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Susanne Frank,

Weißer Zementestrich für Prora

Das im Nationalsozialismus enstandene, jedoch niemals fertiggestellte Ferienlager Prora wird zum Teil umgebaut. Dabei erhalten die Wohnräume der Appartements einen Estrich, der auf einem hochwertigen Weißzement basiert.

Das längste Bauwerk der Nationalsozialisten heißt Prora, misst viereinhalb Kilometer und befindet sich an der Prorer Wiek, einer nortöstlichen Ostseebucht, zwischen den Orten Binz und Saßnitz, auf der Insel Rügen. Es wurde von der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) als Ferienlager gebaut und sollte 20.000 Menschen als Urlaubsort dienen. Der Gebäudekomplex besteht aus acht identischen Blöcken, von denen jeder 550 Meter lang ist und über sechs Stockwerke verfügt. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs legten die ausführenden Bauunternehmen die Arbeit nieder und nahmen sie nicht wieder auf. Als Feriendomizil wurde Prora nie verwendet.

Doch mit Beginn des Krieges diente es unterschiedlichen Nutzungen und wurde sogar zum Teil zerstört. Nachdem jedoch seit 1992 mehrere Museen, eine Diskothek und eine Jugendherberge hier eingezogen sind, zeigen jetzt auch unterschiedliche Investoren Interesse an dem Riesenkomplex. Sie wollen einzelne Blöcke in hochwertige und/oder seniorengerechte Eigentumswohnungen umbauen bzw. Feriendomizile darin integrieren. Darunter auch eine norddeutsche Immobiliengesellschaft. Sie baut derzeit Block II so um, dass hier mehrere Wohnungen entstehen. Dabei legen die Verantwortlichen großen Wert auf eine ansprechende Innenraumgestaltung, die den ursprünglichen Charakter des Gebäudes bewahrt und dennoch modernen gehobenen Ansprüchen gerecht wird.

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Dies zeigt sich unter anderem beim Fußbodenbelag: Alle Wohnbereiche werden mit einem fast fugenlosen weißen Zementestrichboden versehen, der mithilfe des Weißzements von Holcim (Slovensko) a.s., hergestellt wird. Hierbei handelt es sich um einen Portlandzement mit sehr niedrigem Eisenoxidgehalt. Er wird für die Herstellung von strahlend weißen Betonbauteilen oder Zementestrichen verwendet, kann aber auch mit Pigmenten eingefärbt werden. Dieser Weißzement liefert die durch seine Eigenschaften und den sehr hohen Hellbezugswert die Basis, um Bauteile strahlend weiß oder mit ansprechender Farbbrillanz herstellen zu können. Holcim vertreibt ihn unter dem Markennamen Holcim Weißzement CEM I 52,5 N, bzw. Holcim White Cement oder Albaro 5.

Eingebaut wird der Boden von dem Handwerksunternehmen Estricharbeiten Gunnar Ewend aus Stralsund. Es hat bereits bei anderen Projekten mit diesem Zement gearbeitet und dabei sehr gute Erfahrungen gemacht. Gunnar Ewend, der Geschäftsführer des Betriebes, sagt hierzu: „Der Weißzement von Holcim lässt sich hervorragend verarbeiten, aus diesem Grund nutze ich ihn auch bei Prora.“

Der erfahrene Estrichleger aus Norddeutschland bringt den Zementestrich ein und sorgt dafür, dass der Boden eine ebene Oberfläche hat. Anschließend wird die Fläche mithilfe eines Flügelglätters bearbeitet und durch eine Versiegelung vor Gebrauchsspuren geschützt. Beim Bau des Fußbodens achtet der Handwerker darauf, dass der Zementestrich ästhetisch hochwertig ist. So kommt es, dass er unter anderem 45 Quadratmeter Bodenfläche ohne eine einzige Fuge erstellt. Alle Böden des Wohnbereiches sind mit Fußbodenheizung ausgestattet.

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