Baugewerbe EXKLUSIV
Kopfschmerztablette für Bauunternehmer
Es ist eine Zahl, die erschüttert: Ein einziger Liter Hydrauliköl
kann eine Million Liter Wasser verunreinigen. Gut, dass findige
Köpfe des Baugewerbes eine Lösung gefunden haben:
In der Realität von Baustellen ist genau das immer wieder ein Risiko – trotz sorgfältiger Wartung, regelmäßiger Kontrollen, geschultem Fachpersonal und moderner Technik. Denn ein Schlauchplatzer kann jeden Moment passieren. Was dann passiert, ist ein Dominoeffekt aus Problemen: Der Bagger steht still, der Zeitplan gerät ins Wanken, die Kosten laufen weiter – und das ausgelaufene Öl kontaminiert den Boden. Die Folgen sind offensichtlich weitreichend.
Und nicht immer sind es nur technische Defekte, die das Problem verschärfen. Es gibt schwarze Schafe in der Baubranche, die Ölaustritte vertuschten oder kleinredeten, so Oilfix-Geschäftsführer Christoph Sauer. "Will der Bauherr beispielsweise einige Zeit später einen Grundwasserbrunnen bauen, verursacht der belastete Untergrund echte Probleme." Die Konsequenzen aber tragen andere – meist der. Wenn Hydrauliköl unkontrolliert aus einer Leitung austritt, wird aus einer Baustelle schnell ein Fall für die Umweltbehörden. Genau hier setzt Oilfix an – mit einer Lösung, die so einfach wie wirksam ist. Und mit einer klaren Haltung: "Wir suchen Lösungen für die gesamte Branche. So erreichen wir einen Nutzen für alle", erklärt der Geschäftsführer von Oilfix. Denn zu klären ist auch die Frage, was mit dem übrigen Öl in der Maschine passiere. Die Recyclingquote sei nämlich sehr gering.
Die Folgen sind nicht nur technisch und wirtschaftlich spürbar. Sie reichen tief ins juristische und ökologische Terrain. "Ein 30-t-Bagger mit Erdbauausrüstung und einer DN25-Leitung arbeitet in der Regel mit 350 bar Arbeitsdruck. In unserer Simulation mit einer solchen Maschine hat es fast 9 Sekunden gedauert, um den Ausleger abzusetzen. Währenddessen sind 37 Liter Hydrauliköl ausgetreten." Bei einer DN-40-Leitung wären es sogar über 130 Liter gewesen.
Der blinde Fleck im Maschinenbau
Die Probleme beginnen laut Christoph Sauer oft schon in der Entwicklung moderner Baumaschinen. Dort wird meist unter Laborbedingungen getestet, unter idealisierten Umständen, die mit der Realität der Baustellen nicht immer etwas gemein haben. "Das Problem haben viele gar nicht auf der Liste. Viele Hersteller haben schlicht keine Erfahrungswerte, wenn es um geplatzte Schläuche geht. Es scheint, als liege den Produktentwicklungen immer die ‚perfekte Umgebung‘ zu Grunde", sagt Sauer.
Die Lücke in der Hydraulik – und ihre Lösung
Noch immer ist der Ablauf im Falle eines Schlauchplatzers alles andere als effizient. Das Personal muss den Ausleger absenken und die Maschine abschalten, im Anschluss die Kabine verlassen und den Schaden lokalisieren. Währenddessen fließt das Hydrauliköl ungebremst weiter. Hier setzt Oilfix an. Das unscheinbare und fast unsichtbare Block-Ventil sitzt am Ausleger – ohne die Arbeitsabläufe zu stören. Der Fahrer kann im Ernstfall per Knopfdruck den Ölfluss in Sekundenschnelle unterbrechen – ganz ohne die Kabine verlassen zu müssen. Das spart nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch wertvolle Liter Öl. Gleichzeitig bleibt die Maschine betriebsbereit. Das heißt: Die Reparatur kann sofort erfolgen – ohne langwierige Stillstandszeiten, ohne zusätzliche Ölverschmutzung. Ist der Schaden behoben, ist auch das Oilfix-System sofort wieder einsatzbereit. Zusätzliche Wartung ist nicht notwendig. "Den Stillstand zu vermeiden ist das große Ziel, immerhin sprechen wir hier von den Brot- und Buttermaschinen auf der Baustelle."
Hydraulikleitungen zählen vor allem im Heavy- Duty-Bereich zu den neuralgischen Punkten einer jeden Maschine. Oilfix begegnet diesem Risiko mit einem System, das von Beginn an auf breite Anwendbarkeit ausgelegt wurde. "Wir setzen gemäß unserer Unternehmensphilosophie auf Neutralität. Sprich, wir haben eine Lösung für Bagger und weitere Maschinen gefunden", so Sauer.
Ökologie trifft Effizienz
In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit kein Ideal, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ist, leistet Oilfix einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Modernisierung der Bauwirtschaft. Es ist eine Lösung, die dort ansetzt, wo andere Systeme oft enden: in der realen Belastungssituation auf der Baustelle. Das Modul unterbricht nicht den Ablauf, sondern unterstützt ihn – und bietet Sicherheit, wo es bislang keine gab. Oilfix zeigt damit, dass effektiver Umweltschutz auch leise funktionieren kann – mit Technik, die nicht stört, sondern schützt.
Für Sauer steht fest: "Wir sind quasi die Kopfschmerztablette für Bauunternehmer. Wir verhindern Standzeiten, Umweltverschmutzung und Kosten." Das System sei kein optionales Add-on, sondern ein notwendiges Investment in Sauberkeit, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Gerade auf Großbaustellen, wo viele Maschinen parallel im Einsatz sind und Zeitpläne eng getaktet, bietet Oilfix eine Art Rückversicherung – leise, unsichtbar, aber im entscheidenden Moment unverzichtbar.












