Hochwasserschutz

Damir Mioc,

Paus-Lader - Räumen unter Extrembedingungen

Nach den Überschwemmungen in Südthailand im November 2025 waren schnelle und flexible Lösungen gefragt. Teleskopschwenklader zeigten im Dauereinsatz, wie hilfreich Wendigkeit und Reichweite im Katastropheneinsatz sein können.

In Thailand leisteten die Lader aus dem Hause Paus wichtige Unterstützung beim Wiederaufbau. © Paus

Die schweren Überschwemmungen im Süden Thailands im November vergangenen Jahres hinterließen massive Schäden: Zerstörte Häuser, unpassierbare Straßen und beeinträchtigte Infrastruktur bestimmten vielerorts das Bild. Für Einsatzkräfte und Bauunternehmen bedeutete das vor allem arbeiten unter Zeitdruck und auf schwierigem Terrain. Im Einsatz: mehrere Teleskopschwenklader TSL 9075 von Hermann Paus Maschinenfabrik, die bei den Aufräumarbeiten unterstützten.

Gerade in dicht bebauten Gebieten mit schmalen Zufahrten zeigte sich der Vorteil kompakter und gleichzeitig leistungsfähiger Maschinenkonzepte. Die eingesetzten Teleskopschwenklader halfen dabei, verschlammte Straßen und blockierte Wege zügig freizuräumen. Ein wichtiger Faktor war dabei die Kombination aus Wendigkeit und Arbeitsflexibilität.

Das um 180° schwenkbare Hubwerk der Maschinen von Paus ermöglicht es, Material aufzunehmen und seitlich zu versetzen, ohne die Maschine ständig neu positionieren zu müssen. In der Praxis reduziert das Rangierbewegungen – ein Vorteil, wenn Platz knapp ist und Verkehrswege schnell wieder freigegeben werden müssen. Gleichzeitig erlaubt der Teleskoparm mit bis zu 4 Metern Reichweite das Arbeiten über Hindernisse hinweg. Treibgut oder Schlamm lassen sich so direkt auf Lkws verladen oder aus schwer zugänglichen Bereichen entfernen. Die maximale Tragfähigkeit von bis zu 4 Tonnen erweitert den Einsatzbereich zusätzlich.

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Gerade im urbanen Raum spielten die Maschinen ihre Stärken aus. © Paus

Stabilität auf unsicherem Untergrund

Nach Überschwemmungen ist der Baugrund oft aufgeweicht, uneben oder unterspült – eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Hier kommt es auf ein stabiles Fahr- und Arbeitsverhalten an, insbesondere beim Handling schwerer Lasten in ausgefahrenen oder geschwenkten Positionen. Die Maschinen bleiben auch unter diesen Bedingungen kontrollierbar und bieten damit die nötige Betriebssicherheit.

Zum Schutz des Bedienpersonals ist die Kabine nach ROPS/FOPS II ausgeführt. Ergänzend unterstützen Assistenzsysteme den Fahrer dabei, auch in unübersichtlichen Situationen präzise zu arbeiten. Das trägt zur Sicherheit bei und sorgt auch für gleichmäßigere und effizientere Abläufe.

Anpassungsfähig im Einsatz

Die Anforderungen auf solchen Baustellen ändern sich häufig im Tagesverlauf. Daher ist es hilfreich, dass unterschiedliche Anbaugeräte – von Greifern über Schaufeln bis hin zu Palettengabeln oder Arbeitsbühnen – das Einsatzspektrum der Maschinen erweitern. Über ein Schnellwechselsystem lassen sich diese zügig tauschen, sodass auf wechselnde Aufgaben ohne größeren Zeitverlust reagiert werden kann.

Die Aufgaben in dem Katastrophengebiet waren so vielfältig wie herausfordernd. © Paus

Der Einsatz in Südthailand zeigt exemplarisch, wie wichtig flexible Maschinenkonzepte, wie die von Paus, im Katastrophen- und Infrastruktureinsatz sind. Wo Platz, Zeit und Bodenverhältnisse enge Grenzen setzen, entscheiden Reichweite, Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit über den Fortschritt auf der Baustelle.

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