Wirtschaft & Verbände
Bauunternehmerporträt (51): "Auf zwei starke Standbeine gestellt"
1896 fiel der Startschuss für das Bauunternehmen Vollmer, das sich seit damals vom klassischen Baubetrieb zu einem Spezialdienstleister am Bau entwickelt hat. Mit seinen beiden Geschäftsfeldern Feuerfestbau und Bauen im Bestand hat sich der Familienbetrieb erfolgreich am Markt positioniert.
Auf dem Weg nach Ruhrort, einem rechtsrheinischen Stadtteil von Duisburg, fährt man durch eine Gegend, die von der industriellen Vergangenheit und der jüngsten, wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region geprägt ist. Bei diesem Anblick fühlt und weiß man, was es heißt, "anständig und hart" für sein Geld zu arbeiten.
In Ruhrort angekommen, sieht man schon von Weitem das Firmenschild der Firma Vollmer, dem ältesten Baubetrieb in Duisburg. "Uns gibt es schon seit 1896", erklärt uns Geschäftsführer Thomas Möller.
Er stieß 1994 zum Unternehmen, das damals von seinem Vater Wolfgang Möller geleitet wurde. 1999 trat Thomas Möller die Nachfolge von Wolfgang Möller als Geschäftsführer an. Seitdem hat sich so einiges geändert in dem Baubetrieb. Das mittelständische Familienunternehmen Vollmer hat sich mittlerweile zum Spezial-Dienstleister für den Bau entwickelt. "Wir haben uns auf die 2 Tätigkeitsfelder Feuerfestbau und Bauen im Bestand spezialisiert", erklärt er. Und damit fährt man seit einigen Jahren richtig gut.
So um 2005 sah dies ganz anders aus. Damals noch auf den Feuerfestbau und den Hochbau spezialisiert, versuchte man den Schlüssel-Fertigbau als weiteres Standbein zu integrieren. Relativ schnell stellte man fest, dass dies nicht den gewünschten Erfolg brachte. "Vielmehr war die Existenz des Betriebes gefährdet, so dass wir mit einem Sanierungskonzept eine Trendwende einleiteten", berichtet Thomas Möller.
Schnell trennte man sich vom Hochbau und dem SF-Bau. Gleichzeitig entschied man sich für ein Outsourcen der Buchhaltung und der Konzentration auf das Bauen im Bestand als zweites Standbein. "Diese Spezialisierung hat uns dabei geholfen, marktgerecht anzubieten und langfristig erfolgreich zu sein", weiß der Geschäftsführer.
Zum Klientel des Unternehmens gehören im Bauen im Bestand sowohl private, gewerbliche, öffentliche und industrielle Kunden. "Beim Bauen im Bestand agieren wir als Full-Service-Dienstleister", erklärt Geschäftsführer Thomas Möller. Ganz gleich, ob An-, Umbauten, Renovierungsarbeiten fürs barrierefreie Wohnen oder Fliesenarbeiten, der Kunde kriegt beim Duisburger Unternehmen alles aus einer Hand.
Beim Feuerfestbau setzt man auf hohe Qualität der Arbeit, Flexibilität und Termintreue. "Hier kommt es verstärkt auf Qualitätssicherung und -kontrolle, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Gefahrstoffe und Entsorgung an", erklärt uns Bert Apelt, Technischer Leiter und Bereichsleiter Feuerfestbau.
Seit mehr als 50 Jahren hat man sich als Spezialist in diesem Bereich einen guten Namen gemacht. "Unsere Mitarbeiter verfügen über große Erfahrung in gemauerten, monolithischen und sonstigen feuerfesten Zustellungen", betont der Bereichsleiter Feuerfestbau.
Rund 60 der momentan 80 Mitarbeiter des Unternehmens sind in diesem Bereich tätig. Bemerkenswert: Hierbei gibt es einen 24-Stunden-Service, d. h., man ist stets einsatzbereit!
Das Geschäftsfeld Feuerfestbau macht rund 65 % und das Bauen im Bestand 35 % des Umsatzes aus. Der Großteil der Baustellen befindet sich in oder 50 Kilometer um Duisburg.
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