Steildach

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Neues Leben für alte Ziegel

Der Abbruchbescheid war schon mehrmals beantragt, die Nachbarn erklärten die Käufer der „Bruchbude“ für verrückt: Das alte Rebmannshaus in Sipplingen erwies sich jedoch als wehrhaft und zeigte allen Zweiflern, dass auch nach fast 500 Jahren ein neues Hausleben beginnen kann. Mit nahezu archäologischer Präzision ging Zimmermeister Sebastian Schmäh bei der Arbeit auf dieser Baustelle vor: Das Rebmannshaus durfte alles behalten, was irgendwie zu retten war.

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Dachsanierung

Verwandlung im Obergeschoss

Wie eindrucksvoll sich Wohnräume im Rahmen einer Dachsanierung verwandeln lassen, zeigt das Beispiel eines unweit der Kieler Förde gelegenen Einfamilienhauses. Die Handwerker der Firma Bauausführung S. Lehmann aus Schönkirchen konnten die Bauherren von einem Modernisierungskonzept überzeugen, das nicht nur deutlich mehr Tageslicht ins Dachgeschoss bringt, sondern auch reichlich zusätzliche Wohnfläche und schöne Panorama-Ausblicke über die Umgebung des Hauses schafft.

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Frischzellenkur bei laufendem Betrieb

Die 1924 gegründete Bootswerft Markus Glas in Possenhofen gehört zu den traditionsreichen Adressen am Starnberger See. Das Familienunternehmen in vierter Generation hat sich einen guten Ruf bei Liebhabern der Sportschifffahrt erarbeitet, die mit den Booten der Werft nicht wenige Erfolge bei nationalen und internationalen Regatten zu feiern hatten. Damit einer erfolgreichen Fortführung des Werftgeschäfts nichts im Wege steht, investierte Familie Glas 2021 in eine neue Dachdeckung für eine aus den 1970er-Jahren stammende Halle, in der Boote repariert und gelagert werden.

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Eine Kirche zieht um

Auf einer Anhöhe im Wald in der Nähe des Ortes Stiege im Oberharz wurde die Stabkirche in Nachbarschaft der 1897 erbauten Lungenheilstätte Albrechtshaus in den Jahren 1904/05 errichtet. Die Planung für das in Fertigbauweise als sogenanntes Nordisches Blockhaus erstellte Gebäude stammt von dem Zimmermeister R. Witte aus Osterwieck nach dem Vorbild der Stabkirche zu Wang im Riesengebirge.

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Mönch und Nonne

Sorgfältige Detailplanung, ein Herz für Mauersegler, Haussperlinge, Turmfalken und Fledermäuse sowie ein gutes Auge für die Gesamtwirkung von Dachflächen, Vordächern und Fensterbänken waren nötig, um aus der sanierungsbedürftigen Kirche Sankt Andreas wieder ein Denkmal mit originalgetreuer Dachdeckung zu machen. Dafür erhielt das Dach auf dem Langhaus der Kirche die ursprüngliche rote Mönch-Nonnen-Deckung.

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Hexenhäusl am Kolumbusplatz

Es ist urig statt cool, individuell statt hocheffizient – und eigentlich ist es nur ein Interimsbau, der aber Lust auf lange Nachnutzungen macht. In der Nähe des Kolumbusplatzes im Münchner Stadtteil Giesing hat die Gans Kreativ GmbH – ein Konstrukt der Gesellschafter Julian Hahn, Florian Jund und Philipp Behringer – ein Hexenhäuschen gebaut. Das Ziel dahinter war ein Wunsch der Stadt, des Bezirksausschusses und der Nachbarschaft: Sie alle wollten einen Ort der Begegnung schaffen, ein Kulturcafé, in dem man sich unverbindlich trifft, egal ob man konsumiert oder nicht.

