Neue Antriebsarchitektur
Magni TH bringt Mild-Hybrid-Baureihe auf den Markt
Magni TH setzt auf Mild-Hybrid-Hubarbeitsbühnen mit Diesel-Batterie-Kombination für mehr Effizienz, Flexibilität und Energieoptimierung.
Der Markt für Hubarbeitsbühnen steht unter zunehmendem Effizienzdruck: Emissionsanforderungen, steigende Betriebskosten und der Übergang zu elektrifizierten Maschinen verändern die Erwartungen von Anwendern und Vermietunternehmen. Magni TH reagiert darauf mit einer neuen Mild-Hybrid-Baureihe, die klassische Dieseltechnik und elektrische Energiespeicherung in einem System kombiniert.
Ziel ist eine Zwischenlösung für Anwendungen, in denen vollelektrische Maschinen noch nicht vollständig einsetzbar sind, aber Effizienzgewinne bereits heute gefordert werden.
Mild-Hybrid als Brückentechnologie im Maschinenpark
Die neue Antriebsarchitektur von Magni TH basiert auf der Kombination eines 18,2-kW-Kubota-Dieselmotors mit einem Lithium-Ionen-Batteriepaket. Beide Energiequellen arbeiten im Zusammenspiel und steuern die verfügbare Leistung situationsabhängig.
Im Zentrum steht dabei kein vollständiger Technologiewechsel, sondern eine schrittweise Transformation bestehender Maschinenkonzepte. Der Mild-Hybrid-Ansatz positioniert sich damit zwischen konventionellen Dieselmaschinen und vollelektrischen Lösungen und adressiert insbesondere gemischte Einsatzumgebungen auf Baustellen und in der Industrie.
Effizienz, Einsatzflexibilität und Energieoptimierung
Für Betreiber und Vermietunternehmen ergeben sich aus dieser Architektur mehrere praktische Effekte. Der Kraftstoffverbrauch kann im Vergleich zu reinen Dieselmaschinen reduziert werden, während gleichzeitig die Einsatzflexibilität steigt.
Die Maschinen sind darauf ausgelegt, in unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt zu werden – von klassischen Baustellen bis hin zu industriellen Anlagen, in denen Energieeffizienz zunehmend eine Rolle in der Projektplanung spielt.
Der zentrale Mehrwert liegt in der intelligenten Nutzung der verfügbaren Energiequellen, die je nach Lastprofil und Einsatzsituation dynamisch gesteuert werden.
Drei Produktfamilien für unterschiedliche Einsatzprofile
Die Mild-Hybrid-Baureihe gliedert sich in drei klar definierte Produktsegmente.
Die MHAB-Serie umfasst gelenkige Modelle mit Arbeitshöhen von 16,27 m bis 24,27 m und Tragfähigkeiten von bis zu 320 kg. Der Gelenkarm ermöglicht das Überwinden von Hindernissen und den Einsatz in komplexen Arbeitsumgebungen, während ein niedriger Schwerpunkt zur Stabilität beiträgt.
Die MHTB-Serie setzt auf Teleskoptechnik und deckt Arbeitshöhen von 16,33 m bis 24,20 m bei gleicher Tragfähigkeit ab. Diese Maschinen sind auf Anwendungen ausgelegt, bei denen Reichweite, Präzision und direkter Zugang in der Höhe entscheidend sind, etwa bei Fassadenarbeiten oder technischen Installationen.
Ergänzt wird das Portfolio durch die geländegängigen Scherenarbeitsbühnen MHS1523RT und MHS1823RT. Mit Tragfähigkeiten von bis zu 680 kg und Platz für mehrere Bediener sind sie auf materialintensive Arbeiten und parallele Tätigkeiten auf der Plattform ausgelegt. Die Einsatzhöhe reicht bis 18 Meter, je nach Modell.
Einsatzfelder zwischen Baustelle, Industrie und Infrastruktur
Die Anwendung der Mild-Hybrid-Baureihe ist breit angelegt. Gelenkmodelle kommen vor allem auf Baustellen, in der industriellen Instandhaltung und in Anlagen mit komplexen Strukturen zum Einsatz, wo das Überwinden von Hindernissen entscheidend ist.
Teleskopmodelle sind insbesondere für präzise Arbeiten an Fassaden, Installationen und Wartungseinsätze in der Höhe geeignet. Scherenarbeitsbühnen hingegen adressieren großflächige Arbeitsbereiche, in denen Tragfähigkeit und Plattformraum im Vordergrund stehen – etwa im Bau, in der Industrieinstallation oder in der Außenlogistik.
Einordnung: Übergangsphase der Antriebssysteme im Höhenzugang
Die Einführung der Mild-Hybrid-Technologie zeigt, dass sich der Markt für Hubarbeitsbühnen in einer Übergangsphase befindet. Vollelektrische Systeme gewinnen an Bedeutung, stoßen jedoch in bestimmten Anwendungen noch an praktische Grenzen.
Hybridisierte Lösungen wie die von Magni TH adressieren genau diesen Zwischenraum: Sie verbinden bestehende Diesel-Infrastruktur mit elektrifizierten Komponenten und schaffen damit eine schrittweise Modernisierung des Maschinenparks.
Die entscheidende Frage für die kommenden Jahre wird sein, wie schnell sich diese Übergangstechnologien in Richtung vollständiger Elektrifizierung weiterentwickeln – und welche Rolle hybride Systeme langfristig im Portfolio der Vermiet- und Bauwirtschaft spielen.
Fazit
Mit der Mild-Hybrid-Baureihe positioniert sich Magni TH in einem technologischen Zwischenfeld, das für viele Anwender aktuell entscheidend ist: mehr Effizienz ohne vollständigen Systemwechsel.
Die Kombination aus Diesel- und Batterietechnik zeigt, wie Maschinenhersteller auf die unterschiedlichen Reifegrade der Elektrifizierung im Bau- und Industriebereich reagieren. Damit entsteht eine Lösung, die nicht als Endpunkt, sondern als Übergangstechnologie innerhalb einer sich wandelnden Antriebslandschaft zu verstehen ist.









