen erhöht wird“, weiß Marlen Schlosser. Die Vorteile dieser besonderen Bauweise umfassen insbesondere kurze Bauzeiten und präzise Planbarkeit durch einen hohen Vorfertigungsgrad, Qualitätssicherung durch werkseitige Vorfertigung und flexible Raumgestaltung. „Unsere Mehr-Optionen-Gebäude berücksichtigen von Anfang an Umnutzungspotenziale und minimieren dadurch Leerstandsrisiken“, erläuterte Marlen Schlosser.

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Bernd Baur, Geschäftsführer der Albert Amos GmbH & Co. KG, Dr. Oliver Kaps, Architekt und Geschäftsführer der Baumschlager Hutter München GmbH, und Florian Eitel, Vertriebsleiter der Schlosser Holzbau GmbH, diskutierten die Holzhybridbauweise

© Schlosser Holzbau/Kruck+Partner

Der Architekt des Stadthauses „K7“, Dr. Oliver Kaps vom Büro Baumschlager Hutter, erläuterte die Kernpunkte der Holzhybridbauweise in Bezug auf die Architektur und Planung der Gebäude. Florian Eitel, Vertriebsleiter bei Schlosser Holzbau, ging auf die Holzhybridbauweise unter Berücksichtigung der Holzbaurichtlinie ein, und Bernd Baur, Geschäftsführer von Albert Amos, vermittelte die Bedeutung des Bauteams von der Planung bis zur Fertigstellung.

In nur fünf Arbeitstagen und auf engstem Raum wurden die Fassadenelemente mit den werksseitig vorgefertigten Elementen in Holzrahmenkonstruktion an die massive Hauptkonstruktion montiert

© Schlosser Holzbau/Kruck+Partner

Die Tragekonstruktion der beiden neuen, sechsgeschossigen Stadthäuser im Stadtquartier Neckarbogen wurde in Stahlbetonbauweise gefertigt. Dazu zählen primär der Treppenkern und die Zwischendecken. Anschließend wurden in nur fünf Arbeitstagen und auf engstem Raum die Fassadenelemente mit den werksseitig vorgefertigten Elementen in Holzrahmenkonstruktion an die massive Hauptkonstruktion montiert. Die Anlieferung der vorgefertigten Elemente musste just in time erfolgen. Ein gut funktionierendes Bauteam, bereits in der Planungsphase integriert, reduziert die Kommunikationsschnittstellen, ermöglicht technische und wirtschaftliche Optimierungen und verbessert die Realisierung komplexer oder herausfordernder Projekte, waren sich die Vortragenden einig.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die abschließende Besichtigung der beiden Stadthäuser im Baufeld „K“ des Stadtquartiers Neckarbogen. Haus „K6“ umfasst 15 Wohnungen, darunter geförderten Wohnraum, sowie eine Gewerbefläche im Erdgeschoss. Die Architektur hebt die natürliche Optik von Holz und die urbane Integration hervor. Das Stadthaus „K7“ besteht aus 10 Wohnungen und ebenfalls einer Gewerbefläche. Beide Gebäude bestechen durch ihre ansprechende Holzfassade und die Verwendung vorgefertigter Holzelemente, die nicht nur eine schnelle und effiziente Bauweise, sondern auch ein angenehmes Innenraumklima ermöglichen.

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