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Das Zentrum ist zurück

Stark sanierungsbedürftig, keine barrierefreien Zugänge, zu kleine Räumlichkeiten und für eine Erweiterung ungeeignet: Im niederösterreichischen Dorf Großweikersdorf wurde ein neues, zeitgemäßes Gemeindeamt benötigt. Erklärtes Ziel war es, nicht nur ein modernes, funktionales und zugleich ansehnliches Gemeindezentrum zu errichten, sondern damit auch die mittlerweile wenig frequentierte Ortsmitte am Hauptplatz wieder zu beleben. Mit Erfolg: Am Standort der ehemaligen Fleischerei, die komplett abgerissen wurde, entstand ein sehenswerter, lichtdurchfluteter Neubau mit auffälliger Trag- und Dachkonstruktion aus Holz, der auch über die nötigen Behördengänge hinaus zum Verweilen einlädt.

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25 Jahre Ruhe

Der Zentralfriedhof in Stettin ist eine der drei größten Nekropolen in Europa. Neu angelegt wurde er im Jahr 1901 nach den Vorbildern des Parkfriedhofs Ohlsdorf in Hamburg und des Zentralfriedhofs in Wien. Das polnische Nationaldenkmal ist die Ruhestätte von über 300 000 Verstorbenen, zugleich aber auch eine eindrucksvolle Parkanlage und mit seinen wertvollen Grab- und Denkmälern, wie zum Beispiel der „Mutter Erde“ von Ernst Barlach, ein Besuchermagnet für viele Touristen und Kunstinteressierte. Den Haupteingang zum „Park der Toten“ bildet eine monumentale Toranlage im neoromanischen Stil mit einer Breite von über 70 m. Das Ensemble beherbergt im linken Flügel eine Friedhofskapelle und im rechten die Friedhofsverwaltung. Der Entwurf des Eingangsbereichs wie auch der prachtvollen neoromanischen Kapelle am anderen Ende der zentralen Allee stammen von dem deutschen Architekten Wilhelm Meyer-Schwarztau, der auch das Konzept für die gesamte Friedhofsanlage entwickelt hat. Er orientierte sich dabei an der Idee des italienischen „Campo Santo“.

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Sicher abseilen

Wenn Menschen oder Tiere in Not geraten, sind sie da: Feuerwehrleute retten die Leben Hilfsbedürftiger, versorgen oder bergen Opfer und leisten in Krisenzeiten Beistand für Betroffene. Damit die Retter auf brenzlige Situationen vorbereitet sind und somit ihre wichtige Funktion für die Gesellschaft erfüllen können, müssen sie in ihrer Ausbildung und beim Training für den Ernstfall optimale Übungsbedingungen haben. Eine der anspruchsvollsten Disziplinen, die sie dabei erlernen und erproben müssen, ist die Höhenrettung. Damit die Mannschaft der Feuerwache 3 in Düsseldorf diese bestmöglich trainieren kann, haben die Absturzsicherungsexperten von Lux-top den alten Schlauchturm des Gebäudes mit Anschlagpunkten ausgestattet.

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Unscheinbar, aber doch einzigartig: Reetdach

Es ist wirklich schade, dass die Geschichte des historischen Gebäudeensembles in der Nähe von Lensahn an der Ostsee kaum dokumentiert ist. Das kleine Wohnhaus mit seinen Nebengebäuden wurde im 18. Jahrhundert erbaut und hat somit die wechselhafte norddeutsche Geschichte mit einigen Krisen und zwei Weltkriegen überlebt. Anfangs wurde es wohl als Lager für Getreide und zeitweise auch als Stallung genutzt. So jedenfalls verraten es die heute ungewöhnlich anmutende Getreidelade an der Frontseite und der ursprüngliche Grundriss des Hauses.

