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Artikel und Hintergründe zum Thema

Künstliche Intelligenz auf dem Bau

Kai Ingmar Link,

Autodesk - zwischen Aufbruch und Realität

Die Bauindustrie steht 2025 an einem Wendepunkt. Der aktuelle „State of Design & Make Report“ von Autodesk, für den weltweit fast 6.000 Führungskräfte befragt wurden, zeichnet ein differenziertes Bild:

Fast die Hälfte der Befragten sieht das Risiko, dass KI die Branche destabilisieren könnte. © Pelemedia (Symbolbild)

Während die digitale Transformation als stabilisierender Faktor gilt, bleibt die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bau eine Herausforderung – und zugleich eine enorme Chance. Unternehmen, die frühzeitig in digitale Technologien investiert haben, berichten von messbaren Verbesserungen in Produktivität, Innovationskraft und Kundenzufriedenheit. Doch die Branche sieht sich weiterhin mit steigenden Kosten, Fachkräftemangel und Unsicherheiten bei der Implementierung neuer Technologien konfrontiert.

KI zwischen Euphorie und Ernüchterung

Die Erwartungen an KI im Bau sind hoch, doch die Realität ist komplexer geworden. Während 2024 noch 82 % der deutschen Führungskräfte überzeugt waren, dass KI ihre Branche verbessern wird, sind es 2025 nur noch 66 %.

Fast die Hälfte der Befragten sieht sogar das Risiko, dass KI die Branche destabilisieren könnte. Gründe dafür sind Unsicherheiten beim Datenschutz, fehlende Regulierung und Herausforderungen bei der Integration in bestehende Prozesse. Gleichzeitig bleibt KI ein zentrales Thema: 40 % der deutschen Führungskräfte sehen KI-Kompetenzen in den nächsten Jahren als Top-Priorität bei Neueinstellungen, und mehr als zwei Drittel planen, die Investitionen in KI weiter zu erhöhen.

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KI als Motor für Nachhaltigkeit und Effizienz

Trotz aller Skepsis zeigt der Autodesk-Report: Künstliche Intelligenz ist der wichtigste Treiber für nachhaltiges Bauen. 40 % der deutschen Unternehmen nutzen KI gezielt, um nachhaltiger zu wirtschaften – mehr als jede andere Maßnahme.

KI-gestützte Lösungen helfen, Materialeinsatz und Energieverbrauch zu optimieren, Prozesse zu automatisieren und komplexe Bauprojekte effizienter zu steuern. Autodesk selbst setzt mit Funktionen wie der „Embodied Carbon Analysis“ und dem KI-basierten „Autodesk Assistant“ neue Maßstäbe für die Integration von KI in BIM-Workflows, Planung und Kommunikation.

Fachkräftemangel und die Suche nach KI-Kompetenzen

Die größte Herausforderung bleibt der Mangel an qualifizierten Fachkräften. 61 % der Führungskräfte in Deutschland berichten, dass neue Mitarbeitende mit den richtigen technischen Fähigkeiten schwer zu finden sind – ein Anstieg um 33 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Unternehmen erkennen die Bedeutung von Weiterbildungen, tun sich aber schwer, interne Schulungsprogramme zu etablieren oder passende externe Angebote zu finden.

„Das zunehmende Innovationstempo und die weiter bestehende Forderung nach Nachhaltigkeit verändern die Qualifikationsanforderungen in unseren Branchen. Dies stellt sowohl eine Herausforderung als auch eine enorme Chance für die Führungskräfte in den Bereichen Design und Fertigung dar“, betont Andrew Anagnost, Präsident und CEO von Autodesk.

Ausblick: Die Zukunft des Bauens ist digital – und menschlich

Der „State of Design & Make Report“ von Autodesk zeigt: Die Zukunft des Bauens wird von Künstlicher Intelligenz, digitalen Kompetenzen und nachhaltigen Innovationen geprägt. Unternehmen, die heute in Technologie, Talentförderung und Nachhaltigkeit investieren, sichern sich die Resilienz und Innovationskraft von morgen. Die Branche steht vor der Aufgabe, die Lücke zwischen technologischen Möglichkeiten und realen Kompetenzen zu schließen – und dabei den Menschen ins Zentrum der Transformation zu stellen.

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