elektrisch in Kanada
Im eisigen kanadischen Winter: LB 30 unplugged
Calgary hat ein klares Ziel: Treibhausgase reduzieren. Teil der Klimastrategie ist der Einsatz emissionsfreier Technologieinnovationen. Mit dem ersten akkubetriebenen Unplugged-Modell von Liebherr auf kanadischem Boden wird diese Strategie auch bei Bauprojekten konsequent verfolgt.
Beim Bau einer neuen Fußgängerbrücke stellten das Bauunternehmen Graham und der Spezialtiefbau-Subunternehmer Ki International Ltd. das Liebherr-Bohrgerät LB 30 unplugged bei schwierigen Bohrungen und Temperaturen von bis zu minus 36 Grad Celsius bewusst auf eine harte Probe.
„Wir sahen im LB 30 unplugged eine Chance, etwas Gutes für unsere Gesellschaft zu tun“, erklärt Gordon Williamson, Eigentümer von Ki International Ltd. „Elektrisch betriebene Baumaschinen müssen in Kanada eine Zukunft haben, um unsere Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln.“
Die Baustelle, auf der das Gerät eingesetzt wird, befindet sich in einem belebten Gebiet im Nordwesten von Calgary, Alberta. Hier befinden sich wichtige Einrichtungen wie das Foothills Medical Center, das Calgary Cancer Center und das UXBorough-Projekt. Die neue Fußgängerbrücke erleichtert den Zugang für die Bevölkerung und fördert das Wachstum in diesem Gebiet.
Ki International Ltd. bohrt für die Fußgängerbrücke 22 Ortbetonpfähle nach dem Kelly-Verfahren mit einem Bohrgerät von Liebherr. Die größten haben einen Durchmesser von 1.000 mm und sind 18 m tief. Schlamm, Wasser, Sand und Schlick machen den Boden sehr weich, weshalb über die gesamte Bohrtiefe verrohrt gearbeitet werden muss.
„Wir wollten eine schwierige Aufgabe“, betont Williamson. Die größte Herausforderung für die Arbeiten war der kalte kanadische Winter. Die Temperaturen fielen auf minus 36 Grad. Bei Wind wurde es noch eisiger. Trotzdem musste bereits im Januar mit den Arbeiten begonnen werden. „Was die Leistung der Bohranlage betrifft, gab es aber keine Verzögerungen“, freut sich Janelle Bekkering, Projektleiterin beim Auftragnehmer Graham.
LB 30 unplugged - Einsatz am Krankenhaus
Da die Baustelle direkt neben einem großen Krankenhaus liegt, kommt ein Vorteil des Liebherr LB 30 unplugged besonders zum Tragen: die geringen Lärmemissionen. Auch während des Baustellenbetriebs muss die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge jederzeit gewährleistet sein. Durch den leisen Betrieb des Gerätes sind die Einsatzfahrzeuge besser zu hören, was die Sicherheit sowohl für das medizinische Personal und die Patienten als auch für das Baustellenpersonal deutlich erhöht. Der geringe Lärmpegel wird vor allem in städtischen und dicht bebauten Gebieten sehr geschätzt.
Auch Jason Lin, Projektleiter der Stadt Calgary, ist vom alternativen Antriebssystem des LB 30 unplugged begeistert: „Wir sind stolz darauf, dass diese emissionsfreie Technologie erstmals in Kanada zum Einsatz kommt. Zero Emission entspricht unseren Richtlinien und unserer Klimastrategie. Der Einsatz solcher Maschinen wird uns helfen, Treibhausgase zu reduzieren. Das ist für uns sehr wichtig.
Gordon Williamson resümiert zufrieden den ersten Einsatz der Bohranlage auf kanadischem Boden: „Wir wollten eine harte Aufgabe. Einen, der die Maschine wirklich auf die Probe stellt. Wir haben bekommen, was wir wollten. Auf dieser Baustelle haben wir bewiesen, dass das Liebherr LB 30 unplugged in der Lage ist, schwierige Bohrungen und extreme Witterungsbedingungen zu meistern“.