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Zweifarbig gedeckt

Am östlichen Rand der Oberlausitz, rund 10 km nördlich von Zittau und unweit der polnischen Grenze liegt Dittelsdorf. Der Ort ist geprägt von den typischen Umgebindehäusern der Oberlausitz – dieser besondere Haustyp vereint Blockholzbau, Fachwerk- sowie Mauerwerksbau und wird im 18. Jahrhundert mit den aufkommenden Hauswebereien verbunden, die auch in Dittelsdorf typisch für die Entwicklung des Ortes zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren und in der gewachsenen Gemeinde den Willen nach einem eigenen Kirchengebäude förderten. So entstand von 1848 bis 1850 ein Kirchenneubau: Nach den Plänen von Carl August Schramm wurde ein Saalbau im Rundbogenstil als Mauerwerksbau mit halbrunder Apsis und Satteldach errichtet. Der Kirchenbau orientiert sich deutlich an Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel und gilt als bedeutsames Baudenkmal der Region. Besonderes Merkmal dieser Kirche war das zweifarbige Biberdach mit dem markanten Muster, von dem vor Beginn der Sanierungsarbeiten allerdings kaum noch etwas zu sehen war.

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Schilfei für Ornithologen

TIJ: Das ist die Übersetzung des deutschen Wortes Tide ins Niederländische. Schnell ausgesprochen wird daraus „Ei“ – was dasselbe bedeutet wie unser deutsches Ei. Womit wiederum das neue Vogelobservatorium im Haringvliet aufs Genaueste bezeichnet ist: Ein gebautes Ei aus Holz und Reet in einer Landschaft, die von der Tide geprägt ist und deren Auswirkungen das Leben darin bestimmen.Der ovale Baukörper aus Holz und Schilf verdankt seine Entstehung dem sogenannten Dream-Fund-Projekt. Dieses hat sich nicht nur dem Ziel verschrieben, den Naturreichtum des niederländischen Binnensees Haringvliet zu erweitern. Die Verantwortlichen möchten das Ergebnis auch sichtbar und zudem allen Menschen zugänglich machen.

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Schöne Ferien!

Sturmfluten, Wind und Sand hatten ihre Spuren an dem 1918 erbauten Ferienhaus an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste hinterlassen – vor allem an dem charakteristischen Reetdach. Aufgrund der Lage zum offenen Meer mit ständigem Westwind hatte sich viel Sand im Dach gesammelt, das auch deshalb nun, nach über 50 Jahren, erneuert wurde. Da die Dacharbeiten mit dem Denkmalamt abgestimmt werden mussten, wurde auf Anweisung der Denkmalschützer unter anderem ein regional typischer Reetdachfirst statt des vorherigen Heidefirsts angeordnet.

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Sauber perforiert

Das Freilichtmuseum Molfsee ist der zentrale Ort für Alltagskultur in Schleswig-Holstein. Seit 2020 werden hier ganzjährig volkskundliche Dauer- und Sonderausstellungen gezeigt. Dafür wurde ein neues Ausstellungs- und Eingangsgebäude errichtet, das über einen umlaufend verglasten Innenhof verfügt. Die anspruchsvolle zeitgenössische Architektur des Neubaus nach dem Entwurf der Lübecker Architekten Petersen Pörksen Partner fügt sich städtebaulich harmonisch in die historische Museumsanlage ein. Dazu trägt nicht zuletzt die Dachform bei, die in ihrer Proportion an die historischen Scheunen Schleswig-Holsteins erinnert. Die moderne Außenhülle besteht aus Cortenstahl: Durch die Bewitterung nehmen diese Platten eine changierende rostbraune Farbe an – ähnlich den im Norden traditionellen Dachdeckungen aus Reet. Die darunterliegende Abdichtungslage führten die Dachdecker mit einer Kunststoffbahn aus.

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Manufakturziegel auf Diät

Sanierung unter erschwerten Bedingungen: Bei der Instandsetzung des Turmdachs der alten Feuerwache in Reutlingen mussten die Dachdecker besondere Herausforderungen meistern. Neben den Vorgaben des Denkmalschutzes mussten auch noch spezielle Anforderungen bezüglich der Statik und der Baustellenlogistik erfüllt werden. Durch Anpassungen an einem historischen Dachziegelmodell und der Just-in-Time-Lieferung des benötigten Materials durch den Ziegelhersteller gelang es schließlich, die Optik des Turmdachs nach altem Vorbild wiederherzustellen und gleichzeitig eine hohe Funktionalität zu gewährleisten.

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