Software
Handwerks-Software conmeet sichert 1,3 Millionen Euro Pre-Seed-Finanzierung
Die Handwerks-Software conmeet hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist der Venture-Capital-Fonds May Ventures. Neben dem Investor beteiligen sich auch die drei Gründer erneut mit Eigenkapital. Für das Baugewerbe ist diese Finanzierungsrunde ein klares Signal: Digitale, integrierte Unternehmenssteuerung rückt strategisch in den Mittelpunkt wachsender Bau- und Handwerksbetriebe.
Die Mittel aus der Pre-Seed-Finanzierung sollen gezielt in den weiteren Marktausbau sowie in die Produkt- und Teamentwicklung fließen. Damit positioniert sich conmeet in einem Markt, der durch steigenden Kostendruck, Fachkräftemangel und wachsende Dokumentationspflichten zunehmend nach durchgängigen digitalen Lösungen verlangt.
Software von Praktikern für prozessorientierte Bauunternehmen
conmeet versteht sich als cloudbasierte All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen. Der fachliche Hintergrund des Gründerteams prägt die inhaltliche Ausrichtung der Software. Die operative Erfahrung aus dem Handwerk und der Unternehmensführung bildet die Grundlage für eine Plattform, die nicht nur administrative Abläufe abbildet, sondern operative Prozesse strukturiert unterstützt.
Im Fokus stehen typische Wachstumsschmerzen mittelständischer Betriebe: Medienbrüche zwischen Kalkulation, Projektabwicklung und Abrechnung, parallele Datenerfassung in unterschiedlichen Tools sowie fehlende Transparenz in der Projektsteuerung. Gerade bei mehreren laufenden Baustellen entstehen hier schnell Reibungsverluste, die Margen und Liquidität unmittelbar beeinflussen.
Eine zentrale Datenbasis statt Insellösungen
Kern der Handwerks-Software conmeet ist eine zentrale Datenbasis, auf der CRM, ERP, Projektmanagement, Controlling und Banking-Funktionen zusammengeführt werden. Informationen werden einmal erfasst und systemübergreifend genutzt – vom Erstkontakt über Angebot und Materialdisposition bis zur Schlussrechnung.
Für Bauunternehmer und Geschäftsführer bedeutet das: weniger Doppelerfassung, geringere Fehleranfälligkeit und eine deutlich höhere Transparenz in der Unternehmenssteuerung. Projektleiter erhalten in Echtzeit Einblick in Kostenstände, Leistungsfortschritt und offene Positionen. Entscheidungen können damit fundierter und früher getroffen werden.
Branchenspezifische Anforderungen wie Materialverfolgung, Nachtragsmanagement, Bautagebücher, Mängelmanagement sowie komplexe Projekthierarchien sind integraler Bestandteil der Plattform. Damit adressiert conmeet die tatsächlichen Abläufe auf der Baustelle – nicht nur die kaufmännische Verwaltung im Büro.
Strukturierte Zusammenarbeit mit Nachunternehmern und Projektpartnern
Ein wesentlicher Hebel in der Baupraxis ist die Koordination externer Partner. Subunternehmer, Nachunternehmer und weitere Projektbeteiligte sind häufig über E-Mail, Telefon und separate Systeme eingebunden. Das führt zu Informationsverlusten und erhöhtem Abstimmungsaufwand.
conmeet integriert diese Akteure direkt in die Projektumgebung. Über definierte Zugriffsrechte können Bautagebücher, Mängelmeldungen und projektbezogene Dokumente gemeinsam genutzt werden. Für Entscheider entsteht dadurch eine nachvollziehbare, revisionssichere Dokumentation, die sowohl operative Steuerung als auch rechtliche Absicherung unterstützt.
Gerade bei größeren Bauvorhaben mit mehreren Gewerken bietet eine solche Plattformstruktur einen spürbaren Effizienzgewinn. Koordinationsaufwand wird reduziert, Schnittstellen werden klar definiert und Informationen stehen allen berechtigten Beteiligten in identischer Datenqualität zur Verfügung.
Cloud-native Architektur ohne eigenen IT-Aufwand
Als cloud-native Lösung erfordert conmeet keine lokale Serverinfrastruktur. Die Anwendung ist geräteunabhängig nutzbar und steht sowohl im Büro als auch auf der Baustelle zur Verfügung. Updates erfolgen automatisch, ohne dass interne IT-Ressourcen gebunden werden.
Für Bauunternehmen mit begrenzten administrativen Kapazitäten ist dieser Ansatz praxisrelevant. Investitionen in eigene Server, Wartung oder komplexe Rollout-Projekte entfallen. Gleichzeitig werden die Daten in deutschen Rechenzentren gespeichert und unterliegen hohen Sicherheitsstandards.
Strategische Perspektive: KI und digitales Branchen-Ökosystem
Langfristig plant conmeet den Ausbau der Plattform um KI-gestützte Funktionen. Ziel ist es, wiederkehrende Routineaufgaben zunehmend zu automatisieren und Geschäftsprozesse datenbasiert zu unterstützen. Für das Baugewerbe eröffnet dies Perspektiven in der vorausschauenden Projektsteuerung, im Liquiditätsmanagement und in der automatisierten Analyse von Projektkennzahlen.
Parallel verfolgt das Unternehmen den Aufbau eines digitalen Ökosystems, das unterschiedliche Akteure der Immobilien- und Bauwirtschaft miteinander vernetzt – von Planung und Ausführung bis hin zu Betrieb und Wartung. Damit adressiert die Handwerks-Software conmeet nicht nur einzelne Prozessschritte, sondern die gesamte Wertschöpfungskette.
Einordnung für Entscheider im Bauwesen
Die abgeschlossene Pre-Seed-Finanzierung über 1,3 Millionen Euro unter Beteiligung von May Ventures zeigt, dass Investoren das Digitalisierungspotenzial im Bau- und Handwerkssektor klar erkennen. Für Bauunternehmer, Geschäftsführer und Projektleiter stellt sich weniger die Frage nach dem „Ob“, sondern nach dem „Wie“ der digitalen Transformation.
Plattformlösungen wie conmeet setzen an der unternehmensweiten Steuerung an und verbinden operative Baustellenprozesse mit kaufmännischer Transparenz. Wer Wachstum, Margenstabilität und Nachvollziehbarkeit sichern will, benötigt belastbare Daten in Echtzeit und strukturierte Abläufe über alle Projekte hinweg.












