Eleven Decks

Kai Ingmar Link,

Neues Gesicht für die HafenCity


Mit den "Eleven Decks" setzt Hamburgs HafenCity ein bauliches

Ausrufezeichen: Der Entwurf von Carsten Roth Architekt präsentiert sich

als gestaffelter, u-förmiger Baukörper mit bis zu elf Geschossen.


Zur Südseite hin öffnet sich das Gebäude über großzügige Dachterrassen, die in Verbindung mit den prägnanten Balkonen und Loggien aus rotem Sichtbeton ein lebendiges Fassadenbild erzeugen. Die durchgefärbten Fertigteile verleihen dem massiven Baukörper Tiefe und Leichtigkeit; erzeugen ein plastisches Spiel aus Licht und Schatten und gliedern die Volumina auf subtile Weise.

Sichtbeton mit Identität

Die farbigen Betonfertigteile sind mehr als nur funktionales Element. Sie formen eine prägende gestalterische Aussage. Ihre Realisierung stellte hohe Anforderungen: Der Rotton sollte homogen, die Kanten exakt und die Oberfläche glatt, aber lebendig sein. Die gewünschte Qualität war nur mit durchgefärbten, monolithischen Bauteilen in selbstverdichtendem Beton erreichbar. Die Erfahrung von Hemmerlein Ingenieurbau, eines Spezialisten für Sichtbetonlösungen, erwies sich an dieser Stelle als essenziell.

Farbstabilität durch präzise Rezeptur

Um die Farbkonstanz der 540 Fertigteile sicherzustellen, war eine erforderte exakt abgestimmte Betonzusammensetzung erforderlich. Nur so konnte verhindert werden, dass sich die Teile in Qualität und Farbe nicht unterschieden. Entwickelt wurde sie von Hemmerlein in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Regensburg. Das Material war einer der entscheidenden Faktoren. Die Wahl fiel auf Zement von Heidelberg Materials, dessen Kalkhaltigkeit überzeugte. Das gewünschte Speicherstadt-Rot erreichte das Team mit einer Mischung aus gelben, braunen und roten Eisenoxidpigmenten sowie farbigen Sanden.

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Die drei Grundtypen der Betonelemente – L-förmiger Balkon, Deckenplatte und Deckenplatte mit Brüstung – wurden durch zahlreiche Sonderteile ergänzt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Architekt und Hersteller sorgte für durchdachte konstruktive Lösungen. Die bis zu 8,5 Tonnen schweren Elemente wurden hydrophobiert, transportgerecht verladen und in Hamburg mittels Mobilkranen montiert. Ihre Befestigung erfolgte an den Ortbetonwänden des Rohbaus über integrierte Konsolen – ein Prinzip, das der vorgehängten Fassade ähnelt.

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