Jahresbilanz und mehr

Damir Mioc,

Zeppelin: "Ein Jahr des Fortschritts"

Im April 2026 lud Zeppelin 30 Journalisten zum "Medientag 2026" in die Konzernzentrale nach München-Garching ein. Im Fokus der Veranstaltung stand die Präsentation der Geschäftszahlen des Jahres 2025.

Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftslführung (links) und Christian Dummler, CFO, berichteten über die Entwicklungen von Zeppelin Baumaschinen. © Pelemedia

Vorab: Die Zeppelin-Gruppe hat 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich zugelegt. Wachstumstreiber waren hier vor allem das Baumaschinengeschäft – unterstützt durch einen sehr erfolgreichen bauma-Messeauftritt – und die Übernahme der PEPP Group. "2025 war insgesamt ein gutes, solides Jahr für uns", bestätigte Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin-Gruppe. Der Nachweis: Der Konzern konnte seinen Umsatz um 16 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro steigern. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte gar um 26 Prozent auf rund 135 Millionen Euro zu. Auch der Auftragseingang entwickelte sich durchweg positiv und stieg konzernweit um 24 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.

Größter Zukauf der Unternehmensgeschichte

Laut Benz hatte die Übernahme der niederländischen PEPP Group B.V. – der bislang größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte – einen wesentlichen Anteil am Wachstum. Mit diesem Schritt sicherte sich Zeppelin den Vertrieb und Service für Caterpillar-Produkte in den Niederlanden und Norwegen. Zudem bringt der Zukauf rund 2000 zusätzliche Mitarbeiter sowie etwa 1,1 Milliarden Euro Umsatz mit sich. Für 2026 rechnet Benz einem Konzernumsatz von rund fünf Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der dann rund 12.000 Beschäftigten wird in Zukunft außerhalb des deutschsprachigen Raums arbeiten.

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"Für 2026 liegt unser Fokus ganz klar auf der konsequenten Realisierung von Synergien, der abschließenden Integration der zugekauften PEPP Group und profitablem Wachstum", erklärte Benz. Der Jahresstart sei allerdings eher "durchwachsen" verlaufen. Ursache dafür seien geopolitische Unsicherheiten wie die aktuelle Krise in Nahost sowie eine schwache Weltkonjunktur. Dennoch bleibt der Konzernchef verhalten optimistisch und erwartet für das laufende Jahr weiteres Wachstum – sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschärfen.

Am Puls der Zeit mit Megatrends

Besonders stark entwickelten sich bei Zeppelin Baumschinen im vergangenen Jahr die Strategischen Geschäftseinheiten (SGE) "Construction Industry & Mining" mit einem Umsatzplus von 15 Prozent sowie "Power Systems", das um 56 Prozent zulegte. Dagegen stagniert das Vermietungsgeschäft. Deutlich schwieriger ist die Lage im Anlagenbau: Der Umsatz der Sparte "Plant Engineering" mit Standort Friedrichshafen sank um 7 Prozent auf 437 Millionen Euro, der Auftragseingang brach um 23 Prozent auf 347 Millionen Euro ein.

Beim Blick nach vorn dagegen sieht Zeppelin große Chancen bei den globalen Megatrends Infrastruktur, Energie, Digitalisierung sowie Resilienz und Verteidigung. "Unser Geschäftsmodell wird deutlich breiter, internationaler und resilienter – getragen von einem Portfolio, das konsequent auf die Megatrends unserer Zeit ausgerichtet ist. Gerade in einem Umfeld anhaltender Unsicherheit ist diese Diversifikation ein klarer Vorteil", so Benz.

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