Entwässerung

Damir Mioc,

Flüssigkeitsdichte Flächenversiegelung


Der Neubau der Feuer- und Rettungswache Nord in Kiel-Holtenau

setzt in hohem Maß auf Umweltschutz – auch bei der

Entwässerung eines Waschplatzes und einer Löschübungsanlage.


Die im September 2024 eingeweihte neue Feuer- und Rettungswache Nord in Kiel- Holtenau schließt eine Sicherheitslücke im Norden der Stadt: Der Standort in der Boelckestraße trägt dazu bei, das Schutzziel zu erreichen, nach Alarmierung innerhalb von 8 Minuten mit einem Löschzug am Brandort zu sein. Um die Gewässer vor Schäden durch wassergefährdende Stoffe zu bewahren, wurden auf dem Betriebsgelände weitreichende technische Vorkehrungen getroffen. Belastete Abwässer entstehen hier auf zwei Wegen: zum einen beim Reinigen der Einsatzfahrzeuge, zum anderen bei Löschübungen.

Die Reinigungsmaßnahmen finden in einer Waschhalle und auf einem außerhalb des Gebäudes liegenden Waschplatz statt. Gemäß den Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) sowie im Einklang mit der Technischen Regel wassergefährdender Stoffe (TRwS 786) musste der Waschplatz mit einer flüssigkeitsdichten Versiegelung ausgestattet werden. Gleiches gilt für eine weitere Fläche, auf der die Feuerwehrleute regelmäßig Löschübungen abhalten.

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Das von der Landeshauptstadt Kiel beauftragte Ingenieurbüro p.si und der bauleitende Architekt für die Außenanlagen, Heino Brockmann vom Büro Zwischenraum Architekten, entschieden sich hierbei für ein Flächendichtsystem sowie weitere Abwasserbehandlungskomponenten des Herstellers Mall. "Es war für unsere Planungen sinnvoll, bei der Ableitung und Abscheidung des Waschwassers sowie beim Umgang mit den Flüssigkeiten aus den Löschübungen im System eines einzigen Herstellers zu bleiben. Die einzelnen Produkte sind aufeinander abgestimmt", sagt Hendrik Jaschke, beratender Ingenieur vom Planungsbüro p.si.

Für den Waschplatz verlegte das Kieler Bauunternehmen Heinrich Karstens im Dezember 2023 auf einem mit Frostschutzschicht, flüssigkeitsdurchlässigem Geotextil, Tragschicht und Bettung vorbereiteten Untergrund Betonsteine aus dem Baukastensystem. Dieses umfasst serienmäßig über 20 verschiedene Platten-, Rinnen-, Ablauf- und Bordsteinelemente. Gefertigt werden sie aus "flüssigkeitsdichtem Beton nach Eindringprüfung" (FDE-Beton).

Bei dem Projekt kamen als "Hauptbausteine" 125 cm lange, 100 cm breite und 25 cm hohe Bodenplatten zum Einsatz. An ihren Platz manövriert wurden die jeweils 750 kg schweren Elemente per Vakuumhebegerät. Eine Einfassung mit zuvor gesetzten Absenkplatten zieht die Ränder des 20 m

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10 m großen Platzes um 3 cm nach oben, was ein seitliches Ablaufen des Waschwassers verhindert.

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